Jemand der die Lehre der Abrogation im Islam widerlegt hat?

2 Antworten

Bezüglich nash:

http://www.monajo.de/wp-content/uploads/2017/09/Abrogation.pdf

Fazit:

Shaikh Shāh Waliyullāh (r) verfechtet lediglich fünf Fälle von Abrogation im Quran, Die abrogierten Verse sind die folgenden: 2:180; 2:240; 8:65; 33:52 und 58:12

Dass die friedlichen Verse nie abrogiert wurden sieht man auch an Sure 4 Ayat 89-91:

{Sie wünschten sich, daß ihr genauso Kufr betreibt, wie sie Kufr betrieben haben, damit ihr gleich werdet. So nehmt euch von ihnen keine alsWali, bis sie fisabilillah Hidschra unternehmen. Und sollten sie sich dennoch abwenden, dann nehmt sie gefangen und tötet sie überall da, wo ihr sie findet, - und nehmt euch von ihnen weder Wali noch Verhelfer zum Sieg. -}

Wenn der Vers nicht im Kontext gelesen wird, ist man da wo du gerade bist.

Liest man es weiter ergibt sich ein ganz anderes Bild:

{außer denjenigen, die zu Leuten flüchten, mit denen ihr einen Vertrag habt, oder wenn sie zu euch kommen, während sie darüber bekümmert sind, daß sie gegen euch oder gegen ihre Leute kämpfen. Und hätte ALLAH es gewollt, hätte ER sie gegen euch aufgebracht, damit sie euch bekämpfen. Und wenn sie euch meiden, nicht gegen euch kämpfen und euch den Frieden anbieten, so hat ALLAH euch gegen sie keine (weitere) Möglichkeit eingeräumt.} Ayah 90

das wird nochmal bekräftigt in Ayah 91:

{Ihr werdet auch andere finden, die vor euch sicher sein wollen und vor ihren Leuten sicher sein wollen. Immer wieder, wenn sie zur Fitna aufgefordert wurden, sind sie auch rückfällig geworden. Und wenn sie euch nicht meiden, euch den Frieden nicht anbieten und sich nicht zurückhalten, so nehmt sie gefangen und tötet sie überall dort, wo ihr sie ergreifen könnt. Und gegen diese haben WIR euch eindeutige Verfügung gegeben.} Ayah 91.

Bezüglich Sure 9:

  • Wer sich nur geringe Mühe macht, den Vers im Zusammenhang zu lesen (Sure 9:1-15), erkennt direkt, dass wir es in dem Vers nicht mit einer allgemeingültigen Anordnung (lex generalis) zu tun haben, sondern diese sich lediglich auf eine bestimmte historische aggressive Kriegspartei bezieht (lex specialis). Diese wird sogar näher spezifiziert, nämlich u.a. als al-mushrikûn („die Beigeseller“), ein Ausdruck, der in der koranischen Terminologie bei politischen Themen zur Bezeichnung der Anhänger der altarabischen Idolatrie auf der Arabischen Halbinsel reserviert ist. Es ist in der Koranexegese quasi eine Binsenweisheit, dass mit diesem Ausdruck andere Teilhaber beigesellende Gruppen in der Regel nicht gemeint sind. Darum kann hier allenfalls von Derogation die Rede sein, nicht von Abrogation.
  • Den Zusammenhang berücksichtigend lässt sich auch mühelos erkennen, dass es sich bei jener Partei um Kriegsverbrecher handelt.
  • Da Sure 9:1-15 offensichtlich ein zusammenhängender Abschnitt wie „aus einem Guss“ ist, sollte der in ihm vorkommende, direkt auf den angeblichen Schwertvers folgende Vers nicht unterschlagen werden: 

{Und wenn einer der Beigeseller dich um Schutz bittet, so gewähre ihm Schutz, so dass er die Rede Gottes hört. Sodann bringe ihn in Sicherheit.} (Sure 9:6)

Die Friedlichkeit und Nachsichtigkeit anordnenden Verse sind also weiterhin gültig.

Quelle: http://www.lichtwort.de/indikatoren/schwertvers.shtml

Wer diskutieren will, Skype: th3highg4m3rs

Eventuelle Fehler meine eigene Schuld.

