Jüdischer und christlicher Grabstein Vergleich?

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http://www.referendar.de/arbeitsblaetter/Juedischer_Friedhof.pdf

Jedes einzelne Grab ist ein „Haus für die Ewigkeit“. Deshalb unterscheiden sich die jüdischen Gräber und Friedhöfe von christlichen. Die jüdischen Gräber bleiben völlig unangetastet, das heißt sie dürfen niemals neu belegt werden. Auch der Friedhof wird niemals eingeebnet.

Der Friedhof wird nicht intensiv gepflegt oder mit Blumen geschmückt, denn er ist ein Ort der Vergänglichkeit und der Unberührtheit. Die Steine, die oft auf Grabsteinen liegen, sind ein Zeichen der Verehrung des Lebenden für den Toten. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus dem Orient, wo der Leichnam im Sand begraben wurde. Das Grab musste dann mit Steinchen belegt werden, damit der Wind den Sand nicht fortwehen konnte.

Alle Grabsteine sind auf allen Friedhöfen nach Osten, in Richtung des Sonnenaufgangs und in Richtung Jerusalem ausgerichtet. Der Tote blickt also nach Jerusalem, wo am jüngsten Tag der Messias erscheinen wird. ........

Die Beschriftung der Grabplatten war in früheren Zeiten ausschließlich hebräisch......

https://www.tod-und-glaube.de/christentum.php

Das erneute Nutzen von Grabflächen ist dagegen bereits seit dem Mittelalter bekannt. Das unterscheidet die Christen deutlich vom Judentum und Islam, wo ewige Gräber vorgeschrieben sind. Christen stellen zur Erinnerung an den Verstorbenen Grabkreuze oder Grabsteine mit christlichen Symbolen auf dem Grab auf. Wichtig ist auch die Anbringung des Namens. Für Katholiken sind neben dem Grabkreuz auch die Leuchte und das Gefäß mit Weihwasser Zeichen des Gedenkens.

Auf dem jüdischen Grabstein ist ein Davidstern und die Schrift kann Hebräisch sein.

Auf dem Christlichen Grabstein kann ein Kreuz usw. eingemeiselt sein.

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