Java keine zukunftsträchtige Technologie?

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3 Antworten

Offensichtlich weiß die CHIP-Redaktion selbst nicht so genau, was sie empfehlen soll. Alternative Downloads sind Notepad++ (ein Texteditor), Hex-Editor (um in Binärdateien herumzupfuschen) Eclipse (eine weit verbreitete Java-IDE) und Android-SDK (das seinerseits die hier geschmähte Java-SDK voraussetzt).

Java an sich ist unschuldig.

Wenn man sich allerdings in dunklen Ecken herumtreibt und jeden Download ausführt, der einem unterkommt, darf man sich nicht wundern, wenn man sich etwas einfängt. Ich habe meine Browsereinstellungen so, dass Java-Appletts von extern nur mit meiner Genehmigung ausgeführt werden.

Ich würde behaupten, es ist einfach eine subjektive Schlussfolgerung, die man ziehen kann. Ob die Aussage, dass das "keine zukunftsträchtige Technologie" sei jetzt qualifiziert ist? Darüber kann man sich bestimmt streiten.

hab ich eigentlich schon vor 10 Jahren gesagt :-) 

Zukunftsträchtiger sind Plattformabhängige Technologien, sag ich mal. Klingt genau nach dem Gegenteil was sie vor 20 Jahren postuliert haben ... aber so ist es.

Grund:

a) wenn nicht ein System weltweit eingesetzt wird, ist es für Angreifer wesentlich schwerer -- da ein spezialiserter Angreifer dann immer nur eine Plattform angreifen könnte und nicht alle.

b) die Stärken der Plattform können ohne Zugeständnisse aus Kompatibilitätsgründen voll ausgereizt werden.

c) Die Plattformhersteller sorgen schon aus Eigeninteresse dafür dass bei Ihrer Plattform hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Jede Herstellerfirma macht das anders und das macht es angreifern wiederum schwer. Ein SDK dass für alle gilt funktioniert so wie im Kommunismus.  Keine fühlt sich wirklich dafür verantwortlich. Es wird "heruntergewirtschaftet".

Vielleicht verstehe ich deinen Post falsch aber mein Senf dazu:

a) Ja und du hast dann für jedes System die passende Plattform bereit zu stellen. Am ende potenzierst du die benötigte Codemenge und damit möglichen Sicherheitslücken. Eine der ersten Regeln der IT Sicherheit: Weniger Code = weniger Fehler.

b) Ok dann nenne mir mal eine Plattform für die es eine JRE gibt deren Essentielle Vorteile in Java nicht nutzbar sind. Dir ist bewusst das man auch C Bibliotheken aus Java einbinden kann? Ja Java ist nicht so schnell wie ein zu Binärcode compilierendes Programm aber jetzt mal ernsthaft: In dem Moment wo Java zu langsam ist sind zumindest bei mir im Job meist direkt FPGAS / spezialisierte Microcontroler/Hardware u.s.w am Zuge weil der reine wechsel der Sprache es nicht mehr bringen würde.

c) Die JRE baut aber auch nur auf die Angeblich sicheren Plattformen der Plattformhersteller auf. Und nach außen hat Oracle als Eigentümer natürlich genau so ein Eigeninteresse eine Sichere Plattform an zu bieten wie es andere Plattformhersteller auch haben.


Ja Java an sich ist sicher nicht die Sicherste Plattform.

Aber Java wird in nächster Zeit die weit verbreiteste Sprache und erst recht Plattform bleiben. Warum?
-Weil praktisch jeder Programmierer Java kann.
-Es viele sehr ausgereifte Frameworks gibt.
-Plattform unabhängig.
-Scala als derzeit die Objekt-Funktionale Sprache die auch auf der Java Plattform aufbaut.

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Finde, dass seine Punkte b), c) keinen Sinn machen. b) Stimmt. Aber wer sagt, dass man Zugeständnisse machen muss und das diese auch gemacht werden? Oracle z.B. ist kein Computerspiele-Entwickler. c) Ähnlich wie b). Woher weißt du das? Gruß

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Ja ne ist klar. Als habe es noch NIE bei Plattformabhängigen Systemen Zwänge aus Kompatibilitätsgründen gegeben. Noch nie...

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@mepeisen

wieso auch ... es gibt ja nur ein System an dem man sich orientiert ... keine 100 anderen die berücksichtigt werden müssen.   Und würde es bereits bei dem einen nicht gehen, wäre die Software nicht freigegeben.

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@ThomasAral

Wie sind denn Standards, wie USB zustande gekommen beziehungsweise: Wieso haben sie sich durchgesetzt? Bist du zu jung, das zu wissen oder hast du so etwas verdrängt oder weißt du es wirklich nicht besser? Wie sind so Dinge wie real-Mode und protected-Mode in der Intel Architektur entstanden?

Was du womöglich meinst, sind nicht plattformabhängige Technologien. Das ist das völlig falsche Wort für das, was du meinst oder aber deine Argumente ergeben keinerlei Sinn. Das korrekte Wort für dich wäre vermutlich "geschlossene Plattformen". Im Prinzip das, was Apple auf den ersten Blick mit iPhone und Co. macht. Es verhindert Einwirkungen von außen.

Da aber Apple gleichzeitig am Markt bestehen will und es unmöglich ist, alles alleine machen zu wollen, funktionieren solche strikt geschlossenen Systeme nur in ganz speziellen Umfeldern, wo man ausschließlich einen kleinen Anwendungsfall mit einem kleinen Marktsegment bedienen will/muss. Sobald du am offenen Markt bestehen willst und musst, was nun mal in 99,9999999% der Fälle so ist, funktioniert das nicht mehr. Die Vergangenheit hat dies immer wieder eindrucksvoll gezeigt, dass genau diejenigen untergehen, die stets nur ihr eigenes Ding machen.

Apple macht einen Kunstgriff: Es hat bereits eine Marktmacht durch eine mehr als komische und völlig verfehlte Technik-Hysterie erreicht. Das heißt, es kann Quasi-Standards setzen und durchsetzen. Es bietet genauso ein quasi offenes System an und beides zusammen bewirkt, dass App-Entwickler fleißig für den internen Store zuliefern. Denn was bleibt denen anderes übrig? nichts.

Schön soweit. ABER: Apple braucht Heerscharen aus Technikern, die die ganzen Apps prüfen und das tun sie auch nur oberflächlich. Und wenn man sieht, wie viele Handy-Viren im Umlauf sind, auch für iPhones, schaffen auch diese vermeintlich geschlossenen Systeme auch nicht, sicher zu sein. Ob Zukunftsträchtig, das kommt immer auf den Fall drauf an. Irgendwann ist alles nichts mehr zukunftsträchtig. Versuche, etwas zu bauen, was stets zukunftsträchtig ist, ist in der Informationstechnologie noch NIE gelungen.

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