Und Gott alleine weiß es am allerbesten und besser.

Also zunächst einmal sieht man in 9.4, dass auch von Personen die Rede ist, welche es Mohammed und seinen Nachfolgern an nichts fehlen haben lassen. In 9.5 sieht man dann sofort, auch diese sollten nach einer Schutzzeit trotzdem angegriffen werden. Schaut man sich die islamische Geschichtsschreibung zu dem Hintergrund des von dir genauer bezeichneten Abschnittes an, so lautet es die Nicht-Muslime durften nicht mehr Pilgern nach Mekka und die Ansässigen hatten die Befürchtung geldeinbußen zu erleiden. So kam es dann, dass 9.29 "offenbart" wurde, damit der Verlust durch die Jizzia ausgeglichen wird.

Das in dem von dir beschriebenen Abschnitt von einer spezifischen Gruppierung die rede ist, ist klar erkenntlich. Auch der klar abgegrenzte Zeitraum ist deutlich erkenntlich. Doch bewegen wir uns weiter in Richtung 9.28 wird es zu einer allgemein Anweisung. Während es im Westen viele Muslime anders betrachten, so ist man sich in der arabischen Welt darüber einig, dass die Christen und Juden sich den Muslimen unterordnen sollen.

Die Hadithliteratur unterstützt zudem die Gewaltaufforderungen mit unzähligen Exempeln und wir reden hier nicht von schwachen Hadith.

Der von dir angeführte Artikel über den Jihad entspricht nicht der Geschichtsschreibung. Mohammed zog gegen das byzanthienische Heer Richtung Tabuk aus mit einem gewaltigen Heer von 40.000 um gegen byzanthienische Reich anzutreten, doch das gegnerische Heer ist nicht erschienen.

Desweiteren kann hier nicht die Rede von "aggressionszurückweisenden Kampf" sein, weil zum einen nicht die Rede von "die euch angegriffen haben" in 9.29 ist und zum anderen wir in 9.32 genau sehen worum es geht, nämlich dass die zuvor erwähnten Mönche mit ihren "MÜNDERN" gegen "Allah" reden. Daraus resultiert, dass das gesamte Christentum (und auch Judentum) vom Islam bekämpft werden soll, bis sie sich unterwerfen.

Zudem wird der Artikel der ganzen Flut von Hadith nicht gerecht, welche diesen Umstand genauso herausspiegel wie beschrieben.

Auf "Lichtwort" halte ich mich nicht auf, denn die Seite sieht aus als würde man sich dort ein Virus einfangen.

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@Mondmayer

Klasse. Hier wird weder Stellung auf Sure 4 Ayat 89-91 genommen, noch auf die Studie über die Abrogation( in denen nur 5(!) genannt werden.)

Du schreibst,

Also zunächst einmal sieht man in 9.4, dass auch von Personen die Rede ist, welche es Mohammed und seinen Nachfolgern an nichts fehlen haben lassen. In 9.5 sieht man dann sofort, auch diese sollten nach einer Schutzzeit trotzdem angegriffen werden. 

Lies doch einen Vers weiter!

{Und sollte einer von den (vertragsbrüchigen) Muschrik dich um Asyl bitten, dann gewähre ihm Asyl, bis er die Worte von ALLAH vernommen hat, dann geleite ihn zum Ort seiner Sicherheit. Dies ist so, weil sie doch Menschen sind, die nicht wissen.} Sure 9 Ayah 6

Du schreibst,

So kam es dann, dass 9.29 "offenbart" wurde, damit der Verlust durch die Jizzia ausgeglichen wird

Dieser Vers wird von Kommentatoren vor dem Hintergrund der Angriffsvorbereitungen der christlichen Byzantiner gesehen. Aber auch ohne dieses Hintergrundwissen bietet der Vers genügend Anhaltspunkte, um ihn nicht als pauschalen Aufruf zur militärischen Bekämpfung von Andersgläubigen nur wegen ihrer religiösen Zugehörigkeit zu verstehen:

