Jeder Tag ohne Arbeit ist ein guter Tag?

19 Antworten

Arbeiten ist ein notwendiges Mittel, um innerhalb der eigenen Lebensumstände das zu bekommen, was man unbedingt braucht. Und es ist naturkonform, möglichst viel Nutzen mit so wenig Arbeit wie möglich zu erzielen.

Der durch Arbeit erzielte Nutzen betrifft aber nicht nur materielle Dinge, sondern mit eingeschlossen ist z. B. auch Wissensgewinn, der Erwerb besserer sozialer Kompetenz, Harmonisierung im Zusammenwirken mit anderen und bessere Integration in notwendige Gruppen.

Unter dem Strich kommt es darauf an, sich mit dem wohl zu fühlen, was man hat und in welchem Umfeld man wie lebt. Stimmt in diesem Gefüge etwas ganz und gar nicht, dann kann das eine oder andere eigentlich Notwendige sehr schnell zum Horror werden, meistens auch zum eigenen Schaden.

Andererseits hat jeder Mensch Lebensabschnitte, die der Umorientierung dienen und in denen dann ein sehr breites Feld von Umständen auch tatsächlich anders gestaltet wird. Solche Phasen sind normal, und da muß man einfach selbst durch. Ein Rat von außerhalb bringt nahezu nichts, weil die Einsicht, gewisse Ratschläge zu befolgen, noch gar nicht da ist (diese Einsicht entsteht erst am Ende der Umorientierung, und da braucht man den Rat anderer nicht mehr).

Während solcher Umorientierungsphasen werden jedoch ständig Entscheidungen getroffen, die knallhart dafür prägend sind, ob man zukünfig verstärkt sozial orientiert durchs Leben geht oder verstärkt antisozial, d. h., man entscheidet sich Punkt für Punkt, ob man seinen eigenen Beitrag zum übergeordneten gedeihlichen Miteinander erbringt oder ob man lieber mehr oder weniger rücksichtslos auf Kosten anderer leben will.

Letzteres ist sehr ungedeihlich und auch paradox, wenn man mit einer gegenwärtigen Sitiuation sehr unzufrieden ist und nicht erkennt, daß die Ursache solcher Unzufriedenheit gerade darin zu finden ist, daß sich auch zu viele andere für den Weg des mehr oder weniger Antisozialen entschieden haben.

was heißt hier den Weg des Antisozialen gewählt zu haben. Armut ist nie begehrenswert für fast niemanden. Es ist vielmehr so, dass die Menschen, die vermeintlich antisozial sind, es nicht gepackt haben, normal sich ausbilden zu lassen und danach arbeiten zu gehen. Wer arbeitet ist gewiß nicht antisozial, sozial allerdings meist auch nicht. Ws soll auch schon daran sozial sein, wenn man seine Arbeitskraft an eine Firma verkauft!

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@voayager

Armut war hier nicht der hinterfragte Punkt, weil das ein komplett anderes Thema ist. Das muß auseinander gehalten werden.

In der Antwort geht es alleine um das Verhalten und um denkbare Motive und Hintergründe. Auch aus dem Kontext der Antwort heraus sollte erkennbar sein, daß "erzwungenermaßen nicht arbeiten" nicht angesprochen ist und auch nicht dorthin gehört.

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Im Nichts tun ruht kein Segen, weil dann der Mensch überflüssig ist, sich überflüssig vorkommt, in der Maloche auch nicht, was dazwischen liegt ist anzustreben. Eine sinnvolle Arbeit erfüllt und was ganz wichtig ist, sie bringt Geld ins Portmonnaie. Dies nicht in dem Maß wie man es sich meist wünscht, es sei denn man ist in gehobener Postion und muß dennoch nicht rackern, wie ein Teil der Beamten, dennoch isses allermeist mehr als das Geld, das die bloße Staatsstütze bietet.

Was du betreibst, ist das Pfeifen im Walde, d.h. du sprichst dir Mut zu, um so dein Elend zu versüßen. Wenig Geld in der Tasche zu haben, ist nämlich ausgesprochen bedrückend. Es gibt keine fröhliche Armut. Genau die im Niedriglohnsektor ist es verheerend.

Dass dieser Staat recht mies ist, ist eine Binsenweisheit, auch die Tätigkeiten im Niedriglohnsektor sind miserabel, ergo muß eine gescheite Ausbildung angepackt werden, damit es später nicht hundsmiserabel zugeht.


So krank kann das System gar nicht sein, wenn es schafft, dich durchzufüttern und dir ein Dach über dem Kopf zu verschaffen, sowie Strom, sauberes Wasser in die Wohnung schickt sowie dafür sorgt, dass dir im Winter nicht der Popo abfriert.

Du hast das Glück, dir diesen Luxus leisten zu können, das Leben zu genießen, ohne einen Finger krumm zu machen, weil andere arbeiten und für dich in die Sozialkasse einzahlen, um dich mit zu finanzieren.

"Der Staat kann mich mal" ist ein bisschen großkotzing dahergepöbelt.

Es ist durchaus nicht selbstverständlich, das man für nichts so gepäppelt wird wie du und viele andere.

Es sei dir gegönnt. Diese Möglichkeit bieten dir der Staat und deine Mitmenschen, die jeden Tag schwer arbeiten.

Es wäre vielleicht fair, wenn du dich nicht nur deines gut von anderen finanzierten Lebens freuen würdest, sondern auch darüber, dass der Staat und deine Mitmenschen dir dies ermöglichen  - statt so primitiv herumzupöbeln.

Soll er sich trauen, sowas zu den Leuten zu sagen, die dafür gesorgt haben, dass wir überhaupt so einen Staat haben. 

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du redest kompletten Unsinn, denn was du päppeln nennst, ist ein armseliges Almosen an Geld, das nicht zum Leben und nicht zum Sterben reicht.

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