Jesus nennt uns Freund - Sind wir noch Diener?

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12 Antworten

Finde ich nicht. Wenn jemand dich als Freund bezeichnet zeigt er dir damit, dass er Vertrauen und eine gewisse Zuneigung zu dir hat. Sagt dann einer dieser Freunde er sei ein Diener ist das seine persönliche Sichtweise, in diesem Fall wollte Paulus die Lehre von Jesus verbreiten.

Die Lehere des Jesus von Nazareth, wie er sie selber verkündet hat und die neue Lehre des Paulus vom Christentum widersprechen sich in sehr vielen Punkten. Beides sind ziemlich unterschiedliche Lehren.

Der bedeutendste Unterschied liegt darin, dass Jesus zum rechten Handeln aufforderte (Goldene Regel) um so das ewige Leben zu gewinnen und der konkrete Glauben zweitrangig sei, hat Paulus das ganze umgedreht und behauptet, das wichtigste am Christentum sei der Glaube an die Auferstehung von den Toten, während das Handeln zweitrangig sei.

Wann sind wir seine Freunde? Vers 14 gibt die Antwort: wenn wir tun, was er sagt. Und da scheidet sich schon mal die Spreu vom Weizen: viele Christen tun nicht, was Jesus von ihnen verlangt. Teilweise, weil sie ihn einfach nicht verstehen.

Hinzu kommt die Frage, wen Jesus da anspricht. Paulus war nicht dabei. Wenn du einen Gesprächsbericht bekommst, wo eine Person zu anderen Personen sagt "Ihr seid meine Freunde", heisst das ja nicht automatisch, dass das für dich - den Leser des Berichts - auch gilt.

Erst das drucktechnisch bedingte numerieren der Bibel und das daraus folgende "Zerhacken" führte zu solch seltsamen Interpretationen. Man sollte einen Text eben vollständig lesen und sich nicht nur einzelne Sätze herausnehmen.

Es hilft sehr, die Texte davor und danach mitzulesen, wenn dir jemand eine Bibelstelle sagt.

Ich denke, dass wir beides sind. Wenn man ein Freund ist, dann tut man auch mal etwas, für den Freund bzw. dient ihm auch. Jesus verstand uns als Freunde und da Paulus ihn so liebte, denke ich, dass er sich selbst unter ihn geordnet hat als Zeichen seiner Demut vor dem Schöpfer.

Mit "Diener" übersetzt Luther das griechische Wort für Sklave! Bei dem Wort Sklave denken wir oft an die Sklaverei mit Afrikanern in den USA! Bei den Römern behandelte man seine Sklaven aber oft (nicht immer!) gut - sie gehörten quasi zur Familie! Wenn sie freigelassen wurden, blieben sie bei ihrem Herrn und wurden sozusagen adoptiert! Wir sind also "Freigelassene" (lateinisch: "liberti") Sklaven unD Freunde Jesu und Gottes!

Diener und Freund sein , ist nichts  was sich widerspricht , denn Jesus selbst diente und war Freund und Bruder 

 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus. 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein. 12 Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

Dienen bedeutet auch helfen. Jemanden etwas Gutes tun , dazu sein, wo Gott Dich hin bestimmt.   Menschen, die glauben ,  und fühlen dass Jesus mit einem ist , dienen gerne .   Man kann auch im Gebet  Gott erklären, dass man Diener sein will, von Herzen .  

 
Dieses Dienen kettet einander an . So wie wir zu Jesus gehören , können wir auch andere Menschen  mit nehmen . Es verbindet, untereinander die Zugehörigkeit .  

  Ein schönes Beispiel findet man hier 

Johannes - Kapitel 13

Die Fußwaschung

1 

Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie hatte er geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.

  2 

Und beim Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete,

    3 

und Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging:

  4 

stand er von Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.

  5 

Darnach goß er Wasser in ein Becken, hob an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war.

 

  

  6 

Da kam er zu Simon Petrus; und der sprach zu ihm: HERR, sollst du mir meine Füße waschen?

  7 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.

  8 

Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir.

  9 

So spricht zu ihm Simon Petrus: HERR, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!

  10 

Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.

11 

Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.

  

  12 

Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er wieder seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermals zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe?

  13 

Ihr heißet mich Meister und HERR und saget recht daran, denn ich bin es auch.

14 

So nun ich, euer HERR und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füße waschen.

  15  Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe.   16 

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer denn der ihn gesandt hat.

