Johannes 14:6/John 14:6 Bedeutung (Ungläubige in die Hölle)?

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8 Antworten

Hallo Peter2013,

ja, es stimmt, nur Christen kommen in den Himmel. Doch zunächst einmal sollte man bedenken, dass gem. der Bibel die Aussicht auf ein ewiges Leben für die meisten Menschen nicht mit einem Leben im Himmel, sondern mit einem Leben hier auf Erden verbunden ist. Die Aussage, "Alle guten Menschen kommen in den Himmel" stimmt also nicht. Vielen ist nicht bekannt, dass die Bibel an vielen Stellen von der Aussicht auf ein ewiges Leben in einem irdischen Paradies spricht. Stellvertretend für viele andere, möchte ich hier nur zwei Stellen erwähnen. Sie lauten:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29)

"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:5).

Wenn die Juden zu biblischer Zeit in den heiligen Schriften lasen, stießen sie dabei immer wieder auf Aussagen, die sich auf ein künftiges Leben auf der Erde bezogen. Die Hoffnung auf ein Leben im Himmel war ihnen völlig unbekannt. Damit wurden sie erstmals konfrontiert, als Jesus Christus davon sprach, z.B. als er zu seinen Jüngern sagte: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.  Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:2,3). Mit dem "Hause meines Vaters" meinte Jesus natürlich den Himmel und er sagte unmissverständlich, dass er seine damaligen Jünger dorthin holen werde.

Doch zeigt die Bibel auch, dass nicht alle Jünger Jesu Christus automatisch die Hoffnung haben, einmal mit ihm im Himmel zu sein. Sie spricht von "Auserwählten" und "Berufenen", deren Zahl begrenzt ist (Kolosser 2:3, Römer 1:6). Jesus sagte einmal mit Blick auf diese "Auserwählten": "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). In der "Offenbarung" wird sogar die genaue Zahl dieser "kleinen Herde" bekanntgegeben: 144.000 Personen (siehe Offenbarung 7:4 und 14:1).

Warum ist aber die Anzahl der zu himmlischen Leben Berufenen überhaupt begrenzt? Weil diese Personen im Himmel eine besondere Aufgabe zu erfüllen haben; zusammen mit Jesus Christus bilden sie eine himmlische Regierung, in der Bibel auch "Gottes Königreich" genannt. Wie bei jeder anderen Regierung auch, können ihr nicht alle Bürger angehören, sondern nur eine begrenzte Auswahl geeigneter Personen. Diese himmlische Regierung wird über gehorsame Menschen hier auf der Erde regieren. Darüber schreibt die Offenbarung: "...mit deinem [Jesu Christi] Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft,   und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:9,10).

Welches sind aber einige Voraussetzungen dafür, dass jemand in den Himmel gelangen kann? Zum Beispiel muss jeder, der einen Platz im "Königreich der Himmel" bekommt, mit Jesus Christus in den "neuen Bund" und in den "Bund für ein Königreich" aufgenommen werden. Jesus sagte beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: "Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben;   und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt (Lukas 22:29-30). Nach Jesu Worten wird nur jemand in diesen Bund aufgenommen, der "in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten" hat, d.h. jemand, der ähnliche Erprobungen des Glaubens wie Jesus durchgemacht und in ihnen, ebenso wie er, standgehalten hat.

Eine weitere Voraussetzung für das himmlische Leben ist die Wiedergeburt. Das geht aus folgenden Worten Jesu hervor: "Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen" (Johannes 3:3). Auf das Thema "Wiedergeburt" näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Antwort ganz sicher sprengen. Doch sei hier nur soviel gesagt, dass die Wiedergeburt eine unabdingbare Voraussetzung für die Berufung zu himmlischem Leben ist.

Wie diese biblischen Darlegungen gezeigt haben, steht ein Leben im Himmel wohl den meisten Menschen nicht in Aussicht. Andererseits wird das am Anfang beschriebene Leben in einem Paradies auf Erden sehr vielen Menschen offenstehen, denn über die Auferstehung zum Leben hier auf der Erde heißt es in der Bibel: "Und ich [der Apostel Paulus] habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird (Apostelgeschichte 24:15). Zu diesen "Ungerechten" zählen all die Menschen, die in ihrem früheren Leben nicht die Möglichkeit hatten, Gott wirklich kennenzulernen. Nach ihrer Auferstehung bekommen sie jedoch die Chance dazu. Wenn sie sie nutzen, dann steht ihnen das verheißene ewige Leben in Aussicht. Dann wird sich die folgende alte Prophezeiung aus einem Psalm erfüllen:"  Denn die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden" (Sprüche 2:21).

