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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt ganz selten Dinge, die einfach "nur ungesund" sind. Es kommt auf die Menge an und die Disposition dessen, der es isst - also Körpergewicht, Alter, ggf. Blutwerte und sonstige körperliche Fakten.

Übrigens können auch nach allgemeiner Meinung "gesunde" Lebensmittel ungesund werden, wenn man zu viel futtert oder sie aus anderen Gründen meiden sollte.

Diese ganzen Kennzeichnungen haben eigentlich nur diese Gründe:

  • Sie beruhigen das Gewissen von Politikern
  • Sie verschaffen Unternehmen etwas Luft, falls sie wegen irgendeiner (Neben)wirkung vor Gericht verklagt werden
  • Sie erziehen Menschen zum Nicht-mehr-selbst-denken

Letzteres ist der gravierendste Nachteil: Statt dass ich mich um meinen Körper kümmere und ab und zu zur Vorsorgeuntersuchung gehe und den Arzt frage, tappe ich wie ein Automat durch den Laden und greife nur noch nach Sachen, auf denen "gesund" steht.

Kurz gesagt: Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir uns mit solchen Kennzeichnungen das Selbst-Denken abgewöhnen.

Die Verpackung wird nicht mitgegessen, also muss auch niemand wissen, wie gesund sie ist :P

Spaß beiseite – die wenigsten Sachen sind per se ungesund. Fast alle "ungesunden" Dinge, wie z.B. Schokolade, Torte, Kartoffelchips, Zuckerwatte, usw. sind nur ab einer bestimmten Menge ungesund. Gesund ist es, sich ausgewogen zu ernähren, also Fett, Zucker, Proteine und Ballaststoffe in einem ausgewogenen Verhältnis. Außerdem sollte man genug Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen.

Wenn man sich also gesund ernähren will, reicht es nicht, zwischen gut und schlecht zu unterscheiden, man muss sich schon die Nährwerttabelle durchlesen. Zum Glück ist diese bei allen verpackten Lebensmitteln verpflichtend.

Es gibt allerdings auch Lebensmittel, die aus anderen Gründen als ungesund gelten: Weißmehl zum Beispiel, weil es Gluten enthält. Fertiggerichte wegen den vielen Zusatz- und Konservierungsstoffen. Wurst und Fleisch werden oft Nitrite zugesetzt.

Das Problem ist jedoch, dass viele Zusatzstoffe umstritten sind. Die einen meinen, es sei unbedenklich, die anderen sagen, es ist für Bluthochdruck, 12 verschiedene Krebsarten und Alzheimer verantwortlich.

Wenn Lebensmittel also ein Siegel bekommen, wo drauf steht, wie gesund es auf einer Skala von 0 bis 10 ist: Wer soll das festlegen, und nach welchen Maßstäben? Wer kontrolliert, dass diese Menschen unabhängig und unbestechlich sind? Wie wird die Gesundheit von Stoffen bewertet, die nur für eine bestimmte Zielgruppe oder Altersgruppe gefährlich sind? Und laufen wir dann nicht Gefahr, uns zu sehr auf das Siegel zu verlassen, statt uns selbst mit dem Thema zu befassen?

Ich glaube kaum, dass solche Kennzeichnung irgendwas an der Ernährung der Menschen ändern würden.

Die, die sich gesund ernähren wollen tun das ohnehin schon und wissen auch, was welche Nährwerte hat und alle anderen (mich eingeschlossen) essen das, was ihnen schmeckt - den gehen solche Kennzeichnungen am Arsch vorbei.

Contra: schlechtes Aufwand-Nutzen-Verhältnis.

Der Sinn hinter diesen Kram ist es, seinen eigenen Kopf anzustrengen.
Ich gebe dir mal ein Medium Argument:

Die momentane Industrie könnte massive finanzielle Einbußen erleiden, da weniger ihrer Produkte aus Angst von den gesundheitlichen Folgen verbraucht werden, was besonders schädlich ist für z.B. die Süßigkeitenhersteller.

Nein, denn das würde ein endloser Text, da was für den Einen gesund ist kann dem Allergiker schaden.

Nein, denn was gesund, ungesund oder gesundheitsneutral ist entscheidet die Menge.

NICHTS ist schädlich, gar nichts.

ALLES ist schädlich, wirklich ALLES

Was schadet oder nutz entscheidet stets die Dosis.

Also nein, nicht draufschreiben, endloser sinnloser Text.

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