  17 

So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut.

lieben Gruß

Wie oft hört man im Sport "Er ist nicht nur mein Trainer, sondern auch ein sehr guter Freund"?

Jesus hat viele Namen. Erlöser, Erretter, Friedefürst, Freund, Meister, Herr, ...

Beides...

Wir sind Gottes Kinder, seine Freunde und auch seine Diener (man könnte diesen Begriff auch mit "Knechte" oder sogar "Sklaven" übersetzen).

Ein Widerspruch ist das nicht, denn es ist für Christen eigentlich sehr positiv und erfüllend, Gott zu dienen und Seinen Willen zu tun. Dabei geht es nicht um ein negatives Dienen, das uns herunterzieht, sondern um ein Leben nach Gottes Plan, das uns und andere Menschen geistlich und auf anderen Ebenen bereichert.

Auch im irdischen Leben helfen Kinder ihren Eltern und Freunden. Manche Kinder arbeiten im elterlichen Betrieb und einige Menschen arbeiten bei ihren Freunden. Das bedeutet, dass man als Mensch mehrere Rollen ausfüllen kann und dass diese sich nicht widersprechen sondern ergänzen.

Wenn Gott uns als seine Kinder, Freunde und Diener bezeichnet, geht es um Gottes Ehre und Lobpreis und darum: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen" (Römer 8,28).

Dienen wir also Gott, dienen wir damit im Endeffekt auch uns selbst...

Überleg doch erstmal ob sich die Bibel generell der Evolutionstheorie deckt.

Sei dein eigener Herr und lass dich nicht von Geschichten leiten die Leute geschrieben haben die sich bestimmte Phänomene damals nicht mit der zu der Zeit vorhandenen Wissenschaft erklären konnten.

Glaube mag zwar ne schöne mentale Krücke zu sein aber wenn man lernt seine Probleme  selbst in die Hand zu nehmen statt auf nichts (Eingriff von Gott) zu warten ist man besser dran.

Zumindest sehe ich das so. Wenn man überhaupt glaubt dann sollte man Jesus als Freund sehen. Ein glaube soll Vorteile bringen. Und sich jemanden zu unterwerfen den man noch nicht gesehen hat ist doch irgendwie blöd.

Bodesurry 30.06.2017, 09:10

Auch Du wirst "mentale Krücken" haben. Ganz ohne kommt ein Mensch, ein soziales Wesen, gar nicht aus. 

Wenn der Glaube nicht hält, dann wird, so steht es auch in der Bibel (Markus 4,14 ff), dann würdest Du auch nicht lange daran festhalten.

Stell Dir vor, Du hast einen Husten. Du nimmst ein Medikament. Das hilft Dir gar nicht oder nur beim ersten Mal. Du würdest es in kurzer Zeit absetzen. Wer nicht die Macht des Gebetes erlebt hat, der wird über kurz oder lang darauf verzichten. 

Ist es so falsch was Jesus vorgelebt hat? Es würde unserer Welt sehr gut tun, wenn sie sich mehr an seinen Werten orientieren würden. 

Was Du "mentale Krücken" nennst, bringt Leute dazu, mehr zu wagen, als man als Durschnitts-Mensch tun würde. Hier ein paar Beispiele:

https://de.wikipedia.org/wiki/Diospi_Suyana

(Jeder hat Dr. Klaus-Dieter John einen Spinner genannt, der den Plan hatte in den Bergen Perus mit Gottes Hilfe ein modernes Spital zu bauen) Biographie dazu:

Klaus Dieter John

Ich habe Gott gesehen

Diospi Suyana - Hospital der Hoffnung

oder Nick Vujicic, der ohne Arme und Beine aufgewachsen ist. Dank Gott, so sagt er selber, ist er zum Hoffnungsträger für Hundertausende geworden. Seine Biografie:

Nick Vujicic

Dein Leben ohne Limits

https://www.youtube.com/watch?v=XzvUDOpc6xI

oder George W. Carver. Ein Afroamerikaner, der, mit Vertrauen auf Gott, Tausende von Farmern in den Südstaaten der USA, vor dem Ruin bewahrte. Sein Leben steht im Buch:

Lawrence Elliott

Der Mann, der überlebte

https://de.wikipedia.org/wiki/George_Washington_Carver

Es gäbe noch Hunderte von weiteren Lebensgeschichten in dieser Art. Für die war Gott/Jesus nicht die mentale Krücke, sondern die Kraft über mentale Schluchten zu springen. 

