"Jeder von Euch wisse, wie er von seinem eigenen Gefäße in Heiligung und Ehre Bersitz ergreife, nicht in gierigen sex. Gelüsten? (1. Thess.4:1-12)? Bedeutung?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

1. Thess 4:4: Alles ist beim ehelichen Sex erlaubt 55%
1. Thess. 4:4: Normalsex in Ehe ja, keine extremen Praktiken 11%
1. Thess. 4:4 bezieht sich auf Masturbation, nicht auf die Ehe 11%
1. Thess. 4:4 erlaubt nur lustlosen Vaginalsex in der Ehe 11%
1. Thess. 4:4 bezieht sich auf Sex- und Pornografiesucht 11%
1. Thess.4:4 verbietet ehelichen Oralsex -auch als Vorspiel 0%
1. Thess. 4:4: Schon ein gieriger Blick des Ehepartners reicht 0%

12 Antworten

In der Bibel verboten: Unzucht = alle Formen des außer- und vorehelichen geschlechtlichen Umgangs.

Nicht in der Bibel erwähnt: Masturbation (deshalb kann weder ein Verbot noch eine Empfehlung abgeleitet werden; vielleicht kommt es auf den jeweiligen Fall und die Gedankenwelt an; pornographische Vorlagen sollten z. B. nicht als Vorlage verwendet werden, da sie Unzucht darstellen)

Ausdrücklich erlaubt: Geschlechtsverkehr mit dem Ehepartner, der in Liebe und Respekt ausgeübt wird. Das Hohelied berichtet z. B. davon: https://www.bibleserver.com/text/SLT/Hoheslied1

Vielleicht findest du auch hier einige Antworten: https://www.erf.de/glaubens-faq/die-bibel-und-die-sache-mit-dem-sex/33618-43

1. Thess. 4:4 erlaubt nur lustlosen Vaginalsex in der Ehe

Fangen wir mit der Genesis und Adam und Eva an. Entgegen vieler Predigten, insbesondere von Katholiken, gings beim sogenannten Sündenfall (Adam, Eva, Schlange, Apfel etc.) nicht um Sex, sondern der Baum, von dem die beiden genascht haben, war der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Erst durch diese Erkenntnis, was gut und böse ist, kann der Mensch ganz allgemein sündig werden und ein schlechtes Gewissen entwickeln. Aber wie gesagt, mit Sex speziell hat das nichts zu tun.

Dann gabs die 10 Gebote. In den 10 Geboten kommt Sex auch nicht direkt vor. Indirekt kommt im 10. Gebot lediglich vor, dass man sich von einer verheirateten Frau oder der Sklavin eines anderen fernhalten soll.

In den weiteren Gesetzen des Mose, die aber so sowieso nicht für Christen gültig sind, wird noch weiter erlassen, dass eine verheiratete Frau nicht fremd gehen darf, dass aber der Mann sich neben seiner Frau auch noch Sexsklavinnen halten darf. Gleichgeschlechtlicher Sex wird aber streng verboten.

Jesus hat sich in seiner Lehre weitgehend aus dem Sexleben völlig rausgehalten. Lediglich indirekt lässt sich aus seiner Goldenen Regel "Alles nun, was ihr wollt, daß die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten." ableiten, dass wer in einer Beziehung lebt und von seinem Partner Treue fordert, diesem ebenfalls treu zu sein hat.

Geschildert wird im NT ein Fall, dass eine Frau, die wegen Fremdgehens gesteinigt werden sollte, von Jesus davor bewahrt wurde ("Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein"). Anschließend verzieh er ihr und ermahnte sie lediglich, das Fremdgehen in Zukunft bleiben zu lassen. Selber hielt sich Jesus auch nicht an die jüdischen "Enthaltungsregeln" sondern genoß gutes Essen und Trinken mit den Steuereintreibern und käuflichen Damen zusammen während des Sabbaths. Ansonsten sei noch darauf verwiesen, dass sich Teile seiner Jünger darüber aufregten, dass er ständig mit Maria Magdalena, seiner "Gefährtin", rumgeknutscht hat (laut den in Nag Hammadi gefundenen apokryphen, von den Katholiken aber verworfenen Schriften).

