Jeremy Bentham-Philosophie

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2 Antworten

Die Natur hat die Menschheit unter die Herrschaft zweier souveräner Gebieter - Leid und Freude - gestellt. Es ist an ihnen allein aufzuzeigen, was wir tun sollen, wie auch zu bestimmen, was wir tun werden. Sowohl der Maßstab für Richtig und Falsch als auch die Kette der Ursachen und Wirkungen sind an ihrem Thron festgemacht. Sie beherrschen uns in allem, was wir tun, was wir sagen, was wir denken: jegliche Anstrengung, die wir auf uns nehmen können, um unser Joch von uns zu schütteln, wird lediglich dazu dienen, es zu beweisen und zu bestätigen. Jemand mag zwar mit Worten vorgeben, ihre Herrschaft zu leugnen, aber in Wirklichkeit wird er ihnen ständig unterworfen bleiben. Das Prinzip der Nützlichkeit erkennt dieses Joch an und übernimmt es für die Grundlegung jenes Systems, dessen Ziel es ist, das Gebäude der Glückseligkeit durch Vernunft und Recht zu errichten. Systeme, die es in Frage zu stellen versuchen, geben sich mit Lauten anstatt mit Sinn, mit einer Laune anstatt mit der Vernunft, mit Dunkelheit anstatt mit Licht ab.>

Und lies dir mal den Wikipedia-Artikel durch... Wenn du dann immer noch nicht weiter weißt, melde dich nochmal!

berkersheim 31.08.2012, 13:49

Mit diesem Zitat zeigt Bentham, dass er seinen Epikur gut gelesen und verstanden hat. "Leid und Freude" wird von Epikur als naturgegebene Orientierung des Lebens dargestellt, bei den meisten deutschen Epikur-Darstellungen nur auf das "Lustprinzip" verkürzt, weil Freude natürlich der angenehme, anzustrebende Teil des Orientierungspaares ist. Dabei wird oft übersehen, dass Epikurs Philosophie sich großenteils damit beschäftigt, wie man Leid vermeiden kann. Bentham knüpft wie Hobbes, Pierre Gassendi, David Hume an den Empirismus des Epikureismus an, der konträr geht zum Idealismus der Scholastik und von kirchlicher Seite unterdrückt wurde. Selbst der gleichaltrige Goethe konnte sich mit dieser Weltsicht nicht anfreunden. Dass Bentham die epikureische Position sehr drastisch darstellt erklärt sich aus der "Kampfstellung" gegen die überwiegenden und von der Kirche geförderten idealistischen Philosophen, daraus, dass er immer noch "gegen den Strom" schwimmt.

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Du solltest die Serie anschauen, denke ich. In welchem Teil sagt er das denn?

Ich verstehe das so: Jemand sagt, dass die Herrschaft von jemandem oder etwas bestimmten nicht existiert oder dass er dieser Herrschaft nicht unterworfen ist. Dass, z.B. die Insel die Herrschaft über ihn hat, auch wenn er es nicht wahrhaben will.

Oder dass andere Menschen Macht über ihn haben weil sie ihn manipulieren ohne dass er es merkt und ihn somit unbewusst dazu bringen das zu tun, was sie wollen.

Yoshimi 30.08.2012, 17:05

Du hast nicht von Lost gesprochen oder? :DD ups.

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