Jenseitsvorstellungen in Christentum?

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10 Antworten

Dazu gibt es verschiedene Auffassungen. Das ganze reicht von traditionellen Lehren bis hin zu rein katholisch Theologischen Standpunkten.

Ich werde mal eine Lehre jeweils möglichst kurz erläutern.

Traditionell wird von einer Trennung von Leib (Leib ist immer mit Person und deren Beziehungen nicht mit Körper gleichzusetzen.) und Seele ausgegangen. Wenn man stirbt begegnet die Seele Gott und es erfolgt das individuelle Gericht über die Seele. Später, wenn die Geschichte der Welt Vorrüber ist, werden die Leiber von Gott auferweckt und es erfolgt das universale Gericht über die ganze Geschichte. Dort entscheidet sich auch wer an der Auferstehung teilhaben wird (Himmel) und wer nicht (Hölle).

Die katholische Theologie kritisiert solche traditionellen Denkmuster z.B. Wegen der Trennung von Leib und Seele , und Vorstellung eines zeitlichen Nacheinander nach dem Tod.

so kennt die Theologie viele Denkmuster, die teilweise sehr von dem abweicht was traditionell ist.

Eine Möglichkeit zur katholisch theologischen Deutung wäre folgende.: Der Tod bedeutet für den Menschen Austritt aus dem Geschehen vin Raum und Zeit. D.h. es gibt kein nacheinander mehr. So kann der Mensch in seinem Tod gleichzeitig die Auferstehung aller vor einem gestorbenen und auch nacheinem gestorbenen Menschen erleben. Also finden auch das individuelle und universale Gericht nicht mehr getrennt voneinander statt sondern der Mensch erlebt das alles gleichzeitig im Tod.

Der Mensch begegnet im Tod Gott (der reinen, sich verschenkenden Liebe). In dieser Begegnung ist es dem Menschen als vernunftbegabtes Wesen möglich zu erkennen, was im Leben richtig und was falsch gelaufen ist. Gott aber bestraft nicht oder sperrt den Menschen in die Hölle (warum sollte er auch... Jesus hat so oft zur Feindesliebe aufgefordert..., kann man dann noch ernsthaft davon ausgehen, dass Gott seine Feinde verwirft?) sondern Richten heißt aufrichten und richtig machen. Das Geschehen des Gerichtes und der Läuterung (im Volksmund: Fegefeuer ) ist also ein Geschehen im Dialog mit Gott bei dem der Mensch mit der Barmherzigkeit Gottes rechnen darf und sich in das Erbarmen Gottes hineinfallen lassen kann.

Soweit eins der katholisch Theologischen Denkmodelle

Tja, da wirst du keine einheitliche Antwort bekommen, jeder stellt sich darunter etwas anderes vor.

Selbst innerhalb einzelner Religionen ändert sich die Auffassung dazu. Nehmen wir als Beispiel die Katholiken. Jahrhundertelang wurde von den Kanzeln verkündet, dass Himmel und Hölle reale Orte seien, in die man leiblich, also mit seinem eigenen Körper, kommt. Daher war es für Katholiken auch streng verboten, den Leichnam einäschern zu lassen, da dann eine leibliche Auferstehung nicht mehr möglich sei.

Neuerdings wird jedoch vom Vatikan verkündet, Himmel und Hölle seien gar keine realen Orte sondern Zustände der Gottesnähe bzw. Gotttesferne. Die leibliche Auferstehung erfolge auch nicht mehr mit dem eigenen Körper sondern mit einem neuen "geistigen" Leib, was immer das auch sein mag.

Hallo PerFrau,

in der Frage, was nach dem Tod geschieht, ist man nicht auf Mutmaßungen angewiesen. Viele Religionen sprechen zwar von einem Leben nach dem Tod, doch dafür gibt es gem. der Bibel keine Grundlage. Was den Zustand der Toten betrifft, so erklärt die Bibel deutlich: "Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden; an jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich." (Psalm 146:4). An anderer Stelle steht, dass sich die Toten "nicht des geringsten bewusst" sind. (Prediger 9:5) In Übereinstimmung mit diesen deutlichen Aussagen wird in der Bibel der Tod auch mehrfach mit dem Schlaf verglichen, ebenfalls ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit.