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Nö, warum sollte ein Diener nicht auch ein Freund sein?

Diener sollte jeder Christ sein, denn

Epheser 1, NWÜ

22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen+ und hat ihn zum Haupt über alle Dinge+für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib+ ist, die Fülle+dessen, der alles in allen erfüllt.+

....und er gab seinen "Jüngern" folgenden Auftrag:

Matthäus 28, NWÜ

18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt*+ im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger*+ aus Menschen aller Nationen,+ tauft+ sie im*Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des heiligen Geistes+, 20 und lehrt+ sie, alles zu halten+, was ich euch geboten habe.+ Und siehe, ich bin bei euch+ alle Tage bis zum Abschluß* des Systems der Dinge.“*+

auch ein gottesfreund ist dazu aufgerufen, höheren mächten zu dienen, um menschen zu vollmenschen einst machen zu können.

Das ist kein Wiederspruch. Hier ein Beispiel von Jesus.

Johannes 13: 1 - 16


13 Jetzt, vor dem Passahfest, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war,+ aus dieser Welt hinaus zum Vater zu gehen,+ liebte er die Seinen, die in der Welt waren+ und die er geliebt hatte, bis ans Ende.
2 Im Verlauf* des Abendmahls nun, als der Teufel es Judas Iskạriot, dem Sohn Sịmons, bereits ins Herz gegeben hatte,+ ihn zu verraten,+ 3 er [aber] wußte, daß der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte+ und daß er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging,+ 4 erhob er sich vom Abendmahl und legte seine äußeren Kleider beiseite. Und er nahm ein leinenes Tuch und gürtete sich.+
5 Danach goß er Wasser in ein Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen+ und sie mit dem leinenen Tuch, mit dem er umgürtet war, abzutrocknen. 6 So kam er dann zu Sịmon Petrus. Er sagte zu ihm: „Herr*, wäschst du mir die Füße?“+ 7 Jesus gab ihm zur Antwort: „Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, doch wirst du es nach diesen Dingen verstehen.“+ 8 Petrus sagte zu ihm: „Du wirst mir bestimmt niemals die Füße waschen!“ Jesus antwortete ihm: „Wenn ich dich nicht wasche,+ hast du keinen Teil mit mir.“ 9 Sịmon Petrus sagte zu ihm: „Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und den Kopf.“ 10 Jesus sprach zu ihm: „Wer gebadet ist,+ braucht weiter nichts mehr, als sich die Füße zu waschen, sondern ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.“ 11 Er kannte ja den Menschen, der ihn verriet.+ Darum sagte er: „Nicht alle von euch sind rein.“12 Als er ihnen nun die Füße gewaschen und seine äußeren Kleider angelegt und  sich wieder am Tisch niedergelegt hatte, sprach er zu ihnen: „Wißt ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr redet mich mit ‚Lehrer‘+ und ‚Herr‘+ an, und ihr sagt es mit Recht, denn ich bin es.+ 14 Wenn nun ich euch, obwohl Herr und Lehrer, die Füße gewaschen habe,+ so seid auch ihr verpflichtet, einander die Füße zu waschen.+ 15 Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit so, wie ich euch getan habe, auch ihr tun sollt.+ 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, noch ist ein Abgesandter* größer als der, der ihn gesandt hat.+

Das was Jesus hier tat, war eigendlich die Aufgabe eines Dieners und nicht die Aufgabe von Jesus. Er wollte ihnen damit zeigen, das keiner von ihnen größer ist als der Andere. Das war nemlich ein großes Problem unter den Aposteln Jesus.



Gemäß der Bibel sind alle Anbeter Gottes — ob im Himmel oder auf der Erde — seine Diener. Engel dienten Jesus (Matthäus 4:11; 26:53; Lukas 22:43). Engel sind außerdem bereit, „denen zu dienen, die die Rettung erben werden“ (Hebräer 1:14; Matthäus 18:10). Jesus war ein DienerGottes. Er sagte: „Der Menschensohn [ist] nicht gekommen . . ., um bedient zu werden, sondern um zu dienen“ (Matthäus 20:28; Römer 15:8). Und da die Nachfolger Jesu ‘seinen Fußstapfen genau nachfolgen’ sollten, ist es kaum verwunderlich, daß sie ebenfalls DienerGottes sein müssen (1. Petrus 2:21).


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