  • Es ist deutlich, dass nicht zur Bekämpfung aller, „denen die Schrift gegeben wurde“, aufgerufen wird, sondern ausschließlich derer, welche klar benannte Eigenschaften aufweisen, zu denen gehört, dass sie weder an Gott noch an den Jüngsten Tag glauben (als Spezifikation, nicht unbedingt als Begründung). Nun mag man sich darüber streiten, ob trinitaristische Christen an Gott im Sinne des Ehrwürdigen Koran glauben - unstrittig dürfte allerdings sein, dass ein gläubiger Christ in der Regel an den Jüngsten Tag glaubt. Das wiederum bedeutet: 
  • entweder, dass der Vers nur für die Lebzeiten des Gesandten Gottes gilt, da nach seinem Tod keine Offenbarung mehr zu erwarten ist, welche aufgrund des Wissens Gottes um verborgene Herzensinhalte wie das Glauben oder Nichtglauben an den Jüngsten Tag die Scheinchristen unter der genannten Gruppe entlarvt.
  • oder, dass er sich auf diejenigen Angehörigen der Schriftreligionen bezieht, deren brutale Vorgehensweise so bestialisch ist, dass es trotz der prinzipiellen Verborgenheit der Herzensinhalte quasi offensichtlich ist, dass sie an einen Jüngsten Tag, an dem Unrecht gesühnt wird, nicht glauben.( Vgl. Sure 107:1-3)
  • Der Ausdruck diejenigen, denen die Schrift gegeben worden ist (alladhîna °ûtu l-kitâb) ist als reservierter koranischer Terminus zu betrachten, der sich nicht unbedingt auf die Allgemeinheit der Juden und Christen erstreckt - diese sind lediglich  die Angehörigen der Schrift (ahlu l-kitâb) -, insbesondere nicht auf die Laien, sondern zuerst auf ihren (hier kriegführenden oder kriegstreibenden) Klerus bzw. ihre Gelehrten.

Beweis:

Das lässt sich besonders daran feststellen, dass an anderen Stellen des Koran diejenigen, die so bezeichnet werden, Dinge wissen, welche die Allgemeinheit der Juden und Christen nicht wissen kann.

Korangelehrte wie Tabariy beziehen den Ausdruck z.B. in Sure 2:144 dementsprechend ohne Umschweife auf Klerus und Schriftgelehrte. Siehe auch Sure 3:20, wo zwischen denjenigen, denen die Schrift gegeben worden ist und den Laien unterschieden wird. (Allerdings scheinen Erweiterungen des Ausdrucks nicht mehr diese spezielle Bedeutung haben zu müssen, z.B. diejenigen, denen die Schrift vor euch gegeben worden ist .)

Quelle: http://www.lichtwort.de/indikatoren/schwertvers.shtml

Du schreibst,

Doch bewegen wir uns weiter in Richtung 9.28 wird es zu einer allgemein Anweisung

Transliteration:

{Yā 'Ayyuhā Al-Ladhīna 'Āmanū 'Innamā Al-Mushrikūna Najasun Falā Yaqrabū Al-Masjida Al-Ĥarāma Ba`da `Āmihim Hādhā ۚ Wa 'In Khiftum`Aylatan Fasawfa Yughnīkumu Allāhu Min Fađlihi~ 'In Shā'a ۚ 'Inna Allāha `Alīmun Ĥakīmun}

Hier geht es also immer noch um die "Mushrikun", Zitat oben,

Diese wird sogar näher spezifiziert, nämlich u.a. als  al-mushrikûn („die Beigeseller“), ein Ausdruck, der in der koranischen Terminologie bei politischen Themen zur Bezeichnung der Anhänger der altarabischen Idolatrie auf der Arabischen Halbinsel reserviert ist. 
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@DieMimose

Du schreibst,

Während es im Westen viele Muslime anders betrachten, so ist man sich in der arabischen Welt darüber einig, dass die Christen und Juden sich den Muslimen unterordnen sollen

Jetzt argumentierst du mit der muslimischen Welt?

Du schreibst,

Der von dir angeführte Artikel über den Jihad entspricht nicht der Geschichtsschreibung. Mohammed zog gegen das byzanthienische Heer Richtung Tabuk aus mit einem gewaltigen Heer von 40.000 um gegen byzanthienische Reich anzutreten, doch das gegnerische Heer ist nicht erschienen.