Erst Paulus, der Erfinder des eigentlichen Christentums, der dabei die Lehre Jesu teils in ihr Gegenteil pervertierte, mischte sich massiv ins Sexleben ein. Er war von Grund auf Frauen- und Sexfeindlich und war der Meinung, für den Glauben sei es besser auf Frauen und Sex ganz zu verzichten. Da aber Sex nun mal für die Vermehrung erforderlich sei, sei er dafür notgedrungen erlaubt, aber auch nur so, dass er seinen Zweck erfüllt und dabei möglichst keinen Spass macht. Auf dieser Lehre baut auch die Sexuallehre der katholischen Kirche auf.

Wieder ein Fall, wo Kirchenlehre von Biblischer Lehre nicht unterschieden wird.

Nur ein paar Beispiele:

Das 6.Gebot ist: Du sollt nicht ehebrechen!

Ehe war von Anfang an eine Bindung zwischen einem Mann und einer Frau. "Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein«" Matthäus 19,4 u. 5

Polygamie ist nicht von Gott gewollt, also ganz klar Sünde.

Paulus war nicht "Frauen- und Sex-feindlich", er gibt nur den Rat nicht zu Heiraten, um Jesus besser dienen zu können. Aber es sagt auch ausdrücklich, das Heiraten keine Sünde ist.

In manchen fällen empfiehlt er auch zu Heiraten, um Unzucht zu vermieden.

Ich könnte so Punkt für Punkt deine Aussagen widerlegen.

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@Jehukal

er gibt nur den Rat nicht zu Heiraten, um Jesus besser dienen zu können. Aber es sagt auch ausdrücklich, das Heiraten keine Sünde ist.

In manchen fällen empfiehlt er auch zu Heiraten, um Unzucht zu vermieden.

Das ist kein Widerspruch zu meinen Aussagen.

Polygamie ist nicht von Gott gewollt, also ganz klar Sünde.

Nirgendwo habe ich der Polygamie das Wort geredet. Im Gegenteil, ich habe sogar Jesus' Einstellung dazu wiedergegeben, die der Polygamie widerspricht.

Paulus war nicht "Frauen- und Sex-feindlich"

Das war er sehr wohl. Habe jetzt aber keine Lust, alle Bibelstellen dazu aufzuzählen.

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@Hamburger02

"Polygamie" das kommt dem gleich.

"dass eine verheiratete Frau nicht fremd gehen darf, dass aber der Mann sich neben seiner Frau auch noch Sexsklavinnen halten darf. "

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@Jehukal
"dass eine verheiratete Frau nicht fremd gehen darf, dass aber der Mann sich neben seiner Frau auch noch Sexsklavinnen halten darf. "

Tja, das war die Regel, die Gott laut Bibel dem Mose gegeben hat.

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@Jehukal

Man sollte doch auf die Gegensätze hinweisen, dass Gott(sollte dass alles von ihm kommen) kein Problem mit der Pologymie hatte. Selbst der so hochgelobte Abraham hat noch mit über 100 Jahre(!) eine zweite Frau, mit der er Kinder zeugte. Man fragt sich schon warum Gott hier nicht klärend darauf eingewirkt hat. Schließlich kann man die Polygamie nicht von damaligen gesellschaftlichen Gegebenheiten abhängig machen. Oder wegen der Härte des Herzen, wie Jesus den Scheidebrief begründet hat.

Letztlich hat sich am menschlichen Herzen trotz alldem nichts geändert. Denn die Sexualität bereitet den Menschen immer wieder Probleme. Da besteht kein Unterschied zwischen der Vergangenheit und Heute. Nur mit dem Unterschied, dass sich auch die Frauen heute diese Freiheit heraus nehmen nicht nur einen Partner zu haben, was die Männer sonst immer schon getan haben. (Zweitfrauen, Konkubinen, Geliebte usw.)

Später war das bei Jakob dasselbe, dass er zwei Frauen hatte. Und wo noch mehr über polyogayme Beziehungen berichtet wird. Aber mit keinem Wort wird das von Gott kritisiert, bzw. verboten. Entweder gelten die moralischen Gesetze oder sie gelten nicht.

Die plötzliche Verschärfung durch Christus wird der Realität genauso wenig gerecht wie schon vorher nicht der Fall gewesen ist. Da werden auch alle religiösen Vorschriften oder Androhungen von Strafe wenig bringen. Geht man von der Realität aus wird in der BRD jede zweite Ehe geschieden.

