Jemanden mit Straftaten erpressen?

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7 Antworten

Zum einen ist die Frage, worin die Erpressung liegt. Nur damit zu drohen bzw. das auch wahrzumachen, also das Geständnis bei der Polizei, ist keine Erpressung. Erpressung läge nur vor, wenn A von B etwas dafür verlangt, wenn er nicht zur Polizei geht.

Dass B damit "ruiniert" ist, also durch die zu erwartende Strafe etc. spielt dabei keine Rolle. Zumal beim "mitgehen lassen" keine exorbitanten Strafen zu erwarten sind.

Ansonsten zählt für A natürlich erst einmal die gleiche Straftat. Er war ja beteiligt und belastet sich selbst. Wirkt sich evtl. strafmildernd aus, kommt aber auf den Straftatbestand an. Eine Kronzeugenregelung wird es für einen Diebstahl eher nicht geben. Er hängt also genauso drin.

Die Beweise ... Dass die Tat begangen wurde, ist wohl unstrittig. Nun, da ist zum einen das Geständnis und die zu erwartenden Details. Wenn es zu einer Verhandlung kommt, dann ist der Richter frei in seine Beweiswürdigung (mit kleinen Einschränkungen). Er kann also A glauben, dass A+B geklaut haben. Und er kann B nicht glauben, dass eben B nicht dabei war.



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Es müsste bewiesen werden das Person B mit dabei war und diese Straftaten begangen hat. 

Person A hat ja ein Geständnis abgelegt.

Die Aussage von Person A alleine reicht aber nicht.

Person A könnte aber Details erzählen die zur Überführung von Person B führen könnten. Z.b. an wen wann das Diebesgut verkauft wurde und das Person B auch dabei war.

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Erpressung setzt voraus, dass A von B etwas verlangt, damit A wiederum keine Aussage macht.

"Wenn du mir keine 1000€ gibst gehe ich zur Polizei und gestehe."


(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit
einem empfindlichen Übel
zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe
bestraft.


https://dejure.org/gesetze/StGB/253.html

Zeugenaussagen sind Beweise. Selbstbelastende Aussagen erst recht. Allerdings wird der Staatsanwalt nicht bloß die Aussage "Wir haben zusammen schon mal andere Dinge geklaut." verwerten wollen. A muss genau sagen, was, wo, wann und wie gestohlen wurde. Die Zeugenaussage muss glaubwürdig klingen.

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Erpressung liegt nicht vor, da es sich um eine Tatsache handelt. Selbst Nötigung scheidet aus, da man jederzeit die Wahrheit sagen darf.

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Kommentar von Ahzmandius
15.07.2017, 17:13

Da verwechselste du wohl Verleumnung mit Erpressung.

Wenn ich ein Auto zerkraze und jemand von mir 1000€ haben will, damit er nicht zur Polizei geht, dann ist es trotzdem eine Erpressung.

Die Frage ist eher, ob A eine Gegenleistung von B verlangt, wenn B nicht Aussagen soll, wenn ja, dann ist es eindeutig Erpressung.

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Hallo.

Wenn einer  hingeht, dann wird es Verfolgt, aber es muss dem anderen Bewiesen werden. Sonst Aussage gegen Aussage. 
Eine Aussage wegen Erpressung muss eine Aussage vorhergehen. Wenn du mir 10.000,-€ geben vorhergehen.
Ob das allerdings beweisbar ist, keine Ahnung.
Da müssen vom vorhergehenden Straftaten Insiderwissen gebracht werden.
Beide könnten sich gegenseitig im Knast wiedersehen.

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Theoretisch ja, eine Zeugenaussage ist ähnlich wie ein Beweis.

Aber A zieht sich damit immer tiefer rein. Das sollte A lassen.

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wo keine beweise da auch keine anklage

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Kommentar von Ahzmandius
15.07.2017, 17:16

Zeugenaussagen sind Beweise...

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