Joggen trotz Asthma?

8 Antworten

Also mein Arzt meint ich soll joggen. Aber ich hab auch kein belastungsasthma. Ich würde einfach mal beim Arzt nachfragen

Da wäre ich mal sehr vorsichtig. Ich kämpfe selbst seit vielen Jahren mit dieser Krankheit und es gibt da keine Gesetzmäßigkeiten. Das Wichtigste beim Joggen ist, immer den Spray dabeizuhaben. Dann ein Handy und möglichst nicht in einem Funkloch sich aufhalten, damit im Notfall Hilfe herbeigerufen werden kann. Besser ist, rechtzeitig in einem Fitness-Studio, das im Gesundheitsbereich Erfahrung hat und Anwendungsberatung bietet (super: http://www.injoy.de). Dort mit gezieltem Aufbautraining beginnen. Dann ist es später im Freien einfacher und die Gefahr von Anfällen geringer. Auf jeden Fall ist aber das Joggen schon eine gute Sache. Ich würde auch mal einen Ostepathen aufsuchen, das hat mir sehr geholfen.

Ein wichtiges Phänomen der Atmung wird nicht beachtet

Die Fixierung auf Medikamente macht die Krankheit unverständlich. Sie müssen von Haus aus Nebenwirkungen haben. Ein Schlüsselphänomen bei der Atmung, nämlich der Druck im Bauchraum bei der Einatmung wird übersehen.

Der dominierende Glaube, wonach Asthma nicht eine funktionelle Störung mit primärer und keineswegs sekundärer Schädigung der Atemwege sein soll, ist doch geschwächt durch Forschung von Dr. Gwen Skloot. Sie entdeckte, daß eine Schwäche bei der Einatmung eine große Rolle bei Asthma spielt. Könnte man diese Schwäche krankengymnastisch überwinden, so wäre mindestens logischerweise dies ein wichtiger Fortschritt und könnte die übliche Theorie über das Primat der lebenslangen Medikamenteneinnahme entkräften.

Laut insbesondere japanischen Quellen wirkt eine Steigerung des Drucks im Bauchraum entspannend auf den Brustraum. Siehe den untenstehenden Passus aus Dr. med.T Nakamura „Das große Buch vom richtigem Atmen“, S. 94 bis 96.

Ich persönlich habe diese Praxis als eine sehr wirksame Methode gegen asthmatische Atemnot, z. B. bei dem derzeitigen Pollenflug, erlebt. Man läßt die Bauchmuskulatur arbeiten und die ersehnte Entspannung der Brust wird effektiv vermittelt. Die Frühlingsluft wird normal empfunden, da die Atmung angeregt wird. Siehe auch http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/OOO.doc für eine etwas ältere aber überzeugende wissenschaftliche Erklärung.

