Jedes Jahr ( im Winter ) kommt der Schimmel. Verwaltung tut nichts. Was tun?

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wieder dieses gerde vom nicht guten genügendem lüften !--- ich lüfte auch nicht 3 x am tag meine räume indem ich alle fenster weit öffne ( wer macht und kann das schon ?) und habe trotzdem keinen schimmel in der wohung -- mein vermieter wolltemir das auch ans bein binden, erklärte mir sogar, dass die abuft vom trockner übers dach wieder in d ie wohng zurück käme -alles schwachsinn-- die wand war nicht ordentlich gedämmt ,und da das sehr aufwendig und teuer war ,drückte er sich wo er nur konnte- wir haben das bis vors gerichtr gebracht immer wieder mit aufnahmen dokomentiert und vollkommen recht bekommen , nachdem ein gutachter sich der sache annahm.mietminderung haben wir auch vorgenommen -ich meine 30% - nach vorheriger androhuung mit hinweis auf erledigung der sache . man muß sich einen schimmelbefall in der wohung nicht bieten lassen -- das ist hochgradig gesundheitsschädlich ! sucht euch schon jezt ne neue wohung ,auf dauer werdet ihr ausziehn müssen .

danke dir für den stern l.g

und ---hat sich inzwischen was geändert ?

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Es gibt zur Schimmelvermeidung hauptsächlich zwei Strategien:

1). Luftfeuchte gering halten, durch regelmäßiges (Stoß-)Lüften

2.) kalte Wandoberflächen vermeiden, durch "richtiges " Heizen

Zu 1.) ist anzumerken, dass mehr als 3-4x Stoßlüften am Tag auch gerichtlich nicht eingefordert werden kann. Führt dieses nicht zur Schimmelvermeidung, dann gibt es andere Ursachen.

Zu 2.) möchte ich etwas ausführlicher werden:

Was soll man unter "richtigem" Heizen verstehen?

Die offizielle Meinung dazu lautet wohl, die Wohnung nicht auskühlen zu lassen, also gleichmäßig durchzuheizen, wobei Temperaturen von 20°C anzusteben sind. Hierbei ist natürlich die Raumtemperatur gemeint. Schimmel bildet sich aber nicht in der warmen Raumluft, sondern in, bzw. an den kalten Raumecken.

Warum sind die Raumecken kalt?

Zum einen ist die Gebäudeecke eine unvermeidbare geometrische Wärmebrücke, an der die Auskühlfläche außen deutlich größer ist, als die Innenwandfläche, über welche das Mauerwerk erwärmt wird, um die Temperatur innen an der Wandoberfläche deutlich über dem Taupunkt zu halten. Zum anderen wird der überwiegende Teil der Wohnungen heute mit der Zentralheizung und dem Kompaktheizkörper unter dem Fenster erwärmt. Diese Kompaktheizkörper geben ihre Wärmeleistung zu ca. 80% über Konvektion (erwärmte Raumluft) und zu ca. 20% durch Wärmestrahlung ab. Aber nur die Wärmestrahlung erwärmt direkt die (Wand-)Oberflächen. Die Warmluft des Heizkörpers steigt erst mal zur Zimmerdecke, da sie leichter ist, als kalte Luft. Wenn sie sich abkühlt, sinkt die Luft wieder zum Boden und wird vom Heizkörper erneut erwärmt und steigt nach oben. So gibt es am Boden kühle Luft und über dem Kopf recht warme Luft. Die Außenwand muss nun durch diese Warmluft auch noch erwärmt werden, da der Wärmestrahlungsanteil zu gering ist. Oben an der Außenwand reicht in der Regel die Wärme aus, deshalb gibt es dort in der Regel eher selten Schimmelbefall. Unten, über dem Fußboden und vor allem in den Ecken an der Außenwand oder hinter Möbelstücken, da kommt die Warmluft durch natürliche Zirkulation kaum hin, um die Außenwand warm und deutlich über der Taupunkttemperatur zu halten. Hier kann also durchaus - obwohl geheizt wird - Schimmel durch Raumluftkondensat oder (an dieser Stelle!) erhöhte Luftfeuchten entstehen. Schimmel gedeiht bereits bei 70-80% rel. Luftfeuchte (je nach Sporenart), es bedarf nicht der Kondensatbildung bei 100% rel. Luftfeuchte.

Diese kühleren Stellen der Wand bekommen also durch das konvektive Heizsystem nicht ausreichend Wärme ab - ein baulicher Fehler.

Mit einem höheren Wärmestrahlungsanteil (durch Flächenheizungen oder Plattenheizkörper Typ 10) könnte man der Wärmeunterversorgung kritischer Stellen entgegenwirken. Besser und sicherer jedoch ist die direkte Wärmeversorgung der Stellen durch eine Heizrohrschleife (das warme Heizrohr dicht vor der Wand, versorgt die kalten Wandstellen mit Wärme) oder die hydraulische Heizleiste, die einen Warmluftschleier vor die kühle Außenwand bringt. Hierbei wird auch die Möbilierung kaum beeinträchtigt, da 10cm Wandabstand absolut ausreichen.

Durch den gezielten Wärmeeintrag, an kritischen Stellen wird die Feuchte aus der Wand verdrängt und die Wand trocknet langsam aus. Der Dämmwert erhöht sich, denn die Ziegelwand mit nur 10 Gewichtsprozent Feuchte hat bereits 77% ihres Dämmwertes verloren. Schon daran kann mal erkennen, dass man feuchte Wände nicht immer zwangsläufig trockenheizen kann, denn durch den gesunkenden Dämmwert der Wand wird viel Wärmeenergie gleich nach draußen geleitet ohne für eine Erhöhung der inneren Wandoberflächentemperatur zu sorgen.

Wer nun meint, mit Dämmung (innen oder außen) an kalten, feuchten Stellen der Wand die innere Wandoberflächentemperatur erhöhen zu können, um die Kondensatbildung zu vermeiden, vergisst, dass es immer noch die Feuchte in der Wand gibt, die für die Schimmelbildung sorgt. Gibt es mehr Wärme, wächst der Schimmel auf der feuchten Stelle noch besser. Eine Außenwanddämmung verhindert in der Regel auch eine Austrockung der Wand nach außen.

Vor der Dämmmaßnahme ist also die Wand trocken zu legen (durch gezielten Heizwärmeeintrag). Da sich durch die Austrockung der Wand der Dämmwert bereits massiv erhöht, wird die Dämmung dann in der Regel unwirtschaftlich und ist somit überflüssig.

Jedes Jahr zum Winter steigt die Raumfeuchtigkeit in Eurer Wohnung, das liegt am Wohnverhalten. Heizen und Lüften stimmen bei Euch nicht, also müßt Ihr was ändern. Wenn es im Sommer auch so wäre lege ein Baumangel vor.

vermutlich zieht die wärme nach draussen ab , weil die wände nicht ordentlich genung gedämmt sind -- VON AUSSEN -- dagegen an kann man nicht heizen -- das wird zu teuer !dass dei wände wenigstens 5-8 cm frei bleiben müssen ( abstand zum davor stehend schrank ) ist ja nachvollziehbar -- aber 3-5 x am tag alle fenster weit aufreissen -- wer macht das denn bitte und wer kan , das , wenn man berufstätig ist ?

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