Vielen mag es schwerfallen, zu glauben, dass außer unseren sterblichen Überresten nichts mehr von uns da ist. Sie denken, etwas nicht Stoffliches in uns müsse doch weiterleben. Denke jedoch einmal an die Flamme einer Kerze. Wenn man sie ausbläst, geht sie einfach aus und brennt nicht irgendwo weiter. Unser Leben ist mit dieser Flamme vergleichbar. Wenn wir den letzten Atemzug tun, hauchen wir gleichsam das Leben aus und hören auf zu existieren.

Obwohl letztendlich dem Tod niemand entrinnen kann, ist er kein dauerhafter Zustand. Es wird eine Rückkehr zum Leben geben, und zwar durch die Auferstehung. Die Frage, die sich hier stellt, ist die, in welcher Form die Toten wiederkehren werden. Auch hierüber gibt die Bibel eine zufriedenstellende Antwort, denn sie zeigt, dass Gott die Verstorbenen mit einem neuen Körper auferwecken wird. Dies geht u. a. aus den folgenden Bibeltexten hervor: "Dennoch wird jemand sagen: „Wie werden die Toten auferweckt werden? Ja, mit was für einem Leib kommen sie?“ Gott aber gibt ihm einen Körper, so wie es ihm gefallen hat"(1. Korinther 15:35, 38). Nach diesem Text ist man nach der Auferstehung also nicht körperlos. Für diejenigen, die zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt werden, bedeutet das, dass sie wieder einen Körper aus Fleisch und Blut haben werden, der dem gleicht, den sie vor ihrem Tod hatten. Nur so kann einer den anderen wiedererkennen. Die Auferweckten werden auch auch all die Erinnerungen aus ihrem früheren Leben wiedererlangen, ja ihre gesamte Identität.

Jesus sprach einmal davon, dass der Tag herbeikommen wird, an dem er die Gräber leeren wird. Er sagte: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine [Jesu] Stimme hören und herauskommen werden (Johannes 5:28, 29).

Wenn also die Toten wieder zum Leben erweckt werden, ergibt sich die Frage, wo sie leben werden; im Himmel oder auf der Erde? Für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem Leben hier auf der Erde werden, denn nur eine relativ geringe Zahl von Menschen wird zu himmlischem Leben auserwählt. Die Bibel spricht immer wieder von einem künftigen Leben hier auf Erden. Hier sind nur zwei biblische Aussagen dazu:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Gott segnet die Freundlichen und Bescheidenen, denn ihnen wird die ganze Erde gehören." (Matthäus 5:5, Begegnung fürs Leben)


Du siehst also, dass es keinen Grund gibt, vor dem Tod oder der Zeit danach übermäßig Angst zu haben. Wenn die Auferstehung stattfindet, werden sich die Zustände auf der Erde grundlegend geändert haben und zwar nicht durch menschliches Bemühen, sondern durch ein Eingreifen Gottes. Er wird durch sein in der Bibel angekündigtes "Reich" dafür sorgen, dass es dann weder Hunger, noch Krankheit, noch Kriege noch sonst irgendwelche schlimme Dinge geben wird. Das Leben nach der Auferstehung wird dann so sein, wie es im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4). Sind das nicht herrliche Aussichten?

Doch Gott erwartet auch etwas von uns. Damit ein Leben in der gerade beschriebenen Weise auf Dauer möglich ist, müssen die dann lebenden Menschen bereit sein, sich nach Gottes Standards und Grundsätzen auszurichten. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn man Gott und seine Mitmenschen vorn Herzen liebt (siehe erstes und zweites Gebot). Daher haben sich viele schon heute entschlossen, Gottes Wort, die Bibel, näher kennenzulernen und zu Gott ein enges persönliches Verhältnis aufzubauen. Dadurch haben sie die beste Grundlage für dauerhaftes Glück gefunden. Außerdem stehen ihnen all die hier beschriebenen herrlichen Dinge in Aussicht.

