Jemanden zivilrechtlich verklagen. Was passiert wenn der Beschuldigte kein Geld hat und das Ganze verliert?

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9 Antworten

Wenn der Beklagte zahlungsunfähig ist, bleiben die Gerichtskosten und die Kosten deines eigenen Anwalts bei dir hängen.

Auch den vollstreckbaren Titel wirst du in diesem Fall nicht durchsetzen können. Er ist zwar 30 Jahre lang gültig, aber wo nichts zu holen ist, bringt dich auch der Titel nicht weiter.

Das mag auf den ersten Blick unfair sein, aber wer soll sonst für die Kosten aufkommen? Die Aufgabe des Steuerzahlers ist es sicher nicht.

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:40

Wenn er nicht zahlunsfähig ist ...wird er auch nicht im Knast laden? Im Strafrecht müssen die Leute doch dann in den Knast wandern. 

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Kommentar von TheGrow
04.06.2016, 17:37

Der völlig korrekten Antwort von Interessierter ist noch folgenden Hinzuzufügen:

Auch wenn der Schuldner ein geregeltes Einkommen hat, bedeutet das nicht, dass man an sein Geld kommt.

Es gibt sogenannte Pfändungsfreigrenzen und erst wenn das monatliche Einkommen diese Pfändungsfreigrenzen überschreitet, kann ein gewisser Teil des Einkommens gepfändet werden.

Bereits bei einem Ledigen beträgt die Pfändungsfreigrenze 1080 €. Umso  mehr Personen im Haushalt des Schuldners leben, umso höher ist der Pfändungsfreibetrag. 

Weitere Infos zu den Pfändungsfreigrenzen findest du unter folgendem Link:

http://www.adf-inkasso.de/inkasso/pfaendungstabelle.htm

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Im schlimmsten Fall hast du erst mal hohe Kosten für Anwalt und Gericht und bekommst einen vollstreckbaren Titel, den du mangels Masse beim Beklagten vielleicht nie eintreiben kannst.

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:16

Aber irgendwas muss ja passieren, dass der psychisch kranke eben nicht alles machen kann! Und dann muss ich die Kosten tragen..unfair!!

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was passiert wenn ich jemanden zivilrechtlich verklage und der beschuldigte tatsächlich verliert...er aber Hartz4 Empfänger ist und wegen psychischer Schäden mehrfach in der Klapse war? 

Manchmal sollte man über seine Schatten springen. 

Verzichte auf eine Klage denn Du hast doch schon genügend Hinweise bekommen, dass es nichts bringt.

Muss ich im schlimmsten Fall alle Kosten selbst tragen..wenn der Beschludigte kein Geld hat?

Ja.

LG

johnnymcmuff

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Klapse und gestört - mehr fällt dir nicht ein zu einem kanken Menschen?

Wenn der Beklagte (nicht der Beschuldigte) verliert und nicht zahlen kann, bleibt der Kläger auf den Kosten sitzen. Also überleg es dir, ob du einen kranken Menschen verklagen willst. Wo nix ist, kann man auch nix holen.

Du kannst zwar einen Titel bekommen, den du 30 Jahre lang vollstrecken kannst - aber bei Gestörten weiß man halt nie, ob die wieder werden, nicht wahr?

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:18

Ich habe versucht es über eine Anzeige versucht. Keine Chance. Es besteht kein öffentliches Interesse und er ist laut Gericht schuldunfähig. Und nun möchte ich eben trotzdem mein Recht durchsetzen. Ohne auf meinen Kosten sitzen zu bleiben. Hab keinen Goldesel.

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Muss ich im schlimmsten Fall alle Kosten selbst tragen..wenn der Beschludigte kein Geld hat?

Genau so ist es.

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dann musst Du unter Umständen auch noch die Gerichtskosten zahlen

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:12

WIESO? Ich habe ja nichts angestellt. Wieso muss ich dann alles zahlen, wenn der Beschuldigte einfach nur gestört ist.

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Bei all den Antworten - also die Gerichtskosten musst Du nicht bezahlen, wenn der Gegner das Verfahren verliert und die Verfahrenskosten trägt. Dass er zahlungsunfähig ist bedeutet in diesem Fall, dass die Allgemeinheit die Kosten des Gerichtsverfahrens zahlt. Beschuldigte gibt es im Zivilrecht nicht. Bei den Anwaltskosten kenne ich mich tatsächlich nicht aus und schweige - aber die Gerichtskosten gehen auf die Allgemeinheit!

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?? damit kann ich nix anfangen worum geht es ? was ist den passiert ?

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:24

Es geht um Rufmord bzw. Verbreitung von Dingen die nicht stimmen. Wohnen im selben Ort. Wenn ich ihn begegne..dann schreit er rum wie ein Irrer. Und erzählt unwahre Dinge. 

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Dann hast du zwar einen Titel gegen ihn, der 30 Jahre lang gütlig ist. Aber im Endeffekt hast du vermutlich die A-karte gezogen. Es sei denn, er erbt oder gewinnt eine entsprechende Summe!

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Kommentar von askahuman
04.06.2016, 13:15

Das ist nicht fair. Kann ich irgendwie noch was machen, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben..wenn er kein Geld hat?

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