Juden,Christen und Muslime leben friedlich zusammen?

14 Antworten

Solches friedliche Miteinander waren immer nur die Erholungsphasen zwischen zwei Attacken. Hin und wieder kam es auch vor, daß man sich für einige Zeit an das Motto hielt "schlagt euch selbst die Köpfe ein, wir haben momentan anderweitig zu tun".

Außerdem ist bei diesem Thema Religion, Politik und wirtschaftliches Gewinnstreben kaum auseinanderzuhalten. Unfriedlichkeit besteht auch, wenn ein Pseudofrieden dadurch erreicht wird, daß durch staatliche Gewalt (egal, ob von innen oder von außen) einer Seite schwer belastende Regeln aufgezwungen werden.

Daneben ist friedfertiges Verhalten sehr oft auch nur eine Frage der Mannschaftsstärke. Wer zahlenmäßig weit unterlegen ist, wird sich deutlich friedlicher verhalten als jemand, der zahlenmäßig stark ist und sich einen Sieg erhofft.

Die meisten Religionen haben bereits in ihrem (tatsächlich gelebten) Glauben verankert, daß alle nicht zu der betreffenden Religion Gehörige mindestens Gegner, wenn nicht Feinde sind. Vermeintliche Toleranz ist da kaum mehr als eine Phase der Unentschlossenheit.

Die mit unterschiedlichen Religionen einhergehenden Probleme verstärken sich umso mehr, je mehr Menschen es gibt, je enger diese zusammenrücken müssen und je weniger Resourcen es gibt, die für alle ausreichen. Clandenken wirkt zusätzlich verstärkend, und das besonders stark, wenn eine vom Glauben her nicht gewollte Vermischung droht.

Natürlich gibt es auch immer ein paar eingesprengte kleinere Bereiche, in denen tatsächlich ein friedliches Miteinander beobachtbar ist, wobei solche kleineren Bereiche auch schon mal einen ganzen Landstrich umfassen können, was dann aber keineswegs mit "ganze Welt" verwechselt werden darf.

Das wirkliche Konfliktpotential, also die essentielle Ursache, sehe ich jedoch in dem mit Religionen und anderen Ismen einhergehenden Hang zum Glauben and nicht Existierendes und an Unsinn diverser Art, wobei der Auslöser oder auch der Aufhänger von Konflikten immer ein Streit darüber ist, welcher Unsinn als Vernunft durchgehen soll.

Grundsätzlich ist es immer möglich, dass Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen, verschiedenen Kulturen oder Religionen angehören friedlich zusammen leben.

Über weite Strecke der Geschichte, über den grössten Teil der Erde ist das sogar die Norm, siehe Indien, Afrika, Indonesien, Malaysia, etc.

Das Problem ist, dass es manchmal Zündler gibt, die einen Vorteil daraus schöpfen, die Volksgruppen gegeneinander aufzuhetzen.

Man kann auchvöllig willkürlich Gruppen schaffen und gegeneinander aufhetzen, siehe Fussballfans zweier verschiedener Mannschaften...

Aber wenn es vordefinierte Gruppen gibt, dann ist es einfacher.

Juden waren immer in der Minderheit, unbewaffnet, und damit auf die Toleranz der umgebenden Gesellschaft und auf den Schutz des Staates angewiesen...

Leider hat der Staat den Schutz nicht immer gewährt, sondern ist oft selbst zum Verfolger geworden, weil der Fürst sich daraus einen Vorteil versprach...

Heut gibt's gemessen in Relation zur Bevöljerungsentwicklung wahrscheinlich nicht mehr Konflikte als im Mittelalter zudem ist ja nicht jeder Konflikt wo Christen und Muslime beteiligt sind ein religiöser.

Die Islamische Gesellschaft hat einfach die Aufklärung und Industrialisierung verpennt damit haben die christlich geprägten Nationen denn Islam einfach eingeholt und überholt

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