LG Philipp

Ja hallo.

Leider ist es im "Christentum" so,dass sich da drunter mehrere Glauben gebildet haben bzw. Religionen,und das nicht nur im Christentum,sondern allgemein auf der Welt. Und egal,welcher Religion man angehört,wer Angst vor dem Tod hat,dann ist der Glaube rein förmlich dargestellt. Man muss nähmlich keiner Religion angehören und regelmässig ein Gotteshaus besuchen,wo ein Prister einen vorgibt,wie man leben muss,um in den "Himmel" zu kommen,was schon nach der vorstellung falsch ist.
Es gibt zwar den "Himmel" und "Hölle",doch nicht so,wie sich das viele vorstellen. Im Himmel haben nur von Gott ausgewählte Engel und Diener Zutritt. Verstorbene Menschen kommen in das feinstoffliche Jenseits,je nach seinem Seelenkarma. Menschen,die keinen Glauben haben,und davon fest überzeugt sind,dass es kein Leben nach dem Tod gibt,sowie die,die vorsetzlich anderen Menschen und Tieren leid zu fügen,für die ist es nach dem Tod zu ende "game over",und das ist auch die "Hölle".
Dann gibts noch das "Fegefeuer",wo Seelen hin kommen,die sich das Leben genommen haben,od es dazu gebracht haben (Drogen,Alk).Dort bleiben sie,bis ihnen ein Licht aufgeht,und sie eine Chance bekommen,doch nur unter bestimmten Regeln die ich nicht nennen darf.
Menschen,die ihr Leben vergeudet haben und nichts aus sich gemacht haben,sowie Kinder/Baby's die zu früh gestorben sind werden direkt reinkarniert (zurück auf die Erde von Geburt an).

Und je mehr man sich an Religionen bindet und irdische Dinge,desto schwieriger wird es einer Seele sein,sich von Diesseits zu lösen und bleibt erdgebunden. Gott hat nie gesagt,dass wir unser Leben mit studieren der Biebel verschwenden sollen,wie es viele Sekten tun.
Du sollst deinen Seelenkarma so gut es geht pflegen (gütigkeit,hilfsbereit sein,nächstenliebe,lieben,leben,glauben und unvoreingenommen sein. )

Das irdische Leben ist eine vorbereitung auf eine weitere Reise,je nach der Seelenkarma. Jeder Mensch hat ein Bewustsein und eine Wahl seinen Karma gut od schlecht zu pflegen. Ob mir jemand an meinem Beitrag Glauben schenkt ist jedem selbst überlassen,ich jedenfalls habe meinen Weg schon lange gewählt und weiss wie es für mich weiter geht.

Aber eins kann ich sagen..,es gibt so viel mehr als ihr denkt,und nichts ist zufall im universum. Doch woher ich das alles weiss bleibt mein ewiges geheimnis.

Lieben Gruss.



@Phillilp59
Viele Religionen sprechen zwar von einem Leben nach dem Tod, doch dafür gibt es gem. der Bibel keine Grundlage.




Jesus sagte einem Verbrecher , der neben ihm am Kreuz war.


Lukas 23 Vers 43 

Wahrlich ich sage Dir : Heute wirst Du mit mir im Paradies sein




Im Matthäus 10

 28Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten;

lieben Gruß 





Kommentar von OhNobody
20.05.2017, 23:11

Liebe Sternfunzel,

gern versuche ich, Dir zu den beiden Bibeltexten Klarheit zu verschaffen.

Zu Lukas 23:43:

Wie man diesen Text versteht, wird von der Zeichensetzung des Übersetzers beeinflußt. Die ursprünglichen griechischen Bibelmanuskripte enthielten keine Zeichensetzung. 

In der Encyclopedia Americana (1956, Bd. XXIII, S. 16) heißt es: "In den früheren Manuskripten und Inschriften der Griechen ist kein Versuch einer Zeichensetzung erkennbar." Sie kam auch nicht vor dem 9. Jahrhundert u. Z. in Gebrauch.

Sollte es in Lukas 23:43 heißen: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein" (Lu) oder: "Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein."? 

