Je kälter das land desto härter die aussprache - gilt das auch für feuerland?

4 Antworten

Naja, ich habe sowohl Isländisch als auch Norwegisch gehört, und zugegebenermaßen klingt Isländisch hart (u.a. durch die "eingeschobenen t", die es so nur im Isländischen gibt, in Wörtern wie etwa jökull).

Jedoch würde ich das nicht gleichermaßen von Norwegisch sagen, und die schwedische Aussprache empfinde ich sogar oft als besonders weich. Nördliche schwedische Dialekte haben sogar ein Phänomen, welches "nordländische Palatalisierung" heißt, wörtlich "Erweichung" (mjuk = weich, das Substantiv heißt förmjukning). 

  • Norrländsk förmjukning

Inuti ord framför palatal vokal blir g, k och sk till j, tj och sj. Exempel är skojin (skogen) och ryddjin (ryggen). Detta kallas för norrländsk förmjukning. Fenomenets sydgräns går tvärs genom Uppland, Västmanland och Värmland. Det förekommer också i Österbotten och i flertalet dialekter i Norge.

https://sv.wikipedia.org/wiki/Norrl%C3%A4ndska_m%C3%A5l#Kännetecken

Der schwedische Dialekt der Åland-Inseln klingt etwas härter und monotoner, das ist auf den Einfluss des Finnischen zurückzuführen (diese Inseln gehören zu Finnland, die Leute sind aber schwedischsprachig).

Der schwedische Dialekt der nördlichen Ostküste klingt dagegen sehr melodiös (Tonakzent), und oft (siehe oben) palatal und weich. Im Standardschwedischen ist man "glad" (selbes Wort wie im Englischen, Aussprache mit einem tiefen a), in Ångermanland aber "fäjjen" (anderer Wortstamm).

Dem deutschen Verb "töten" entspricht das (weiche) "döda" im Schwedischen, das ähnelt somit einer Abschwächung, die man z.B. im fränkischen Dialekt auch findet (der Dääder, der Doode, der Daadverdäschdije).

Im Deutschen gibt es die "Auslautverhärtung", im Schwedischen werden auslautende -d aber weich gesprochen.

Auch Standardschwedisch palatalisiert das g vor hellen Vokalen:

get (dt. "Geiß") [je:t], göra [jö:ra], gissa [jissa]

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Es kommt aber auch vor allem darauf an, wie kalt es im Winter wird. Inseln und Küsten haben ein gemäßigteres Klima. Von daher kann man nicht nur den Nord-Süd-Vergleich nehmen, sondern muss auch eben Kontinental- oder Küstenklima mit einbeziehen.

Daher auch meine Wahrnehmung: Es kommt nicht auf die Höchsttemperaturen an, sondern gerade darauf, wieviel Frost es gibt, wie hart die Winter sind. Die setzen nämlich das Überlebensprogramm in Gang, wo man für den nächsten Winter vorbereitet sein muss. Diejenigen, welche das früher nicht taten, konnten Ihr Erbgut nicht weiter teilen, weil sie erfrohren.

Gut zu erkennen auch an der Höhe der sozialen Hilfen. Die sind in den Skandinavischen Ländern am Höchsten, in Deutschland auch sehr hoch, gegen Süden des Kontinents abnehmend. Diese Rundumversorgung gibt es nur dort, wo es auch richtig frostig wird im Winter.

Und wenn man vom Charakter noch den Alkohol abzieht, ist man in diesen Ländern auch "trockener". In Holland oder Belgien dagegen etwas herzlicher. Die haben aber sehr viel Meereseinfluss und weniger kalte Winter in weiten Teilen zu verbuchen.

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Relativ gilt das überall. Ich habe auch schon festgestellt, dass es nicht unbedingt drauf ankommt, wie heiß es im Sommer wird, sondern wie kalt im Winter.

Auf Feuerland gibt es indigene Sprachen, welche sehr hart ausgesprochen werden. Dagegen wird in Argentinien, je weiter man vom Pol weg Richtung Äquator kommt, der Dialekt immer sangeshafter.

Auch in Spanien sind die nörldlichen Dialekte und Sprachen (Galicisch, Baskisch, Katalonisch) trockener und schroffer als Spanisch, wo im Süden (Andalusien, vor allem an der Küste, z.B. Cádiz; und auf den Kanaren) das weicheste Spanisch gesprochen wird. In Madrid dagegen sehr trocken.

Was Lateinamerika angeht, sind es die Zone um den Äquator und Mittelamerika, wo Spanisch am meisten nach Telenovela klingt.

Das ist Käse...du kannst garantiert kein Grönländisch !

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