Jedem wie er mag - Gibt es "die" Wahrheit?

18 Antworten

Hallo DerFreie920,

es ist beobachtbar, dass so viele Menschen, Institutionen, Organisation auch Glaubensgemeinschaften eine Wahrheit definieren oder postulieren - diese Wahrheiten aber weder eine Vereinigungsmenge bilden und sich allenfalls irgendwo überlappen mögen. So liegt nahe, dass es keine universale Wahrheit gibt; eine lokale Wahrheit möglicherweise politisch motiviert ist: einen Zwecken folgend.

Man müsste jetzt nach etwas absolutem oder universalem suchen - und findet es tatsächlich: in dem universalen Begriff der Liebe. Das ist zunächst ein Modellansatz, mit dem man allenfalls etwas anfangen kann, der aber selbst keinen Wahrheitsanspruch haben kann.

Wieder keine Wahrheit - und so verbleibt der Begriff als derjenige für eine Aussage zu etwas, was wir landläufig als wahr betrachten.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Wenn man einen absoluten Satz der Wahrheit definieren wöllte, dann müsste der doch so grundsätzlich wie möglich sein

Liebe wird es wohlmöglich nicht sein, denn nicht jeder verspürt Liebe

Aber wenn ich bspw. sage: Die absolute Wahrheit ist, die Freiheit jeds Einzelnen zu respektieren? Dann würde niemandem geschadet werden und jeder kann seiner Wahrheit nachgehen

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@DerFreie920

Liebe im universalen Sinn ist schon etwas mehr und auch abstrakter - und sie gilt als solches unabhängig davon, ob sie jemand verspürt oder sie selbst von jemandem ausgeht.

Würde Liebe von einzelnen Personen abhängen, wäre sie vielleicht eine Wahrheit - und nichts mehr als diese anderen "Wahrheiten" auch.

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  • Wie würde die Welt aussehen, wenn einfach jeder die Wahrheit des anderen akzeptieren würde, solange sie niemandem schadet?

"die Wahrheit des anderen" sind zum einen von Religion erzeugten Vorstellungen, oder physikalische Theorien, oder für ihn "ist wie es ist", er philosophiert sich selbst etwas zusammen, oder.. oder..., "Wahrheit" kann zu Kriegen führen.

Das Problem liegt bei: "solange sie niemandem schadet".

Wir müssen auf die Wissenschaft hören, und nicht auf Religion.

Um "die Wahrheit" zu erfahren müßte man dort sein, wo alle Fragen ihr Ende haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Was ist Demokratie? Frage ich mich auch oft...

Ist doch schön zu sehen wenn man etwas macht und alle dagegen sind, das ist ein Zeichen dafür das es richtig war. Du musst lernen Menschen als nörgelnden und pessimistischen Kontraindikator zu sehen. 🤭

Mesnchen haben unterschiedliche Wahrheiten - und viele davon haben ein oder mehrere Körnchen Wahrheit in sich.Ich denke wie man damit umgeht kommt auf die eigene Prioritätensetzung um.

Als vegane Person ist das ein "Massentierhaltung sorgt für unglaubich viel Leid", als fleischfressende Person ist das "bloß weil ich vegan werde ändert das nicht unmittelbar was, ich will genießen und dazu gehört Fleischkonsum".

Das sind 2 Dinge die sich nicht auschließen und beide haben wirgendwo Recht. Nur gehen beide mit den Wahrheiten anders um.

Wie würde die Welt aussehen, wenn einfach jeder die Wahrheit des anderen akzeptieren würde, solange sie niemandem schadet?

Wo ziehst du die Grenze, welche Wahrheit schadet ab wann? Das ist in meinen AUgen das große Problem.

Natürlich gibt es eine objektivierbare Wahrheit, aber die betrifft lediglich das mit naturwissenschaftlicher Methodik erfassbare physische/reale Universum.

Daneben gibt es aber den riesigen Bereich von nicht falsifizierbaren Ansichten, Meinungen, Überzeugungen, die nicht zum physischen Universum gehören und deswegen auch nicht mit naturwissenschaftlichen Methoden auf Wahrheit geprüft werden können; das kann dann generell unter "Glauben" zusammengefasst werden.

Die Wahrheit des naturwissenschaftlichen Modells und des physischen Universums kann nicht beliebig neben anderen "Wahrheiten" stehen und die Notwendigkeit des evidenzbasierten Nachweises ist nicht verhandelbar; genausowenig wie das stetige Hinterfragen des Modells um es je nach Erkenntnis und Wissenslage zu adaptieren oder zu erweitern.

Da Glaubensartikel aus dem nichtphysischen Teil unserer Existenz nicht als wahr/falsch belegt werden können, wäre es eigentlich egal ob man sie als gleichberechtigt nebeneinanderstellt oder nicht. Ein Problem gäbe es nur wenn "Gläubige" versuchen ihre "Wahrheiten" zur Erklärung des physischen Universums durchzusetzen, das ist natürlich auch nicht sinnvoll und aus naturwissenschaftlicher Sicht auch nicht verhandelbar.

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