LG Philipp

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Grüß Dich Peter2013!

Jesus war ein Mensch. Ich will jetzt aber nicht die Trinität diskutieren, die in sich widersprüchlich ist und so nicht funktioniert.

Wenn Jesus sich selbst als die Wahrheit und Leben betrachtet, dann heißt das, dass nur wer an ihn glaubt Wahrheit findet und nur so ein wahrhaftiges Leben führen kann. Aber ein Mensch. der solches von sich behauptet, maßt sich doch etwas an, was ihm nicht zusteht. Wir Menschen sind voller Fehler und besitzen nicht die absolute Wahrheit.

Jesus ist damit auch der Meinung, das man nur dann, wenn man an ihn glaubt zum Vater kommt. "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich."

Vater, das ist Gott, als Person gesehen. Wenn heute sowas ein Guru sagen würde, dann könnte man ihm attestieren, das er irgendwie nicht richtig im Kopf ist.

Was den Himmel betrifft, dann muss ich fragen: wo ist der denn? Astronauten und Astronomen haben keinen gefunden.

Aber unabhängig davon kann doch gesagt werden:

Jeder Mensch kann Ratgeber auf Zeit sein und damit Wege eröffnen, die ihm helfen, seine Zufriedenheit im Leben zu finden und sich damit lebendig zu fühlen. Dafür muss man nicht Jesus sein und an die überhöhten Attribute glauben, die das Christentum ihm attestiert. Insofern steckt in jedem Rat eine Wahrheit. Aber es bleibt die Wahrheit jedes Einzelnen. Jeder muss sie für sich mühsam erarbeiten und es bleibt nur seine Wahrheit. Und die ist im Leben veränderbar.

Was heute geglaubt wird, muss schon morgen nicht mehr stimmen. Und daher erfordert die Wahrheit immer auch Entscheidungen und eine ständige Suche danach, die jeder mit seinen Folgen zu verantworten hat.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von Peter2013
11.02.2017, 13:20

Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, einer Tatsache oder einem Sachverhalt = Wahrheit. Es gibt nur 1 Wahrheit...

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Die Bibel spricht von einem  Paradies auf der Erde, wo Menschen ewig leben können, wenn sie den Willen Gottes tun und das Loskaufsopfer Jesu auf sich anwenden. 

Menschen sind für ein Leben auf der Erde geschaffen und dort hätten sie ewig leben können, wenn ihnen nicht der WEg zum Baum des Lebens versperrt worden wäre. (1. Mose 2:9) (1. Mose 3:22-24)

Die Anzahl der Menschen, die von der Erde erkauft sind, beträgt 144.000, gem. Offb. 7:4

Zum Vater JHWH (deutsch: "Jehova" seit Jahrhunderten gebräuchlich) kann man nur in ein gutes Verhältnis kommen, wenn man erkennt, daß man unvollkommen und sündig ist und das Loskaufsopfer Jesu nötig hat. Insofern ist die Aussage Jesu "niemand kommt zum Vater, denn durch mich" 

Es hat nichts damit zu tun, wer in den Himmel kommt oder nicht. Eine buchstäbliche "Feuerhölle" gibt es allerdings nicht.

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Die kirchliche Welt nimmt den Vers fast immer wörtlich und postuliert, dass man nur durch den persönlichen Glauben an Jesus "zum Vater" kommt.

Jesus könnte aber eher gemeint haben, dass die Menschen dann geistig Fortschritte machen, wenn sie dem Christus-Vorbild in ihrem eigenen Leben wahrhaft nachfolgen.

Wie könnte man das tun? Indem man die Wahrheit, die von Jesus in der Bergpredigt postuliert wird, zur eigenen Lebenswahrheit, also zur eigenen Lebesmaxime macht.


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Die MacArthur-Studienbibel kommentiert Johannes 14,6: "Das ist Jesu sechste »Ich bin« - Aussage im Johannes - Evangelium (s. 6,35; 8,12; 10,7.9; 10,11.14; 11,25; 15,1.5). Als Antwort auf Thomas' Frage (V. 5) erklärt Jesus, dass er der Weg zu Gott ist, weil er Gottes Wahrheit ist (1,14) und das Leben Gottes (1,4; 3,15; 11,25). In diesem Vers wird nachdrücklich betont, dass Jesus der einzige Zugang zum Vater ist. Zu Gott gibt es nicht viele Wege, sondern nur einen - Jesus Christus (10,7-9; vgl. Mt 7,13.14; Lk 13,24; Apg 4,12)."