Als Grundlage für die Beantwortung dieser Frage müssen die Lehren Christi und der übrigen Bibel gelten und nicht ein Satzzeichen, das, Hunderte von Jahren nachdem Jesus diese Worte geäußert hatte, eingefügt wurde.

Die von J. B. Rotherham übersetzte Emphasised Bible übersetzt: "ich sage dir heute, ...". 

In einer Fußnote zu Lukas 23:43 sagt der deutsche Bibelübersetzer L. Reinhardt: "Die jetzt übliche Interpunktion dieser Stelle [von den meisten Bibelübersetzern] ist ohne allen Zweifel falsch und widerspricht der ganzen Denkweise Christi und des Schächers. ... Christus . . . hat aber unter dem Paradies sicher nicht eine Unterabteilung des Totenreiches, sondern nur die Wiederherstellung des Paradieses auf Erden . . . verstanden."

Wann würde Jesus 'in sein Königreich kommen' und den Vorsatz seines Vaters, die Erde zum Paradies zu gestalten, verwirklichen? 

Aus dem Bibelbuch Offenbarung, das, etwa 63 Jahre nachdem das in Lukas 23:42, 43 aufgezeichnete Gespräch stattgefunden hatte, geschrieben wurde, geht hervor, daß diese Ereignisse sich in der Zukunft abspielen sollten.

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Zu Matthäus 10:28:

Für einen nicht religiösen Menschen zählt nur das, was er sehen und berühren kann. Für ihn ist mit seinem jetzigen Leben alles vorbei. Er läßt sich leicht von Todesfurcht übermannen. 

Anders ist es bei einem religiösen Menschen. Er muss Drohungen von Menschen nicht fürchten, denn er weiss, dass andere ihn zwar töten können, dass er aber eine Hoffnung auf Auferstehung hat.

Jesus ermahnte seine Zuhörer gemäß Matthäus 10:28, den zu fürchten, "der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann". Das Wort "Gehenna" steht hier für ewige Vernichtung.

Du wirst beim Bibellesen feststellen, dass das Wort "Seele" (hebräisch "néphesch" / griechisch "psyche") unterschiedlich übersetzt wird. Dieselben Wörter werden auch mit "Wesen", "Geschöpf" oder "Person" wiedergegeben. Das sind korrekte Übersetzungen der ursprünglichen Wörter, und ein Vergleich zeigt, daß die Seele das Geschöpf oder die Person selbst ist und nicht ein unsichtbarer Teil des Menschen. 

Die Bibel wendet dasselbe hebräische und griechische Wort auch auf Tiere an und zeigt so, daß sie ebenfalls Seelen sind oder als Seelen Leben haben (1. Mose 2:19; 3. Mose 11:46; Offenbarung 8:9).

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Was passiert gemäß der Bibel, wenn man stirbt?

"Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben." (Hes. 18:4)

"Seele" steht hier für "Leben":

"Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch WURDE eine lebende Seele." (1. Mose 2:7)

Der Mensch BEKAM keine Seele — er WURDE "eine lebende Seele.

Wohin gelangt das Leben / die Seele nach dem Tod?

"Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“" (1. Mose 3:19)

Der Mensch / die lebende Seele ist nach dem Tod also nicht mehr existent:

"Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt ... 10 Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. (Prediger 9:5, 10)

Die Bibel lehrt keine Seelenwanderung nach dem Tod, sondern die Hoffnung auf Auferstehung (Joh. 5:28, 29).

Einige werden ewiges Leben im Himmel erhalten, andere werden zu ewigem Leben auf der Erde auferweckt:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen." (Psalm 37:29)

"Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“" (Offb. 21:4)

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Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Klarheit beitragen.

LG Nobody

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Genauso wie im Islam--> alle sterben-> der jüngste Tag-> der leube Gott entscheidet ob Höle oder Paradies.

Aber, nur Gott weiss es am besten. Wir glauben halt an das was uns überliefert wurde, aber dennoch, Gott weiß es am besten.

Und wieso haben viele Christen Angst vor dem Tod, obwohl sie doch nichts zu befürchten haben müssten?

