Jo Pestum - Rebecca, die Fahrerin

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Hier noch mal den Text:

Rebecca, die Fahrerin An manchen Tagen war ihr Wagen ein Jaguar, mit dem sie gemächlich die Küsten straßen der Côte d‘azur entlang rollte, viel Kraft unter der Haube, die Haare im lauen Wind gelöst. Oder sie fuhr die Ostafrika-Rallye im heiß gemachten Serientyp, mit verstärkten Sandfontänen überschüttet, aber selig lachend. Häufig benutzte sie auch den Landrover mit Allradantrieb und jagte das Fahrzeug rücksichtslos durch das hohe Schilf der Sümpfe Ceylons und über das harte Buschland der Savanne, um noch vor Anbruch der Regenzeit das Haus der Elefanten am großen See zu erreichen. Nur wenn sie müde war, nahm sie den weichen Rolls Royce, dessen summenden Motor man kaum hörte und der sie sanft durch das Lichtmeer der nächtlichen Millionenstadt schaukelte, die New York oder Rio de Janeiro oder Paris hieß. Chauffierte stets selbst und verzichtete auf den dezent uniformierten Fahrer.

Wenn Rebecca dann von ihren Weltreisen zurückkehrte und wieder wußte, daß sie in Duisburg-Rheinhausen war, weinte sie, und ihre Knöchel wurden weiß über den Griffen des Rollstuhls.

Vielleicht fällt euch ja was ein :>

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