Job verlangt Werbung für Viehzucht, wie kann ich als Tierschützer darauf reagieren?

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6 Antworten

Hast du dieses Dilemma in der Werbung nicht öfter ? Dass man Werbung für etwas machen muss, hinter dem man persönlich nicht stehen kann ? Wie gehst du denn sonst damit um ?

Die "Verweigerung" der Aufgabe dürfte jedenfalls mehr Irritationen als Nutzen bringen. Der Kunde dürfte sein Viehhaltung sicherlich nicht deshalb umstellen, weil sich ein Angestellter einer Werbeagentur geweigert hat, Werbung für seine Art der Tierhaltung zu machen. Aber vielleicht kannst du dich durch den Kontakt mit dem Kunden noch weiter über diese Art der Tierhaltung informieren, sodass du deinen Protest dagegen zukünftig noch besser formulieren kannst, weil du quasi Erkenntnisse direkt von der Quelle gewinnen konntest.

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Kommentar von Felyne
03.10.2016, 15:34

Thx für dein Feedback! Ja, sagen wir bei jedem zweiten Kunde ist es so, dass man nicht gleicher Meinung ist. Allerdings nicht weil dessen Projekt etwas negatives beinhaltet, sondern eher weil der Kunde spezielle Ideen hat ;D

Hierbei ist es ein bisschen was anderes... Bei den Shootingaufnahmen für ein Magazin waren wir vor Ort bei einer dieser Anlagen und ohne Schimpfwörter zu benutzen, könnte ich den Zustand dort nicht erklähren.
Vermutlich hast du recht und ich sollte den Kunden nochmals auf das Thema ansprechen.

Wenn ich ihm zeigen kann, dass ich keine Positiven Punkte bei dieser Kampagne hervorheben kann, wird er merken dass es keine gibt und vielleicht die Kampagne immerhin etwas anders angehen als bisher (schon das wäre besser)...

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Als Tierschützer kann ich Dir nur sagen, daß Landwirte, jedenfalls die meisten, da sehr beratungsresistent sind. Selbst wenn Du Dich noch so einsetzt und vielleicht noch ein Gesopräch mit ihm suchst, es wird Dir nichts nützen. ER ist der Auftraggeber, DEIN Chef hat den Job übernommen, und DU mußt ihn, willst Du Deinen Job behalten, so gut wie wöglich ausführen.

Stell Dir mal vor, jede Werbeagentur würde erst groß herumdiskutieren, welche Aufträge sie übernehmen kann und welche nicht. Es gäbe keine, und Deinen Job wärst Du vermutlich mit so einem "Gespräch" auch ganz schnell los. Als bei Werder Bremen die Firma "Wiesenhof" als Sponsor bekanntgegeben wurde, ging ein Heulen und Zähneknirschen durch den Blätterwald. Und?  Wer ist naach wiew vor Sponsor? Eben Wiesenhof.

Ich bin immer für ein direktes Wort und mag es nicht, von hiinten durch die Brust ins Auge etwas zu unternehmen. Der Landwirt aber wird sein Verhalten nicht ändern, denn er ist ja so davon überzeugt, daß er sogar dafür Reklame macchen möchte. Ich würde Dir raten, Dir alles gut anzusehen, Photos zu machen (mit Datum), und dann in einer stillen Stunde nochmals darüber nachzudenken.

Schlechte Tierhaltung ist Sache des Veterinäramtes. Du hättest Photos als Beweise und könntest dort nachfragen, ob man die Angelegenheit da auch so negativ sieht. Dein Name wirde, wenn Du darauf hinweist, nicht genannt, aber zumindest würde eine Kontrolle vor Ort stattfinden, sollten die Zustände wirklich miserabel sein. Wenn sie in Ordnung sind, wirst Du weder it der Kampagnen-Verweigerung noch der Meldung beim Amt etwas erreichen. Die Zustände in landwirtschaftlichen Betrieben sind anders als in Isolierkliniken.

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Ich würde es ablehnen wenn ich der Geschäftsführer wäre, aber da dies hier nicht der Fall ist: Ich würde es machen. Wenn ich in einer Werbeagentur arbeite, muss ich mich eben damit abfinden die Kunden meines Chefs zufriedenzustellen. Wenn ichs nicht mache wird es eben an einen anderen Kollegen oder eine andere Firma vergeben. Damit wär der Agentur auch nicht geholfen. Im Ernstfall einfach mal mit dem Chef bzw. Vorgesetztem reden. Sowieso sehr löblich dass du dich für den Schutz einsetzt, dafür Daumen hoch :)

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Kommentar von Felyne
03.10.2016, 15:02

Danke für deinen Tipp und das Kompliment :)
Da hast du recht, wenn ich es nicht mache, macht es ein Anderer... Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass ich meine Arbeit diesmal einfach nicht sehr sauber mache...

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Je nachdem, wie das Verhältnis zu Deinem Vorgesetzten ist, solltest Du ihm das mitteilen und ihn bitten, Dich von der Aufgaben zu unterbinden. Gehen wir davon aus, daß er das akzeptiert, wird er aber trotzdem die Aufgabe jemand anderem geben. Du hast dann eigentlich nichts erreicht; lediglich Du hast es nicht getan.

Ist er nicht gut auf Dich zu sprechen, kannst Du kommentarlos die Aufgabe annehmen und schlechte Ergebnisse liefern. Oder Du kannst krank feiern. Oder kündigen.

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Ich verstehe dich gut....aber Job ist nun mal Job. Und da du nicht dein eigener Chef bist, kannst du dies wohl schlecht ablehnen. 

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Dein job ist nun mal dein job und was du privat drüber denkst ist in dem Fall nicht wichtig ...könntest ja einen Kollegen fragen ob er das über nimmt ...

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Kommentar von Felyne
03.10.2016, 15:00

Danke für deinen Tipp. Da hast du recht, Job ist nunmal Job.
Dass Jemand anderes meine Arbeit übernimmt...da empfinde ich gleich wie beim essen der Tiere. "Wenn ich sie nicht töten kann, möchte ich auch nicht dass es ein anderer für mich tut." ^^
 

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