Jugend in Österreich spricht immer mehr wie Deutsche

18 Antworten

Offenbar schließt sich Österreich dieser dubiosen Dialektphobie der Deutschen an. Ich finde das unendlich schade. Andere Nationen machen kein Drama aus verschiedenen Dialekten, sondern stehen ganz offen dazu, was sich auch in den Medien widerspiegelt.

Leider gilt man in D schon als ungebildet, wenn man Dialekt spricht. Natürlich sollte man in der Lage sein, sich allgemein verständlich ausdrücken zu können, aber die meisten Leute trainieren sich ja krampfhaft jeden Dialekt ab. Schade, daß Ö jetzt wohl auf den Zug aufspringt. (Wobei ich das um ehrlich zu sein bisher nicht an Freunden aus Österreich beobachten konnte.)

Dadurch, dass die Welt immer internationaler wird, ist dies doch nicht verwunderlich. Vermutlich wundern sich die menschen die nun schon sehr alt sind auch darüber welche Wörter wir benutzen. "Cool" ist zB auch aus dem Englischen und wir dmittlerweile viel benutzt. Einfach nur, weil es sich so eingebürgert hat, nicht weil man sich dafür schämt Deutsch zu sein. So ist das in Österreich auch. Die Menschen sind wohl offen für Neues.

Das ist normal. Eine Sprache entwickelt sich in verschiedene Richtungen, wenn sie räumlich voneinander getrennt ist. Deshalb gibt es heute Italienisch, Spanisch, Rumänisch, Französisch - eigentlich alles eine Weiterentwicklung des alten Lateins. Und auch unsere Dialekte haben sich ursprünglich aus wenigen Sprachen entwickelt. Oder einer.

Heute leben wir in einer Zeit, in der jeder mit jedem via Internet kommunizieren kann, jeder etwas zu lesen findet und jeder Fernsehen schauen kann. Daher wächst alles, was sich früher abgespalten hat, wieder mehr zusammen. Die Sprachvielfalt geht so natürlich verloren, was einerseits schade ist. Andererseits ist es nun einmal das wichtigste, dass man sich untereinander verstehen kann.

Dennoch sind die Österreicher und Bayern noch deutlich von Zivilisationsdeutschen zu unterscheiden. Zum Beispiel beim Arzt: "Sag mal Aaaaah!" "Oooooh" :P

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