Würde mir das Jobcenter helfen?

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16 Antworten

Das sind doch bestimmt 500 € Netto,was hast du denn da Brutto ?

Für Wohngeld werden deine 500 € Netto nicht ausreichen um das Mindesteinkommen von 80 % deines Bedarfes nach dem SGB - ll ( ALG - 2 / Hartz lV ) zu erreichen.

Denn der würde dann bei min. 404 € Regelsatz für deinen Lebensunterhalt liegen + deine 340 € KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete),dass würden dann min. 744 € Bedarf ergeben und 80 % sind dann ca. 600 € pro Monat.

Dazu müsstest du die Wohnung aber schon angemietet haben und da wohnen.

Es bliebe dann nur noch das Jobcenter übrig,da könntest du ohne weiteres bei deinen Eltern ausziehen wenn du deinen oben genannten Bedarf mit deinem Einkommen selber decken könntest und dann könntest du noch eine Aufstockung beantragen.

Du kannst deinen Bedarf aber mit den 500 € nicht decken,deshalb müsstest du dem Jobcenter ( da du unter 25 bist ) nachweisen das du nicht mehr bei deinen Eltern wohnen kannst,es muss also ein wichtiger Grund vorhanden sein.

Das du mit deiner Schwester in einem Zimmer wohnen müsst würde ich als wichtigen Grund ansehen,also einfach mal beim Jobcenter einen Antrag auf ALG - 2 stellen und dazu gleich formlos die Kostenübernahme für eigenen angemessenen Wohnraum beantragen bzw.den allgemein den Auszug bei deinen Eltern.

Dazu solltest du zu deinem Antrag dann in einem formlosen Schreiben deine Situation darstellen,so wie du es hier auch gemacht hast und dann wartest du erst mal auf Rückantwort.

Sollte eine Ablehnung kommen legst du fristgerecht einen schriftlichen Widerspruch ein und machst mal einen Termin beim Jugendamt oder gehst da auf gut Glück mal vorbei.

Da legst du dann dein Problem dar,sie sollten dann normalerweise mal einen Hausbesuch machen um sich davon zu überzeugen und dann solltest du ggf.eine schriftliche Bestätigung fürs Jobcenter bekommen,dass es dir nicht mehr zugemutet werden kann weiterhin unter diesen Umständen zu leben.

629€ brutto.

Okey das werde ich machen hoffentlich klappt es vielen dank! 

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@HueLii

Wenn du die Zusicherung vom Jobcenter bekommen würdest,dann stünden dir die genannten min. 744 € an Bedarf zu,also 404 € Regelsatz + 340 € für deine Warmmiete !

Dann stünde dir auf deine 629 € Brutto zunächst dein Grundfreibetrag auf Erwerbseinkommen von 100 € nach § 11 b SGB - ll zu.

Von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge würden dann addiert,theoretisch von deinem Netto abgezogen,ergibt das anrechenbare Einkommen und das würde dann von deinem Bedarf abgezogen,der Rest stünde dir dann als Aufstockung zu.

Das würden bei 629 € Brutto dann erst die 100 € Grundfreibetrag sein und von den 529 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) Überschuss noch mal 20 %,also 105,80 € dazu.

Dein gesamter Freibetrag läge dann bei 205,80 €,abzüglich von deinen 500 € Netto würden das 294,20 € anrechenbares Einkommen ergeben.

Dir stünde dann eine Aufstockung von 449,80 € pro Monat zu,weil ja dein Bedarf bei min. 744 € liegen würde.

Aber dann wird dich das Jobcenter nicht in Ruhe lassen,sie werden dich dann zumindest auffordern dir noch einen Nebenjob zu suchen,wenn es mit einem höheren Einkommen bei deinem jetzigen AG - nichts wird,denn du bist dann verpflichtet deine Bedürftigkeit so gut es geht zu verringern oder am besten ganz zu beenden.

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Das ist die einzige Antwort die mir viel weiter bringt :)

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Also was sollte ich an ihrer Stelle machen? Lieber sein lassen?

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@HueLii

So vorgehen wie ich es dir geschrieben habe,Antrag stellen und bei Ablehnung Widerspruch und ggf.Hilfe vom Jugendamt in Anspruch nehmen !

Auf keinen Fall auf das hören was dir hier vorgeschlagen wurde,denn dann sitzt du da hast eine Wohnung und kannst dir nichts mehr zu essen kaufen.

Die U 25 Regelung trifft nicht nur auf die zu die bei ihren bedürftigen Eltern leben,also Hartz lV - beziehen,sondern auch auf die die U 25 sind und ihren Unterhaltsbedarf nach dem SGB - ll nicht aus eigenem Einkommen decken können.