Kommentar von ANSWplease
18.05.2017, 00:20

Kenne kein einzigen gläubigen Christen, der Angst vor dem Tod gar vom Sterben hat.

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Kommentar von Hamburger02
18.05.2017, 10:50

Wieso haben sie nichts zu befürchten? Ihr Leben lang wurde ihnen Angst vor der Hölle eingetrichtert, um sie leichter manipulierbar zu machen. Diese Angst kann vor dem Tode nicht einfach wieder abgelegt werden.

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Kommentar von ScoreMagnet
20.05.2017, 16:46

@ANSW Dann würde also jeder Christ sagen, es ist ihm egal, ob er in einer Minute tot ist oder nicht?

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Die Vorstellungen im Christentum von dem, was nach dem Tod ist oder nicht bist, sind durchaus unterschiedlich. Sie bauen auf auf den im Judentum zur Zeit Christi, und auch die waren durchaus unterschiedlich.

Zuerst einmal muss man klar sagen: Im klassischen Judentum, wie es sich uns im Alten Testament darstellt, ist von einem Leben nach dem Tod nicht die Rede. Kohelet sagt es deutlich: Der Mensch stirbt mit allen Tieren.

Die Vorstellung von Himmel und Hölle stammt aus der Parsischen Religion des Zarathustra, die im Persischen Großreich Staatsreligion war. Auch das land der Juden gehörte jahrhundertelang zu diesem Reich. Sie war sehgr verbreitet bei den Pharisäern, aber überhaupt in Galliläa, wo Jesus anfangs gepredigt hat.

Jesus und seine Jünger haben diese Lehre vorgefunden. Ein wichtiger Bestandteil seiner Lehre war sie nicht. Das war bei Paulus, einem Pharisäer und eines Pharisäers Sohn allerdings anders.

Als nach dem judäischen Krieg 70/72 die judenchristliche Urgemeinde aus Jerusalem nach Santiago die Compostella vertrieben wurde, war ihre ursprüngliche christliche Lehre dem Untergang geweiht. Übrig geblieben ist nur das von Paulus begründete Heidenchristentum mit seiner Lehre von Himmel und Hölle. Die aber ist ein eindeutig heidnischer Fremdeinfluss.

Fazit: Die Lehre von Himmel und Hölle ist überhaupt kein wesentlicher Bestandteil des Christentums.

Wir Christen? 😂 Ich werf mal das Schlagwort Allgemeinbildung in den Raum.

Die Ansichten der Christen weltweit sind unterschiedlich.

Ich beschränke mich mal auf die Darstellung der Bibel, auf die sich Christen ja eigentlich beziehen sollten:

Der Mensch stirbt wie das Tier - Tod ist NICHTEXISTENZ.

Prediger 3: 19,20

19 Denn es gibt eine Zufälligkeit* hinsichtlich der Menschensöhne und eine Zufälligkeit hinsichtlich des Tieres, und dieselbe Zufälligkeit trifft sie.+ Wie der eine stirbt,* so stirbt der andere;+ und sie alle haben nur e i n e n Geist,*+ so daß es keine Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier gibt, denn alles ist Nichtigkeit. 20 Alle gehen an e i n e n Ort.+ Sie alle sind aus dem Staub* geworden,+ und sie alle kehren zum Staub zurück.+

Die Bibel erwähnt EINE Möglichkeit für Tote, wieder zu leben:

Die AUFERSTEHUNG von den Toten

Johannes 5:28,29

28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften+ sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens,+ die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.*+ 

weitere Hinweise dazu in Apostelgeschichte 24:15 und Hebräer 11:35

Eine unsterbliche Seele, die nach dem Tod weiterlebt, gibt es nicht:

1.Mose 9 :4 sagt, die SEELE eines Lebewesens ist dessen BLUT. Der Begriff SEELE steht einfach für LEBEN.

Das bedeutet: Mit dem Tod ist das Leben (zunächst) vorbei. Die Auferstehung von den Toten, wenn denn geschehen, ermöglicht es Verstorbenen, wieder zu leben - auf der Erde oder in einer neuen Form der Existenz im Himmel.

cheerio

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