Joggen als Konditionstraining für Anfänger gefährlich?

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11 Antworten

Hi,

bin selber seit zig Jahren Joggerin mal mehr mal weniger, aber man sollte einiges als Anfänger beachten.

Erwarten Sie keine Wunder. Ihr Körper benötigt Zeit, um sich an das Training zu gewöhnen. Wöchentlich dreimal 30 Minuten ohne Pause zu laufen, lautet das anfängliche Trainingsziel. Dafür müssen Sie erst die Grundlagen schaffen, wenn Sie länger keinen Sport getrieben haben. Also haben Sie Geduld.

Steigern Sie Ihr wöchentliches Trainingspensum langsam. Was Sie sich langsam aufbauen, verlieren Sie auch langsam, wenn Sie eine zeitlang nicht trainieren. Verzichten Sie deshalb auf Crash-Kurse und kurzfristige Erfolgsversprechen. Denn schnelle Erfolge sind nach Trainingspausen auch genauso schnell wieder weg. Medizinische Untersuchung ist nicht nur für Anfänger ratsam

Laufen und Joggen ist gesund. Also einfach loslaufen, dann kann ja nichts mehr schief gehen. Denkste. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, bei denen ist eine vorherige sportärztliche Untersuchung unbedingt zu empfehlen. Gerade wenn Sie das Joggen anfangen, ist ein solcher Check-up ratsam.

Wenn eine oder mehrere der folgenden Faktoren auf Sie zutreffen, ist ein medizinischer Check Pflicht:

Sie sind älter als 35 Jahre und haben länger keinen Sport getrieben. Sie haben orthopädische Probleme beispielsweise einen Bandscheibenvorfall. Sie hatten bereits einen Herzinfarkt. Sie hatten schon mal einen Schlaganfall. Sie haben Übergewicht (BMI > 30). Sie leiden unter Diabetes. Sie sind langjähriger Raucher. Sie haben beim Gehen oder Laufen Schmerzen in den Beinen.

Was gehört zu einer sportmedizinischen Untersuchung?

Im Rahmen der Anamnese sollten Sie Ihre sportlichen Ziele und ihr Lauftraining mit ihrem Arzt besprechen und eventuelle Vorerkrankungen abklären. Dann wird der Arzt Ihre körperliche Sporttauglichkeit überprüfen und ein EKG erstellen, um Ihre Herzfunktion zu prüfen. Auch die Ermittlung von Blutdruck und Ruhepuls gehören dazu.

Empfehlenswert ist auch, ein Blutbild erstellen zu lassen. Damit werden beispielsweise Blutfettwerte, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel gemessen. Aber auch ein eventueller Nährstoffmangel kann so frühzeitig entdeckt werden. Lauftraining für Anfänger

Sobald der Arzt grünes Licht gibt, steht dem Lauftraining nichts mehr im Wege. Theoretisch zumindest. Ein paar Fragen bleiben noch offen. Wann und wo soll ich laufen? Wie schnell soll ich laufen? Und vor allem, was ziehe ich an?

Die richtige Trainingszeit gibt es nicht. Laufen Sie dann, wann Sie dafür Zeit haben. Empfehlenswert ist morgens vor der Arbeit. Da ruft noch keiner an, man verabredet sich nicht und geht auch nicht ins Kino. Aber entscheiden Sie selbst.

Jetzt müssen Sie noch eine geeignete Laufstrecke finden. Optimal sind weiche Waldwege, weil Ihr Körpergewicht hier zusätzlich abgefedert wird. Aber auch in Parks oder auf Schotterwegen können Sie getrost laufen. Zur Not geht auch eine asphaltierte Strecke. Es ist letztlich eine Frage der richtigen Dämpfung in Ihren Laufschuhen. Weil Natural Running in aller Munde ist, möchten wir Ihnen aber als Anfänger raten, erst einmal 8 bis 10km durchzulaufen, bevor Sie sich dieser Technik annehmen. Natural Running basiert darauf, dass Ihre Muskeln Ihre Füße alleine stabiliseren können - aber als Anfänger sind diese noch deutlich zu schwach für diese Anstrengungen entwickelt. Gehen ist keine Schande

wenn Du mehr wissen willst, siehe Link

http://www.joggen-online.de/trainingsplaene/trainingsplan-fuer-anfaenger/trainingsplan-fuer-anfaenger.html

Hilfsbereit2011 25.10.2012, 09:36

Vielen Dank, das gibt einen Stern :)

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kami1a 14.11.2012, 09:43
@Pifendeckel

Der Mensch ist der beste Langstreckenläufer der Erde und da jedem Tier überlegen.Berühmt sind die Tarahumara als Langstreckenläufer. Laufen nimmt in ihrer Kultur einen hohen Stellenwert ein, sie bezeichnen sich selbst als Rarámuri (‘Die, die schnell rennen’). Traditionell betreiben die Tarahumara die Hetzjagd (auch Ausdauerjagd) auf Wildtiere (wie z. B. Hirsche, Rehe),[3] die sie im Dauerlauf die Berghänge hinaufjagen, bis diese erschöpft niedersinken und mit bloßen Händen erwürgt werden können, sowie die religiöse Jagd auf den Blauen Hirsch (Peyote). Auch heute gibt es Tarahumara, die – ob nun zur Jagd oder auf Wettrennen – bis zu 170 km durch raue Schluchten laufen, ohne anzuhalten. Die Berge der Sierra zwangen sie seit jeher zu ausgedehnten Fußmärschen. Im Laufe der Zeit entwickelten sie auf diese Weise immer mehr Ausdauer. Ohne Probleme bewältigen sie Strecken über 300 km, barfuß oder höchstens mit Sandalen (Huaraches). Der Rekord liegt bei 700 km in 48 Stunden. Der Mensch war immer schon ein Jäger und immer schon ein Läufer, der Mensch konnte und kann immer noch seine Beute zu Tode hetzen. Kein anderes Säugetier ist dazu in der Lage 40 - 100 - 200 Km am Stück zu rennen! Wir schon!!