Von welchem Abschnitt ist hier die Rede? Meinst du http://www.monajo.de/wp-content/uploads/2017/08/Die-gern-falsch-verstandene-Dschisjah-1.pdf?

Du schreibst,

Desweiteren kann hier nicht die Rede von "aggressionszurückweisenden Kampf" sein, weil zum einen nicht die Rede von "die euch angegriffen haben" in 9.29 ist und zum anderen wir in 9.32 genau sehen worum es geht, nämlich dass die zuvor erwähnten Mönche mit ihren "MÜNDERN" gegen "Allah" reden. Daraus resultiert, dass das gesamte Christentum (und auch Judentum) vom Islam bekämpft werden soll, bis sie sich unterwerfen.

Der Vers wurde schon gerade eben behandelt.

Du schreibst,

Zudem wird der Artikel der ganzen Flut von Hadith nicht gerecht, welche diesen Umstand genauso herausspiegel wie beschrieben.

Die würde ich gerne sehen.

Du schreibst,

Auf "Lichtwort" halte ich mich nicht auf, denn die Seite sieht aus als würde man sich dort ein Virus einfangen.

Lichtwort ist eine akademische Website, mit Schwerpunkt Qur'an und Hadithwissenschaften.. du lässt dir was entgehen.

Eventuelle Fehler sind meine eigene Schuld.

Und Gott alleine weiß es am allerbesten und besser.

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Ich bin ein Kämpfer gegen den mörderischen Islam, aber mit christlichen Mitteln.

Eph 6,12 Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen. 

Daher wurde ich von Moslems offensichtlich zu Recht mit dem Tod bedroht.

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@johann77
gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen

Hört sich mir nach den bösen Dschinnen (Shayateen) an; sie suchen auch die oberen Bereiche der Atmosphäre auf.

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Mimose, du versuchst den Islam schönzureden. Muhammed hat unzählige Angriffskriege geführt und Apostaten / Kritiker töten lassen. Seine rechtgeleiteten Kalife / Freunde ebenfalls. Alle Rechtsschulen der Sunniten befehlen den Glaubenskrieg und alle (auch die schiitischen) die Hinrichtung von Apostaten. Die Muslime haben von Spanien bis Afrika, Indien und noch weiter Kriege geführt.

usw usw

Wenn du die Abrogation ablehnst, musst du mit Widersprüchen leben - in dem Fall kann der Koran kein Wort Gottes sein

Dass alle Verse von Verteidigung reden ist eine Lüge

Ich kann den hohlen lächerlichen Spruch "aus dem Kontext gerissen" nicht mehr hören. Liberale Muslime bluffen mit einer Pseudo-Gelehrtheit und widersprechen dabei den höchsten islamischen Autoritäten. Konnten die Islamgelehrten der Rechtsschulen kein Arabisch, warum haben sie den Kontext ignoriert ?

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Also wenn man das so sieht, ist das Christentum genauso brutal und gefährlich. Die Frage ist, ob diesen Versen Beachtung geschenkt wird.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied im satanischen Tempel

Kennst Du die Bibel so gut? Ich glaube nicht. Mit Sicherheit das Neue Testament nicht! Beim Alten Testament, das auch zum Christentum gehört, würdest Du stauen, wie oft Texte zu finden, welche sich zum Beispiel mit dem Thema Armut befassen.

"Im Alten Testament gibt es 10 verschiedene Worte für Armut. Sie umschreiben alle Aspekte der Armut. Wirtschaftliche Armut: Hungersnot, Krieg, soziale Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Schutzlosigkeit desjenigen, der sich nicht gegen die Stärkeren wehren kann. Psychische Armut: Angst, Einsamkeit. Und besonders wichtig: Geistliche Armut: die Angst, von Gott verlassen zu sein, Todesangst, Orientierungslosigkeit"

http://www.christnet.ch/de/content/was-sagt-die-bibel-zum-teilen-und-zur-armut

Texte, bei denen aufgerufen wird, zukünftig Gewalt auszuüben, wirst Du kaum finden.

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@Bodesurry
"So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben."
(4. Mose 31,17-18)
"Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, ..."
(5. Mose 21,18-21)
"Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ..."
(3.Mose 20,13)
"Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!"
(Psalm 137,9)

Ich finde die Bibel da kein bisschen besser.

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