Jobcenter sperrt Geld meiner Tochter von Maßnahme darf das man? Ist das erlaubt?

3 Antworten

Nimm Kontakt auf mit einer Arbeitsloseninitiative vor Ort. Wenn es keine gibt, mit einer Sozialberatung, google so mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, falls Deiner klein ist). Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare einen Beratungstermin.

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Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73). Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger beraten). - Während bis vor nicht langer Zeit telefonisch beraten wurde, muss man nun (nach Terminvereinbarung) dort persönlich erscheinen. Lies dazu:

Beratung nicht mehr am Telefon – Verein Arbeitslosen-Telefonhilfe berät nur noch persönlich – neues Abrechnungssystem ist schuls https://www.elbe-wochenblatt.de/2019/08/20/beratung-nicht-mehr-am-telefon-verein-arbeitslosen-telefonhilfe-beraet-nur-noch-persoenlich-neues-abrechnungssystem-ist-schuld/

Oder wenn Du in Hamburg wohnst, geh zur Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße. Da bekommst Du fachkundigen Rat von ehrenamtlich arbeitenden Anwälten, Richtern und Fachbeamten. Diese halten sich an die Schweigepflicht genauso wie frei praktizierende Rechtsanwälte. - Und falls erforderlich, setzen sie auch Schreiben für Dich auf oder schreiben direkt an die Gegenseite. - Google dazu mit öra hamburg dammtorstraße

An die Telefonhilfe wende Dich zuerst.

Wenn Du nicht in Hamburg wohnst, google zusätzlich mit Beratung für Arme plus Deinem Wohnort. In einigen Städten und Gemeinden gibt es spezielle Beratungsangebote, so wie in Hamburg, unter anderem zum Beispiel auch in Bremen.

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Auch kannst Du Dir vom Amtsgericht einen Beratungsschein holen für ein Erstgespräch bei einem Rechtsanwalt für Sozialrecht - lies dazu:

https://www.rechtsanwaltsgebuehren.de/Infos/BerHilfe.html

und

http://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe

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Über die Kürzung hast Du sicherlich einen Bescheid erhalten, gegen den leg Widerspruch ein. Der Widerspruch muss bis zu dem Datum, den Du im Bescheid findest, im Jobcenter eingegangen sein (Poststempel reicht nicht).

Damit die Frist eingehalten wird, leg erstmal Widerspruch ohne Begründung ein, die reichst Du zeitnah nach. Für die Begründung lass Dir helfen von der Arbeitsloseninitiative oder der Sozialberatung.

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A n f a n g

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Dein Absender

Datum

Einschreiben/Rückschein

Anschrift Jobcenter

Betreff: Aktenzeichen ... / Bescheid vom ...

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte ...

  • wenn Du den Namen des Sachbearbeiters kennst

gegen obigen Bescheid lege ich hiermit

  • jetzt mittig, geht hier nicht

W i d e r s p r u c h

  • jetzt wieder linksbündig

ein.

Begründung folgt.

Hochachtungsvoll

(Deine Unterschrift)

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E n d e

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Ich wünsche Dir viel Erfolg, auch dass Du rasch einen Beratungstermin bekommst, bei dem Dir geholfen wird.

Grundsätzlich darf das Jobcenter vieles, jedoch nicht alles.

Was in Eurem Fall richtig und falsch gelaufen ist, vermag ich so nicht zu beurteilen, da ich Deinen Text nur überflogen habe.

Das klingt alles nach einem ziemlichen Kuddelmuddel.

Ihr solltet Euch mit einer Arbeitslosenberatungsstelle vor Ort in Verbindung setzen oder alternativ dazu mit einem Fachanwalt für Sozialrecht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Beratungshilfe

Wenn das Jobcenter erst einmal in Vorleistung gegangen ist, obwohl der Tochter vorrangig andere Leistungen zugestanden haben, dann holt sich das Jobcenter dieses Geld im Normalfall durch einen Erstattungsantrag zurück.

Hast du denn ab September 2020 vom Jobcenter weiterhin Leistungen wie vorher für sie bekommen oder hat man diese anrechenbaren 147 € von den 247 € bei der Zahlung schon berücksichtigt ?

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