Johanniskraut - positiver Ruf berechtigt?

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5 Antworten

Der positive Ruf ist bestimmt zum Teil berechtigt. Johanniskraut ist ein pflanzliches Heilmittel, das sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann. Man sagt ihm nach, dass es entspannt und Depressionen hemmt sowie Angst und Aggressionen entgegenwirkt. Viel ist darüber leider nicht nachgewiesen, doch soll es sich günstig auf den Serotoninspiegel im Gehirn auswirken (der für die emotionalen Prozesse ja mit verantwortlich zu machen ist) und entzündungshemmend für den Magen-Darm-Bereich wirken. Während einer Schwangerschaft sollte man es allerdings nicht einnehmen(!), auch bei Kindern sollte man dies nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt tun. Nebenwirkungen - die Licht- bzw. Photosensibilität kennst Du ja, wie Du schreibst - sind sonst kaum bekannt, gelegentlich halt leichte Übelkeit und Magenbeschwerden. Vielleicht noch daran denken, dass Johanniskraut die Wirkung bestimmter Medikamente abschwächen kann (Medikamente zur Blutverdünnung [z.B. Marcumar], das Herzmittel Digoxin und Theophyllin bei der Asthmatherapie!). Auch die Empfängnisverhütung durch die Pille soll unter Johanniskrauteinnahme nicht so sicher sein (aber das weißt Du ja auch bereits)...

Also, ich habe mit Johanniskraut recht gute Erfahrungen gemacht. ES dauert aber eine Weile bis es richtig wirkt, deswegen ist es auch nicht zu empfehlen es nach 3-4 Wochen abzusetzen und dann wieder von vorne damit anzufangen. Richtig wirken kann es sowieso nur bei Therapietreue. Manchmal braucht man ein wenig Geduld. Aber ich würd's auch nicht ewig nehmen, sondern nur in bestimmten Phasen, wenn man sich beispielsweise besonders beansprucht fühlt und nicht mehr zur Ruhe kommt.

Wenn Du Dich mal mit der Zulassungsstelle auf EU-Ebene beschäftigst kommst Du auf Gedanken, wieso Frankreich das verboten hat(te).

Es geht um Geld. Viel Geld. Das die Pharmaindustrie mit Medikamenten macht.

Und es geht um Macht. Denn wer daran gewöhnt ist, wegen jedem Pfurz zum Arzt zu gehen, lässt sich leicht manipulieren. Johanniskraut nun gehört zu den Kräutern, für welche die Pharmaindustrie Umengen "Ersatz" erfunden hat. Natürlich wirken diese Pillen dann anders, manche machen fein abhängig. Schon ist ein Mensch steuerbar.

Natürlich kann Johanniskraut auch süchtig machen. So süchtelnde Menschen wie mich zum Beispiel. Bei mir dauerte das gerade mal drei Tage, dass ich mehr wollte. Also lass ich die Finger davon. Also Dosierung einhalten, wenn sie erhöht wird absetzen.

Genusssucht 08.12.2010, 12:35

Danke, der Hinweis auf die Pharmaindustrie ist sehr hilfreich :)

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was die gründe für ein verbot sein könnten, weiß ich nicht, kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es wirklich so ist.. johanniskraut hat aber den vorteil, dass es beruhigt,aber nicht müde macht, wie bei baldrian.

Also von Abhängigkeit und der Möglichkeit des Abhängigwerdens bei Johanniskraut habe ich noch nie etwas gehört ... ich werde mal in meinen Kräuterbüchern stöbern, sollte ich etwas finden, dann hänge ich es hier als Kommentar an.

Bei allen Heilkräutern ... egal welchen ... gilt: man soll sie nicht "ewig und einen Tag lang" einnehmen. Unabhängig davon in welcher Form.

Heilkräuter sind, wie schon der Name sagt, Kräuter, die im Organismus etwas bewirken, und etwas heilen und/oder verbessern, stabilisieren.

Sie unterstützen den Körper dabei, die eigenen Heilkräfte aktivieren.

Kurz und gut: Heilkräuter die können sehr hilfreich sein, wenn man sie nicht überdosiert und nicht über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus verwendet.

Wie lange man die die einzelen Kräuter nehmen soll, das ist verschieden (kommt unter anderem auch auf die Beschwerden an, gegen die sie wirken sollen) und man kann es nachlesen.

Ich würde mal - so aus dem Bauch heraus - sagen, Johanniskraut nimmst du ungefähr drei/vier Wochen lang ... dann kommt eine ebensolange Pause und dann ... wenn du das möchtest, kommen wieder drei/vier Wochen ...

Und ... ja, das Jahanniskraut ist ein sehr nützliches und wirkungsvolles Kraut.

Allerdings gibt es ein Verordnung der EU ... und die macht es zunehmend schwierig (unter anderem weil zu teuer in der Befolgung: Test ... Studien ... blablabla ...) Heilkräuter auch weiterhin als solche offiziell zu benennen.

Vielleicht ist das mit ein Grund, warum Johanniskraut in Frankreich "verbannt" und "schlechtgeredet" wird.

Aber, eines ist noch ganz wichtig zu erwähnen:

Wenn Du im Zusammenhang mit der Einnahme und/oder Anwendung von (in diesem Falle) Johanniskraut eine negative Veränderung bemerken solltes (Haut ... oder anderes) ... dann solltest Du eine mögliche allergische Reaktion bedenken und vorläufig einmal sofort die Jahanniskraut Anwendung beenden.

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