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Das Gute am Joggen und der Grund, warum man es auch Anfängern empfiehlt ist, dass man viel selber regulieren kann, also Geschwindigkeit, Dauer und Pausen. Wenn man aber natürlich nicht auf seinen Körper achtet, kann es schon sein, dass man sich damit überlastet, das gilt aber für fast jeden Sport. Walken ist weniger anstrengend für Kreislauf und Gelenke, andere empfohlene Sportarten findest du hier: http://gesundheit.kioskea.net/contents/forme-bien-etre/ Wiegesagt, man sollte immer den Rat mitgeben "Klein anfangen, langsam steigern und auf den Körper achten", da hast du völlig Recht. Viel Spaß beim weiter Sportmachen!

Das war bei mir vor 5 Jahren mal so. Ich habe über 25 kg. abgenommen und bin jetzt wirklich sportlich geworden. Joggen ist ungefährlich, aber damit man mit dem Joggen zurecht kommt solltest du jede Woche 1-2 Stunden Wandern, so entwickeln sich deine Muskeln und ertragen mehr. Bald kannst du auch länger joggen falls du viel wanderst. Wenn du 30 min. mit dem Joggen durchhalten kannst, dann sollst du mit dem Joggen weiter trainieren bis du dann länger und länger das Durchhaltevermögen in dir spürst. Die Muskeln müssen, bevor du loslässt, gedehnt werden. Muskeln müssen trainiert werden, genau das machst du mit dem Wandern.

Im Sternmagazin gab es dazu vor ein paar Monaten einen Artikel, dort war das Fazit, dass sich Anfänger meist zu viel zutrauen, eine falsche Körperhaltung haben und ungeeignete Schuhe benutzen (auch viele "Laufprofis" übertreiben es). Man muss den Körper langsam ans joggen heranführen, und langsam steigern. Man darf eben nicht immer gleich in die vollen greifen, wie es scheinbar viele zu Beginn machen.

Gefährlich direkt würde ich nicht sagen. Aber sich langsam zu steigern ist auf jeden fall sinnvoll! Wenn es dem Körper zu viel wird, signalisiert er das einem Ungeübten schon, zum Beispiel mit Seitenstechen, heftigem Atmen etc. Bevor jemand da wirklich umkippt, muss er schon einiges davon ignorieren. Gefährlich ist joggen bestimmt für Asthmatiker und andere Allergiker, die mit der Luftnot nicht zurecht kommen...

Laufen wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Man soll halt nicht einfach drauf los joggen, sondern übern, so wie Dein Arzt es Dir schon gesagt hat. Habe das Joggen vor 5 Jahren mit Lauftrainer richtig "lernen" müssen, und es ging wirklich mit 1 Minute Laufen 1 Minute Gehen los. Bis man sich langsam gesteigert hat, von mal zu mal mehr Minuten Laufen als Gehen, irgendwann dann halbe Stunde durchlaufen :) bis heute! Also JA es ist ein schlechter Rat, jemanden leichtfertig zu raten - geh joggen, dann nimmst Du ab.

Eigentlich ist joggen auch für ungeübte nicht gefährlich. Du bist nur am Anfang zu schnell gelaufen. Man sollte immer so laufen, dass man sich noch unterhalten könnte. Und am Anfang zwischendurch auch mal Gehpausen einlegen. So habe ich es jedenfalls gemacht. Und dann nach und nach gesteigert. Man sollte halt auf seinen Körper hören. Und wenn man dann anfängt zu hecheln und zu schnaufen, dann sollte man erkennen, dass man zu schnell unterwegs ist! Vor einem Halbmarathon wurde hier ein Selbsteinschätzungslauf angeboten. man sollte so laufen, wie man es für richtig hält. Am Ende wurde dann der Laktatwert gemessen. Der sollte dann unterhalb von 4 mmol/l liegen. Neben mir eine junge Frau hat den tatsächlich auf 8 mmol/l hoch geschraubt! Und auch Dieter Baumann beschreibt in seinem Buch, dass viele Hobbyläufer viel zu schnell unterwegs sind. Und wenn die ihn dann überholen würden, denken: Da ist doch was falsch. Ja da ist was falsch!!!

Es ist wie mit vielen Dingen. Es kommt auf ein gesundes Maß an. Wenn man langsam anfängt und die Belastung langsam steigert, ist das nicht schädlich. Wenn man aber sofort versucht persönliche Rekorde aufzustellen, ist jeder Sport wegen Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems gefährlich.

Nein, Joggen ist ungefährlich. (Wenn Du kein schwaches Knie, Herz oder ähnliches hast). Anfänger laufen generell viel zu schnell. Lauf langsam, mach Gehpausen zur Erholung. Dann immer weniger Pausen, und allmählich steigern.

Schwimmen belastet Anfänger im Allgemeinen weniger, aber auch hier werden am Anfang Pausen nötig sein.

Joggen direkt nicht.. Ich denke wenn man zu schnell beginnt. Sprich, schon am ersten Tag versucht 20 minuten durchzujoggen... Wenn man seine Leistung langsam steigert und in Etappen einteilt müsste das kein problem sein, denke ich ;)

Das kommt darauf an, in welchen Intervallen man joggt. Anfängern wird oft zu kurzen Laufintervallen mit längeren Gehpausen geraten. Je nach Steigerung der Kondition werden die Laufintervalle dann länger und die Gehintervalle kürzer.

Du hättest also auch als Anfänger joggen können, aber zuerst mit kurzen Laufintervallen anfangen müssen.

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