„Die Beziehung zwischen der Atmung und dem Druck im Bauchraum Je nachdem, ob der Atem nach dem Einatmen oder Ausatmen angehalten wird, herrscht Über- oder Unterdruck in der Lunge. Beides regt die Lungenbläschen an und löst einen neuen Atemzyklus aus. Das Atemanhalten überträgt sich auch auf den Bauchraum und beeinflußt die verschiedenen inneren Organe des Körper. Wir haben schon mehrfach angesprochen, welche Wirkung die Erhöhung des Drucks im Bauchraum auf die inneren Organe und den Blutkreislauf hat. Wie kann man diese Druckerhöhung erreichen? Wenn Sie abends im Bett liegen, strecken Sie ihre Beine ganz aus, bevor Sie einschlafen. Entspannen und sammeln Sie sich. Atmen Sie tief durch die Nase ein, halten Sie die Luft ein wenig an, und drücken Sie sie nach unten, während Sie langsam ausatmen. Beim Einatmen zählen Sie eins, beim Ausatmen zwei. Dieses Zählen der Atemzüge ist eine sehr wirksame Methode zur Ruhigstellung des Geistes. Durch das Zählen der Atemzüge wird ihre Aufmerksamkeit ganz auf den Atem ausgerichtet. Zählen Sie Ihre Atemzüge von eins bis vier - jeden Abend fünfhundert Runden. Für Atemzählübungen zu anderen Tageszeiten gelten die folgenden allgemeinen Anweisungen: 1. Atmen Sie durch die Nase ein, und tun Sie so, als wollten Sie die Luft in den Unterbauch hinunterdrücken. Dehnen Sie den Bauch und spannen Sie ihn etwas an. Verschließen Sie jedoch nicht die Kehle zum Valsalva-Atemhalten. Nehmen Sie sich zum Einatmen möglichst lange Zeit. 2. Halten Sie den Atem nach dem Einatmen zwei Sekunden lang an (ohne die Kehle zu verschließen), und atmen sie dann langsam aus. 3. Atmen Sie so langsam wie möglich vom Unterbauch her durch Oberbauch, Brust und Nase aus. Denken Sie beim Ausatmen daran, den Unterbauch ein wenig tiefer abzusenken als normalerweise, indem Sie seine Muskulatur leicht anspannen. 4. Wenn die Ausatmung beendet ist, halten Sie den Atem an und zählen langsam bis vier. 5. Wiederholen Sie die Übung. Normalerweise werden auf diese Art vier Atemzüge pro Minute durchlaufen. Führen Sie die Übung 15-30 Minuten lang aus. Sie sollten dabei auf eine Zahl von 60-100 Atemzyklen kommen, bevor Sie ausruhen. Machen Sie es sich zur Regel, diese Übung dreimal am Tag (für je 15-30 Minuten) auszuführen. 6. Man kann bei dieser Übung stehen, auf einem Stuhl sitzen oder sich in voller Länge auf dem Boden ausstrecken. Man kann auch herumgehen oder auf dem Boden sitzen. Ist die Übung erst einmal in Fleisch und Blut übergegangen, kann man sie sogar beim Stricken oder bei der Küchenarbeit, im Büro oder beim Lesen weiterführen. Aber was Sie auch tun, denken Sie stets daran, sich geradezuhalten. Wenn Sie gehen, dann gehen Sie mit gleichmäßigem und mittelweitem Schritt. Halten Sie beim Sitzen den Kopf gerade, und lassen Sie den Blick unfokussiert schräg nach unten gerichtet ruhen. Legen Sie die Hände ineinander auf die Oberschenkel, und gebrauchen Sie sie zum Zählen der Atemzyklen, wozu Sie eine Art Rosenkranz mit einer bestimmten Anzahl von Holzperlen verwenden können. Beim Stehen sollen die Arme flach am Körper anliegen. Wenn Sie liegen, strecken Sie die Beine ganz aus, und legen Sie die Hände auf den Unterbauch. Anfänger müssen darauf achten, ob sie die Bauchmuskulatur optimal einsetzen. 7- Der Oberkörper muß bei dieser Übung entspannt sein. Die Hals, Kopf-, Gesichts-, Schulter-, Brust- und Handmuskulatur muß ganz locker sein. Man konzentriere sich ganz auf Bauch und Lenden. Wer diese Regel nicht beherzigt, könnte plötzlichen Blutandrang zum Kopf oder Schwindel erleben. Der Unterbauch soll während der Übung unter beständigem leichtem Druck gehalten werden. Herbeigeführt wird dieser Druck durch die Arbeit von Zwerchfell, Bauch-, Lenden- und Rückenmuskulatur. Der Druck konzentriert sich mehr und mehr in der Körpermitte, zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel und der Mittellinie des Körpers. Er ist proportional der Entspannung im Oberkörper. Der erhöhte Druck im Bauchraum wirkt ausgleichend und harmonisierend auf die verschiedenen Nervengeflechte und Nervensysteme und erzeugt im ganzen Körper ein Gefühl von Ausgeglichenheit und Koordination. Natürlich überträgt sich all das auch auf das Gehirn, und hier besonders auf die sensorischen Bereiche. Alle Wahrnehmungsfunktionen werden aktiviert, was wiederum für das Gedächtnis von entscheidender Bedeutung ist. Zugleich wird auch das Gefühlsleben tiefer und stabiler, und die sinnvolle Koordination aller Funktionen im Körper führt zu einer Festigung des Willens. Deswegen sagt man auch, der Druck im Bauchraum sei die physiologische Basis eines gereinigten Willens. Fassen wir das Wichtigste noch einmal zusammen: Das Ausatmen soll stets länger dauern als das Einatmen. Jeder Atemzyklus soll voll und ruhig ausschwingen. Die Druckveränderungen beim Ein-und Ausatmen sollen einem rhythmischen Muster folgen. Wo nicht anders vermerkt, soll durch die Nase geatmet werden. Denken Sie stets daran, daß der Körper gestreckt und gerade sein soll, wenn Sie Atemübungen machen -gleich ob Sie stehen, sitzen oder liegen. Während der Übungen ist der Brustkorb zu entspannen; die Kraft geht von den Lenden aus. Der Oberkörper soll sich weder nach vorn oder hinten noch zur Seite neigen. Der Kernpunkt der Therapie ist, die Bauchmuskeln durch die Ausatmung zu kräftigen. Spannen Sie diese Muskeln mit aller Kraft an, während Sie langsam durch die Nase ausatmen. Spannen Sie dabei den After an. Die Bauchmuskeln können so zu ihrer vollen Kapazität auf trainiert werden.“

Mit freundlichen Grüßen, Richard Friedel, 82319 Starnberg, Mühlbergstraße 3 08151744409 s3e0101@mailin.lrz-muenchen.de

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