Ein paar weitere Gedanken dazu:

Alle Menschen sündigen in Worten, Taten und Gedanken: "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns" (1. Johannes 1,8).

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Römer 6,23).

Unsere Sünde trennt uns vom heiligen, reinen und gerechten Gott. Die Bibel bietet aber auch die Lösung für unser Problem der Sünde an: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Gott kann über die Sünde nicht einfach hinwegsehen. Es muss eine Strafe, ein Opfer für die Sünde geben. Deshalb ist Gott in Jesus Christus Mensch geworden, um zur Vergebung unserer Sünden am Kreuz zu sterben: "Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,1-2).

Der Grund dafür war Liebe: "Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde" (Johannes 15,13).

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Doch Gott drängt sich niemandem auf. Er möchte, dass wir uns freiwillig für oder gegen ihn entscheiden - mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen...

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Natürlich bedeutet dies das was du vermutest. Welchen Sinn würde es für eine Religion (besonders wenn sie noch jung ist) machen wenn sie nicht propagieren würde nur durch sie die Erlösung finden zu können.

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"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben! Zum Vater kommt man nur durch mich." (Joh. 14:6)

Klingt zunächst so, als kämen wir durch Jesus in den Himmel. Dem Kontext nach betraf das in der Tat einige seiner Jünger. Die Zahl wurde jedoch auf 144000 begrenzt (Offb. 7:4).

Für die vielen Millionen mit irdischer Hoffnung geht es lediglich darum, wie wir zu Gott in ein Freundschaftsverhältnis gelangen können.

Wie sind die Israeliten Freunde Gottes geworden?

Ab Salomos Zeit musste man den Tempel als die von Gott erwählte Opferstätte anerkennen (5. Mose 9:29; 2. Chronika 6:32, 33).

Dieses Anbetungssystem bestand jedoch nur vorübergehend. 

Wie der Apostel Paulus schrieb, waren das Gesetz und die Opfer im Tempel ein „Schatten der künftigen guten Dinge, nicht aber das Wesen der Dinge selbst“ (Hebräer 10:1, 2). 

Der Schatten würde der Wirklichkeit weichen müssen (Kolosser 2:17). 

Seit 33 u. Z. kommt es nicht mehr darauf an, das Gesetz Mose zu halten. 

Das persönliche Verhältnis zu Jehova beruht nun vielmehr darauf, dass man demjenigen gehorsam ist, auf den das Gesetz verwies: Christus Jesus (Johannes 15:14-16; Galater 3:24, 25).

In seiner letzten Nacht machte Jesus seine Jünger mit etwas Neuem vertraut: 

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ 

Später gab er ihnen das beruhigende Versprechen: „Worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.“ (Johannes 14:6, 13, 14; 16:24).

Kruzifixe, Rosenkränze, Heiligenbilder stimmen den Schöpfer also nicht zugänglicher. Sie können nicht vermittelnd für uns eintreten. Das kann nur Christus.

Er tritt mit seinem Loskaufsopfer vermittelnd für uns ein, so dass wir die Hoffnung bewahren können, einmal ewig auf einer paradiesischen Erde leben zu können:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

Sogar die vielen bereits Verstorbenen werden das erleben können:

"Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [Gräber] sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens" (Joh. 5:28, 29)

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Kommentar von telemann2000
09.02.2017, 19:22

In der Regel spricht jemand seinen Freund nicht mit Vater an ....

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Kommentar von Aabaab
10.02.2017, 11:00

telemann2000, ich verstehe dich einfach nicht. Da bekommst du von OhNobody so eine wunderbar stärkende Antwort, die so logisch und auferbauend ist - und alles, was du dazu zu bemerken hast, ist, in den Krümeln zu suchen. 

Selbstverständlich sollte ein guter Vater der beste Freund seines KIndes sein, oder etwa nicht? 

("wider den Stachel zu löcken macht es hart für dich"....dieser Text ist dir sicherlich bekannt)

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Das bedeutet vor allem, dass "keiner" in den Himmel kommt (Joh. 3,13).

Wer Jesu glaubt, wird mit Ihm in Gottes Reich kommen (Röm.6,23), die "Ungläubigen" warten damit noch 1000 Jahre (Offb.20,5).

Dann kommen diese "vor Gericht" (Offb.20,12-15).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9; 17,1-6) wird dann ins Feuer geworfen sein (Offb.20,10).

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