Wenn ich zu einem 450 € Job wechsele, unterstützt mich dann noch das Jobcenter?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Eine Unterstützung würde ggf.dann in Betracht kommen,wenn es eine enge familiäre Bindung geben würde,also Ehepartner / Elternteil / eingetragener Lebenspartner und dann müsste aber in der Regel die Notwendigkeit bestehen,also keine andere Möglichkeit bestehen die Pflege zu sichern und eine Pflegestufe von min. 2 würde dann in der Regel auch verlangt !

Selbst wenn die Pflegestufe 2 vorhanden wäre,ginge das Jobcenter davon aus das du noch ca. 6 Stunden am Tag arbeiten gehen könntest.

Das nur mal so am Rande.

Wenn ihr alleine lebt,also keine Kinder habt,dann würde deine Frau auf ihr Bruttoeinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll geltend machen können,dass würden dann 300 € sein.

Diese würden dann von ihren ca. 1400 € Netto abgezogen,es blieben ca. 1100 € anrechenbares Netto übrig.

Verdienst du 450 € Brutto wie Netto,dann stehen dir diese Freibeträge auch zu,dass würden dann zunächst die 100 € Grundfreibetrag sein,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % Freibetrag und von 1000 € - 1200 € Brutto sind es noch mal 10 % Freibetrag.

So würden dir dann von den 350 € Überschuss,die über den 100 € Grundfreibetrag liegen,20 % Freibetrag = 70 € zustehen,gesamt dann 170 €,dein anrechenbares Einkommen läge dann bei 280 €.

Ihr hätte dann zusammen ca. 1380 € anrechenbares Einkommen.

Euer Bedarf nach dem SGB - ll ,ALG - 2 ( Hartz lV ) würde dann so aussehen.

2 x 364 € = 728 € Regelsatz für euch beide,dazu dann die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und ggf.noch ein Mehrbedarf wegen einer Erkrankung,die dann einer besonderen Ernährung bedarf bzw.auch wenn erhöhte Fahrkosten wegen der Beschäftigung anfallen würden,könnte man einen Teil ggf.als Sonderausgaben geltend machen.

Trifft das aber nicht zu,dann würden von den ca. 1380 € die 728 € für den Regelsatz abgehen,es blieben dann ca. 652 € für die KDU - übrig und wenn ihr weniger zahlen müsstet,dann würde kein Anspruch bestehen und selbst wenn ihr mehr zahlen müsstet,würde die Angemessenheit der KDU - geprüft werden müssen.

Würde diese dann nicht angemessen sein,dann würde das Jobcenter diese in der Regel auch nur für weitere 6 Monate in tatsächlicher Höhe übernehmen,danach nur noch die angemessenen Kosten und wenn ihr nach der schriftlichen Aufforderung zur Kostensenkung nicht in eine angemessene Wohnung ziehen möchtet,dann müsst ihr die Differenz nach dieser Zeit selber tragen.

Es bliebe dann ggf. noch das Wohngeld,dazu gibt es im Internet kostenlose Rechner.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Doch das ist möglich. Der Gesetzgeber kennt Gründe, warum bei einem Arbeitslosen eine Arbeitsaufnahme nicht zumutbar ist. Analog dazu also auch eine Reduzierung der Arbeitszeit und Aufnahme von staatlichen Leistungen.

Einer dieser Zumutbarkeitsregeln ist eben die Pflege eines nahen Angehörigen, so dass Vollzeit und Pflege nicht im Einklang zu bringen ist.

Da die Formulierungen im Gesetz schwammig sind und das Jobcenter/Arbeitsagentur einen gewissen Spielraum hat, rate ich dringend vor der Kündigung Kontakt aufzunehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das meweiste wurde schon gesagt, da du nciht schreibst ob ihr dahiem lebende Kidner habt, wenn dies der Fall isz könnte auch unter Umständen stattdessen auch Kinderzuschlag stehen.

Falls ihr nciht verheiratet seit  ,denke daran ,das du bei einem 450€ Job nciht kv versichert etc bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"In deiner Familie"?

Wer ist denn das, der krank geworden ist. Sind keine anderen Menschen da, die sich auch darum kümmern könnten - abwechselnd?

Warum willst du nach nur 3 Monaten so krass die Arbeitszeit kürzen und staatliche Unterstützung (die du nicht erhalten wirst) beantragen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, du bekommst nichts. Man darf sich nicht mit Absicht ärmer machen und dann staatliche Leistungen abgreifen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jewi14
01.03.2016, 08:21

Doch im Einzelfall ist es möglich, der Gesetzgeber kennt wichtige Gründe, die dann nicht zu einer Sperre führen werden. Allerdings würde ich vorab so ein Vorhaben mit dem Amt besprechen.

Pflege eines nahen Angehörigen kann wichtiger Grund sein.

0

Was möchtest Du wissen?