Denn denen ist ja von Anfang an klar das sie ohne finanzielle Unterstützung vom Jobcenter nicht weit kommen.

Wenn du jetzt schon deine eigene Wohnung gehabt hättest und deinen Lebensunterhalt vorher selber bestreiten konntest und jetzt durch Kündigung nicht mehr kannst,dann ist das eine völlig andere Sache und da würdest du auch ohne weiteres auf Antrag Unterstützung bekommen.

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Wenn du Vollzeit arbeitest solltest du normal auch mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro einen gewissen Betragen besitzen, wobei ich vermute das dein Stundenlohn höher liegt. Davon ab, wie groß soll denn die besagte Wohnung sein und wie viel soll sie kosten? Offenbar kannst du dir die Wohnung ja doch nicht leisten, damit ist nun die Frage verdienst du wirklich so wenig oder ist die Lage/Größe oder der Preis der Wohnung zu hoch.

Wenn es eine 80 qm Wohnung mit Innenstadtlage im Auge hast ist es verständlich, dass dein Geld dort komplett weg ist.

Wenn das eine ein Zimmerwohnung am Stadtrand mit 30-40 qm stellt sich die Frage ob das Ding überteuert ist oder dein Lohn zu niedrig. Normal sollte eine Verkäuferin nicht reich werden aber mit einer Vollzeitarbeit durchaus selbstständig leben können.

Im nächsten Schritt ist dann natürlich auch die Frage was du für Essen meinst zu brauchen. Als Singel kann man gut und gern bei Essen und Trinken auch mit 100 Euro gut hinkommen im Notfall sogar mit weniger. Dafür sollte man natürlich nicht die großen Marken kaufen oder das Feinste vom Feinen. Wenn du allein für Essen und Trinken hingegen schon 300 - 400 Euro verbuchst ist es klar wenn es eng wird bis unmöglich.

Ansonsten gibt es z.B. Dinge wie das Wohngeld, aber da wird man auch genau prüfen ob der Bedarf da ist, zu verschenken hat der Staat nichts. Das du ansonsten "Sozialhilfe" in irgendeiner Form bekommst als eine Art Aufstocker würde ich gerade noch ausschließen, allerdings sind deine Angaben sehr mager.

Edit:

Sehe gerade du arbeitest nur Teilzeit (500 Euro bekommt man sicher nicht bei Vollzeit) hier wäre das Zauberwort Multijobben oder Vollzeitstelle suchen. Natürlich ist es kaum machbar allein zu leben, wenn du keine 35-40 Stunden Woche hast sondern nur 10-20 Stunden. Das ist ja gerade im Grunde nur ein Minijob.

Ich verdiene 8,50 pro Stunde im Monat 500€. Die Wohnung ist 38qm. 280€ kalt + 60€ Nebenkosten. Habe dann quasi 160€ übrig aber muss Haftpflichtversicherung, Verträge usw zahlen 

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@HueLii

Wie gesagt, dann musst du mehr arbeiten ob nun in einem Zweitjob oder in einer Vollzeitstelle woanders. Auch das Amt würde dich vermutlich dazu bringen wollen dir eine Vollzeitstelle zu suchen (wenn sie denn dir überhaupt etwas zahlen).

Du kannst dich durchaus beraten lassen ob dir etwas zusteht (einfach beim Amt anfragen) und mal wegen Wohngeld anfragen (Stadtverwaltung hat meist eine Wohngeldstelle).

Am Ende brauchst du aber eine Vollzeitstelle und keinen Minijob oder zumindest mehrere davon. Rente und Co. wird nur mit der Arbeit im Grunde winzig und auch das Amt zahlt nicht dafür, dass du nach 20 Stunden die Woche Feierabend hast, die werden sehr wahrscheinlich dich in die Vermittlung schicken um dich auf Vollzeitstellen zu bewerben.

So toll du diesen Job findest, das ist eine Überbrückung auf der Basis und nichts was du jetzt Jahre durchziehen kannst.

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Nein würde es nicht...Du bekommst erst ab 25. Hilfe für eine eigenen Wohnung. Arbeitest du Vollzeit? Dann müsste deine Gehalt für eine kleine Wohnung schon reichen....

Ich arbeite Teilzeit.

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@HueLii

das gilt schon lange nicht mehr. wer volljährig ist darf wohnen wo er möchte. hat er eine wohnung und zu wenig einkommen steht ihm unterstützung durch den staat zu.

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@martinzuhause

vor zwei Jahren wollte das Jobcenter noch dass ich nach meiner Ausbildung wieder zu meinen Eltern ziehe...also so lange kann das nicht her sein....Sie hat aber noch keine Wohnung und müsste Hilfe bekommen um überhaupt erst auszuziehen und da sieht es wieder anders aus

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