Japanologie studieren - Voraussetzungen und Berufschancen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du brauchst auf jeden Fall Abitur und es sollte nicht ganz so schlecht sein. Der NC lag an meiner Uni meistens bei um die 2,5. Du solltest ein gewisses Sprachbewusstsein mitbringen. Ich will dir das Studium nicht ausreden, weil du nicht so gut in Französisch bist, aber du solltest dir bewusst sein, dass Japanisch durch verschiedene Höflichkeitsstufen, die Tatsache, dass man sich nichts aus schon gelernten Sprachen ableiten kann, und die ganzen Schriftzeichen keineswegs so leicht ist wie Englisch. Du solltest also viel Fleiß mitbringen, wenn dir Sprachen nicht so leicht fallen, bei uns haben einige aufgegeben. Mit den Berufschancen sieht es leider nicht so rosig aus. Man kann in deutschen und japanischen Firmen arbeiten und dort bei der Völkerverständigung helfen oder als Übersetzer arbeiten, aber in Japan fasst man als Ausländer nicht so leicht Fuß und in Deutschland gibt es nicht so viel Angebot für Japanologen. Ich habe das Studium trotzdem angefangen und es macht auch total Spaß, aber was ich dann später mal werde, ist mir auch noch unklar.^^

Die Sprache an sich erscheint mir machbar. Habe schon begonnen Hiragana und Katakana zu lernen, aber okay das ist das mindeste was ich tun kann. Da ich sehr begeistert von Japan und Japanisch bin sollte es mir nicht schwer fallen, fleißig bei der Sache zu sein. Beruflich kann man also zum Beispiel als Dolmetscher arbeiten? Das Studium umfasst doch auch Dinge wie Geschichte oder Literatur, geht da in die Richtung also nicht auch etwas? Wie lange würde das Studium eigentlich dauern?

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@valoon

Ja, man kann z. B. Dolmetscher werden. Im Bereich Geschichte oder Literatur kann man vielleicht in einem Museum arbeiten. Du könntest auch Japaner in Deutschland unterrichten oder als Dozent im Bereich Japanologie arbeiten. Am besten ist man wahrscheinlich dran, wenn man noch BWL studiert und dann in einer Firma unterkommt, die Kontakte zu Japan hat oder eine Außenstelle einer japanischen Firma ist.

Die meisten Studiengänge funktionieren nach dem Bachelor-Master-System. Der Bachelor dauert 3 Jahre, wenn du den Master noch machen willst, dauert das noch mal 2 Jahre. Das heißt aber bestenfalls, denn wenn du mal Probleme mit Überschneidungen mit anderen Fächern hast, kann das Studium auch schnell mal 1 oder 2 Semester länger dauern.

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"die Tatsache, dass man sich nichts aus schon gelernten Sprachen ableiten kann"

So ganz stimmt das nicht, Japanisch ist eine der Sprachen die sich am meisten aus anderen Sprachen ableitet. Was meinst du für was die zwei verschiedenen Silben-"Alphabete" da sind? Sehr viele Wörter stammen aus dem Englischen oder aus anderen Sprachen, diese Wörter werden in Katakana angegeben.

An sich hat Japanisch keine schwere Grammatik, man könnte sogar sagen sie ist relativ einfach (zB. gibt es nur zwei verschiedene Zeitformen, das macht die Verständigung zwar ein bisschen schwierig aber das Lernen dafür einfacher), das Problem ist aber, dass es für uns sehr ungewohnt ist.

Ich sehe grad, dass das Thema nicht mehr so aktuell ist, ich wollte aber trotzdem mal meinen Senf dazu geben. ^^

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Abitur ist da leider wichtig beim Studieren... Eine Freundin von mir ist dieses Jahr mit einem Schnitt von 3,5 durchgekommen, aber die wollen das bereits nächstes Jahr strenger machen... Da kommst du nur noch mit ziemlich guten Noten durch und brauchst dann auch noch ein zweites Studienfach blah blah blah.

Also würd ich mal sagen du benötigst einen Schnitt von 2,5 (Ende der 10Klasse) um erst einmal auf das Gymnasium zu kommen. Dort solltest du den Schnitt halten, wenn es geht.

Aber das mit der Uni ist noch so ne Sache, denn da gibt es soweit ich weiß das Studienfach Japanologie nur in Köln und Bonn... Daher musste auch besagte Freundin aus Norddeutschland hier herunter ziehen.

Soviel ich weiß gibt es ungefähr 20 Unis in Deutschland die Japanologie anbieten ;)

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Ich studiere in Halle und in Leipzig und Berlin gibt es auch noch Japanologie, ganz so schlimm ist es dann doch nicht^^

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Ja, du solltest ein Abitur haben. Es gibt zwar auch die Möglichkeit eines Studiums ohne Abitur, aber es gibt keine Garantie, dass du so einen Platz auch bekommst. Außerdem schadet das Abi nie.

hier ein paar Infos zum Berufsfeld: http://www.jumpforward.de/beruf/58637/Ausbildung-Japanologe-Japanologin.html

Keine schlechte Idee ist es auch, ein anderes Fach mit Japanisch zu kombinieren, z.B. Wirtschaftswissenschaften, aber es kommt natürlich auch auf dein Interessensgebiet an. Mach doch mal ein Praktikum in einem Bereich wie Kultur, Bildung, Wirtschaft oder Politik, um herauszufinden, ob dich sowas interessiert und versuche das dann mit japanisch in verbindung zu setzen. Ich kann nicht dazu raten, aus reinem Interesse fürs Fach zu studieren. meine Erfahrung ist, dass Leute ihr Studium eher durchziehen, wenn sie ein klares Ziel vor Augen haben, selbst wenn sie sich im Studium oft auch langweilen. Das soll nicht desillusioniert klingen, ich glaube einfach, dass man eine Schnittstelle zwischen Interesse und Ambitionen für die Zukunft finden sollte- denn deinen Beruf machst du einfach viel länger als dein Studium und deswegen sollte dir der auf jeden Fall gut gefallen.

Wo müsste ich mich für ein Praktikum melden? Bin da nicht wirklich voller Ideen. Aber es ist ein guter Tipp, mir ein direktes Ziel vor Augen zu setzen. Aber ich denke das kann dann doch noch ein wenig warten, da ich noch wahrscheinlich 4 Jahre lernen muss, bis ich mein Abitur habe. Und ich kann bei bestem Willen nicht wissen, wie ich in 4 Jahren ticken werde^^'

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@valoon

Das stimmt!^^ oh ich dachte du machst ein praktikum in einem eher unspezifischen bereich, also für Kultur z.B. ein Theater oder ein Museum oder eine Bibliothek, für wirtschaft eine Bank oder ein Unternehmen, für Bildung eine Grundschule oder einen Verein zum Sprachenlernen etc. einfach um mal eine Idee zu kriegen, was dich interessieren könnte, und wenn du die hast, kannst du dir überlegen, wie du das mit deinem Interesse an Japan und der japanischen Sprache verbinden kannst.

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