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Schon sehr erstaunlich,  , dass im September 2019 n. Chr. Geburt über gottgefälliges Sexverhalten nachgedacht wird, wie es ein Zeitgenosse des Sozialrevolutionärs beschrieben hat.

Paulus von Tarsus – der ja zunächst die Anhänger des Jesus Christus verfolgte - hat in dem Bibelzitat auch ein Grundprinzip religiöser Machtausübung zum Ausdruck gebracht:

„Denn ihr wisset welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus Christus.“

In Abwandlung eines bekannten Zitats von George Orwell könnte man sagen:

"Vor Gott sind alle gleich. Aber einige sind doch wesentlich gleicher."

Und wenn gerade heute die Nachricht verbreitet wird, dass die deutschen Bischöfe vom Vatikan gerügt werden, weil sie es u.a. wagen, darüber nachzudenken, ob die grundgesetzlich garantierte Gleichberechtigung der Frauen (GG Artikel 3 Abs. 3) eventuell sogar für deutsche Katholikinnen gelten könnte, dann zeigt sich für mich, dass das Grundmuster des geistlichen Missbrauchs noch immer Gültigkeit hat:

„… die Verwechslung von geistlicher Person mit der Stimme Gottes.“

Klaus Mertes SJ im Vorwort zu Doris Wagner: Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche, Freiburg im Breisgau 2019

Die Unterdrückung, Einengung der menschlichen Sexualität ist eine der erfolgreichsten Methoden religiös verbrämter Herrschaftsausübung.

Unkeusches dem Priester gebeichtet – oft ein direkter Weg in lebenslange Ängste und Abhängigkeiten!

Auf dein Zitat bezogen möchte ich behaupten, dass Paulus´ Worte zum gottgefälligen Liebesspiel für uns völlig bedeutungslos sind, weshalb ich mich an der Umfrage auch nicht beteilige.

Wie heute in lustvoller Vereinigung zwei „Gefäße voneinander Besitz ergreifen“ - das möge sich doch bitte in liebevollem Miteinander ereignen!

Wie gehe ich am besten mit meiner Asexualität um?

Liebe Gutefrage.net-Community,

ich habe mich oft gefragt, was mit mir los ist, bis ich vor ein paar Monaten endlich eine plausible Erklärung gefunden habe. Ich bin Asexuell. Zumindest bin ich mir sehr sicher.

Ich bin immer oft feiern gegangen und tue das auch heutzutage noch ab und zu. Natürlich nie mit der Absicht, mir ein Mädchen "zu klären", aber trotzdem gehört das Flirten ja zur Disco etc. dazu. Ich war nie wirklich erfolgreich darin, obwohl ich wirklich nicht schlecht aussehe, ein paar Tricks auf Lager habe und auch nicht scheu bin, im Gegenteil sogar. Trotzdem wollte es nicht klappen und deshalb habe ich mir das Verhalten von anderen Jungs angesehen, die Erfolg haben und meine das Problem gefunden zu haben:

Ich strahle einfach keine sexuelle Energie aus, weil ich, als ich darüber nachgedacht habe, nie wirklich Sex mit einer Frau haben wollte. Masturbation steht bei mir regelmäßig auf dem Plan und auch sexuelle Fantasien mit Frauen habe ich oft, aber wenn es um tatsächlichen und handfesten Sex geht, dann habe ich kein Bedürfnis. Irgendetwas daran lässt mich unfassbar kalt. Bei all meinen Flirtversuchen habe ich nie weiter als eine Beziehung gedacht.

Abneigungen gegen Küssen, Kuscheln oder Körpernähe habe ich auch nicht, sondern es ist nur dieser spezielle Aspekt des Sex, der mich nicht anspricht. Ich bin mir jetzt unsicher, ob ich eine Beziehung mit einer Frau eingehen kann. Wird sie nicht irgendwann sexuelle Bedürfnisse haben? Ich werde diese nicht erfüllen können. Ich bin in der Hinsicht dann aber auch ein wenig egoistisch und will, dass meine Freundin mit keiner anderen Person Sex hätte.

Meine Frage ist nun: Wie gehe ich mit der Situation am besten um? Ich will eine Beziehung. Ich weiß aber auch, dass 99% der Frauen, wenn ich ihnen nach einiger Zeit meine Asexualität gestehen muss, mich verlassen werden. Hat einer eventuell sogar das gleiche Problem?

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