Juden im Osmanischen Reich. Welche Positionen hatten sie?

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7 Antworten

Die Juden hatten als eine abrahamische Religionsgemeinschaft, bzw. eine Religion des Buches wie es bei den Muslimen hieß einen relativ hohen Status. In der frühen Phase des Reiches dienten Juden auch oft in Staatsämtern. Vor allem in der Diplomatie und als Steuereintreiber des Sultans. Dies waren zunächst "einheimische" Juden die schon vor den Osmanen auf diesen Gebieten gelebt hatten. Ihre Zahl stieg im 15. Jahrhundert. Zunächst durch den Zuzug von Azkenashi Juden aus Nord-Ost Europa die den Progromen entfliehen wollten und später durch die Sehphardischen Juden, die von den Spaniern vertrieben wurden. Die Juden gaten als Geschäftstüchtig und erfüllten wichtige Bedürfnisse im Handel und im Finanzwesen. Daher wurden sie von den Sultanen auch oft umgesiedelt um die wirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Regionen zu befördern. So wurden z.B. viele der Sephardischen Juden in Saloniki (heute Thessaloniki) angesiedelt, da man diese Stadt als regionale Hauptstadt entwickeln wollte. Aber auch in vielen besetzten Gebeiten wurden die Juden von den Osmanen gerne gesehen, da man ihnen mehr vertraute als den einheimischen Christen der besetzten Gebiete.

Im 19. Jahrhundert wurde der Einfluss der Juden aber geringer. Im Handel wurden sie bald von den Griechen verdrängt, die im Internationel Handel ein besseres Netzwerk hatten als die Juden. Zudem hatten die meisten Juden in den europäischen Territorien des Reiches gesiedelt. Nachdem diese verloren wurden, wurden diese zu Untertanen der neuen Mächte. Zudem kam es in den arabischen Provinzen des Reiches zu immer mehr antisemitischen Übergriffen durch die arabische Bevölkerung.

Diese Progrome gingen zjnächst von den christlichen Arabern aus, wurden aber bald vom islamischen Teil der Bevölkerung aufgegriffen. Nach 1865 kam es auch im übrigen Reich verstärkt zu antisemitischen Übergriffen. In diesem Jahr verkündete der Sultan die Gleichstellung aller Volksgruppen im Reich. Zuvor hatten Minderheiten wie die Griechen und die Armenier mehr Rechte und Status genossen. Zudem wurden die Juden auch in den Provinzen Opfer der entstehenden nationalistischen Bewegungen, wie zum Beispiel in Tunesien und Libyen.

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Welche Europäer sollen denn die Juden aus dem Osmanischen Reich vertrieben haben???? Oder wie sollen wir Deine Frage verstehen?

Tatsache ist natürlich, dass die wenigen Judeen, die in islamischen Ländern leben oder lebten, in der Regel am Rande der Gesellschaft stehen/standen und oft verfolgt werden/wurden - kein Wunder, wenn man den Koran kennt.

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Kommentar von Mert42
15.10.2011, 16:22

Siehe meine Antwort

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Kommentar von Callavera
16.10.2011, 10:33

Er meint die Spanier nach der Reconquista.

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Das Osmanische Reich war ein Demokratisches Imperium. Es hat Gebiete erobert zwar auch mit bisschen gewalt aber wie willse ein gebiet erobern ohne? willse gehn und sagen: "HI euer gebiet gehört jetzt uns also haut ab" XD das geht nicht. Die Osmanischen krieger hatten auch die Frauen und Kinder verschont. Die menschen die auf den gebieten gelebt haben, die vom Osmanischem Reich erobert wurden wurden auch nicht gezwungen den Islam zu Leben oder gar die Osmanische sprache zu sprechen.Das Osmanische Reich hatte seine Türe für alle religionen und glaubensbekenntnisse sowie ausländer offen.

das von meiner seite.

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Wann wurden denn vor 1918 Juden aus Deutschland bzs. Europa "vertrieben" und wohin?

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Kommentar von Mert42
15.10.2011, 16:23

Sie meine Antwort!

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Die Juden waren unter den Osmanen dhimmis, d.h. geduldete Andersgläubige (keine Moslems).

Sie mussten eine besondere Schutzsteuer zahlen, genossen dafür aber den Schutz des Sultans.

Sie waren mit ihren Qualifikationen sehr willkommen.

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Man, die Juden wurde doch im 15. Jahrhundert aus Spanien systematisch vertrieben. Das Osmanische Reich, war das einzige Land/Reich, welche die Juden aufgenommen hatten. Lest selbst -.- Und meine Frage ist jetzt, was für Positionen sie hatten. Wahlrecht, irgendwelche Standard Berufe halt...

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Normale Menschen !

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