Japans Geschichte für kinder?

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2 Antworten

Da es junge Kinder sind würde ich es sehr knapp und es auf sehr grobe Vorstellungen verkürzen.

Die Geschichte Japans besteht aus einer Menge Dynastien/Epochen und kämpfen zwischen Königshäusern, das Wichtigste jedoch ungefähr so:

Die Herkunft der Bewohner ist ungewiss vermutlich besetzten aber vor ungefähr 10000 Jahren Menschen aus China und der Mongolei Japan (auch aus Sibirien od. Korea denkbar über Landbrücken, vllt. aber auch Seefahrer). Ab da an lebte das Volk sehr abgeschottet und es bildeten sich mehrere Reiche, die später dann vereinigt wurden (immer mal wieder + siehe Samurei unten). Sind zwischendurch natürlich auch mal angegriffen worden, eine Legende besagt, dass es zweimal die Mongolenen unter Kublei Khan versucht hätten und der Taifun "Kamikaze" sie besiegt hätte..

Bis sie sich schließlich zur Zeit der  Meiji-Restauration (1868-1912) ggb. anderen Völkern immer mehr öffneten aber sich durch Kulturelle Aspekte bedingt weniger mit den westlichen Ländern verstanden. Die Amerikaner hatten demnach Konflikte mit den Japanern (Rohstoffe) und andersrum, sodass die Spannungen letztlich im 2. Weltkrieg entladen wurden. Den  Atombomenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki gedenkt ganz Japan am 6. August. Das der Kaiser damals kapitulierte war für sein Volk verwunderlich, aber noch mehr das er zu sienem Volk sprach und erklärte, dass er gar kein Gott sei. (Denn die Legitimation des japansichen Kaiserhauses beruhte darauf, dass die Göttin Amaterasu Omikami die Ahnherinn sei).

Japan ist heute parlamentarische  Demokratie mit einem Kaiser (Tenno), der aber nicht mehr so viel Macht hat. (keine direkte politische Entscheidungsgewalt, eher zeremoniell und Oberhaupt der Shinto)

Ich würde aber mehr über die Kultur erzählen, denn es ist wahrscheinlich viel interessanter für die Kleinen und natürlich auch Teil der Geschichte. Wichtiges wäre da:

  • Die Geishas: Der Begriff setzt sich aus den Schriftzeichen für "Kunst" und "Person" zusammen. Und genau wie der Name schon sagt sind sie soetwas wie lebende Gesamtkunstwerke/ Nationalschätze, Symbole für Japan. Sie sind mit anderen Worten anmutige "Gesellschaftsdamen", die umfassende Fähigkeiten besitzen, dazu gehören z.B. Rezitation von Gedichten, die Teezeremonie, klassischer japanischer Gesang und Tanz, das Spielen der Schamisen (Saiteninstrumente), Kalligrafie und sie sind auch gebildet, damit sie interessante Konversationen betreiben können. Sie dienen der Unterhaltung, verkaufen aber nur ihre Fähigkeiten nicht ihren Körper. Ihre Blütezeit war etwa Ende des 19. Jhr. mit ungefähr 80.000, heute sind es dagegen noch nicht mal mehr 1000. (harte Ausbildung, Dienste heute kaum noch gefragt) -> Der Film "Die Geisha"  ( "memoirs of a geisha") wäre hier tolle Inspiration. Hier die Verwandlungsszene aus dem Film:
  • Der Kimono: Vor ca. 100 Jahren trug man sie noch fast täglich, heute nur noch zu besonderen Feierlichkeiten. Z.B. am "Seijin no hi" (Tag des Erwachsenwerdens) oder zu Hochzeiten, Beerdigungen etc.. Dabei gibt es für jeden Anlass auch andere Kimonos. Z.B. zur Hochzeit trägt man einen schneeweisen aus dickem schweren Stoff, im Sommer trägt man leichte aus Baumwolle (Yukatas). 
  • Die Samurai: In Japan werden sie eigentlich als "Bushi" bezeichnet, und ihr Lehnsherren als "Daimyo". Der Kriegeradel kam im 12. Jahrhundert an die Macht und kämpfte sich durch Bürgerkriege, bis Japan schließlich unter einem Shogun als ein Land vereint war. 1600, nach der Schlacht von Sekigahara, war der Krieg für jedenfalls die nächsten 200 Jahre beendet. Deshalb verfeinerten sie in dieser Zeit ihre Künste und übten, darunter die Philosophie des Schwertkampfes, Zen-Meditation, Teezermonie, Kalligrafie... Ihr Ziel war es aber nicht eine perfekte Kampfmaschine sondern ein vollkommener Mensch zu werden.
  • Manga und Anime: Ist der Begriff für japanischen Comic und dessen Animierung. Hier ist dessen Entstehung aber sehr gut beschrieben: http://www.egmont-manga.de/entstehung-und-geschichte-der-manga/      -> Für die Kleinen sicher total toll^^ Eine der ersten Produktion mit deutscher Zusammenarbeit war übrigens "Heidi"!
  • minwa: (Volksmärchen und Sagen) Viele dieser Märchen wurden vom westen begeistert aufgnenommen. es gibt daher ähnliche Märchen wie "Yugatai von der Schneeprinzessin" Anlehnungen an Schnewittchen besitzt... -> wäre sicher toll sowas vorzulesen
  • Drei Alphabete: Hiragana, Katakana und Kanji. Die Han-Schrift fixiert die chinesischen Sprache und wurde ca. im Jahre 405 n. Chr. von einem Koreanischen Gehlehrten namens Wani nach Japan gebracht, wo die Japaner es ausgiebig nutzten und ihre Schriftsysteme davon ableiteten.
  • weitere Vorschläge wären zu Lebensgewohnheiten/-Alltag: Verbeugung, Körpersprache (z.B. bedeutet mit dem Zeigefinger auf die Nase tippen "Ich") Kirschblütenfest, Küche (Sushi, O-Bento), Gärten, Architektur, etc...

Ich hoffe, dass war ein wenig hilfreich und nicht zuviel, sry^^''

LG

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assssssssss 28.03.2016, 22:01

Oh sry, hab einen Absatz ausversehen gelöscht. Darin stand aber nur, was man aus meinem Geschriebenen alles für die Kinder machen kann, aber ich glaub das kriegst du auch selbst hin^^''

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Leider weiß ich nicht, ob es Bücher zur japanischen Geschichte und Kultur in deutscher Sprache gibt, die für Kindergartenkinder geeignet sind. Ich kann dir nur empfehlen, einmal eine (kurze) japanische Geschichte zu lesen und dann selbst zu entscheiden, was du den Kindern erzählen willst. Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht die Kultur der Samurai, der japanischen Ritter, das Interesse der Kinder wecken könnte.

Ich verweise auf folgende Bücher: 

Manfred Pohl: Geschichte Japans. 5. Aufl. 2014 (kurzer Abriss).

Josef Kreiner: Geschichte Japans. 2. Aufl. 2012 (ausführlichere Darstellung).

Wolfgang Schwentker: Die Samurai. 3. Aufl. 2009.

Mir fällt noch ein - leider habe ich die bibliographischen Angaben nicht -, dass es einen "Was ist Was-Band" zum Thema Samurai gibt, der viele Abbildungen enthält. Vielleicht ist er ja schon für den Kindergarten einsetzbar?

MfG

Arnold


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