Judenbuche-Altes Neues Testament?

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2 Antworten

Die Judenbuche beginnt mit folgenden Zeilen:

"Wo ist die Hand so zart, dass ohne Irren Sie sondern mag beschränkten Hirnes Wirren, So fest, dass ohne Zittern sie den Stein Mag schleudern auf ein arm verkümmert Sein? Wer wagt es, eitlen Blutes Drang zu messen, Zu wägen jedes Wort, das unvergessen In junge Brust die zähen Wurzeln trieb, Des Vorurteils geheimen Seelendieb? Du Glücklicher, geboren und gehegt Im lichten Raum, von frommer Hand gepflegt, Leg hin die Waagschal’, nimmer dir erlaubt! Lass ruhn den Stein – er trifft dein eignes Haupt! "

Das Symbol des Steines ist eine Anspielung auf eine Bibelstelle des Neuen Testamentes (Joh. 8) (Jesus und die Ehebrecherin Dann gingen sie alle nach Hause. Jesus aber ging zum Ölberg. Am nächsten Morgen kehrte er sehr früh zum Tempel zurück. Alle Leute dort versammelten sich um ihn. Er setzte sich und sprach zu ihnen über den Willen Gottes. Da führten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu Jesus: ‚Lehrer, diese Frau wurde ertappt, als sie gerade Ehebruch beging. Im Gesetz schreibt Mose uns vor, dass eine solche Frau gesteinigt werden muss. Was sagst du dazu?’ Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen, um ihn anklagen zu können. Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nicht aufhörten zu fragen, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: ‚Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!’ Dann bückte er sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das hörten, zog sich einer nach dem anderen zurück; die Älteren gingen zuerst. Zuletzt war Jesus allein mit der Frau, die immer noch dort stand. Er richtete sich wieder auf und fragte sie: ‚Frau, wo sind sie geblieben? Ist keiner mehr da, um dich zu verurteilen?’ ‚Keiner, Herr’, antwortete sie. Da sagte Jesus: ‚Ich verurteile dich auch nicht. Du kannst gehen; aber tu diese Sünde nicht mehr!’)

Einer nach dem anderen merkt, dass er selbst ebenfalls schon mindestens eine Sünde begangen hat bis letztlich keiner mehr da ist um die Ehebrecherin zu verurteilen. Das Gedicht behauptet ebenfalls, dass keiner von uns ohne Sünde ist, und also auch nicht das Recht haben, Friedrich (er ist mit dem „arm verkümmert Sein“ gemeint) zu verurteilen.

http://www.abipur.de/referate/stat/648269164.html

Es handelt sich bei der "Judenbuche" von Annette von Droste-Hülshoff um kein Bibelzitat. Es handelt sich um eine mit hebräischen Buchstaben in die Buche eingeritzte Inschrift.

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Judenbuche

Eine Delegation der Juden des Dorfes kauft die Buche, unter der Aaron gefunden wurde, und ritzt mit hebräischen Schriftzeichen in deren Rinde den Satz „Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.“

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