Japanische Spitznamen?

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Die Japaner lieben Abkürzungen. Man kann sowohl aus einem Teil des Nachnamens als auch aus einem Teil des Vornamens einen Spitznamen bilden.

Es gibt auch Spitznamen, die auf eine bestimmte besondere Eigenschaft Bezug nehmen. Ich kannte zum Beispiel jemanden, der leicht Durchfall bekam. In der Gruppe, in der ich war, nannten ihn alle ピーちゃん (pīchan). 😃

Das ist ja mega gemein 😂

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@Balurot

Ich finde sie haben auch einen ganz eigenen Humor, der sich gar nicht wirklich beschreiben lässt. Teils plump, teils makaber, viele Wortwitze, manchmal einfach nur albern... 😉

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Also hat es den gleichen Höflichkeitsgrad, wenn man einen Spitznamen aus dem Vornamen macht und aus dem Nachnamen? Oder ist eins davon höflicher?

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@Anonyyymica

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es egal ist. Wenn Du einmal per Du mit jemandem bist, dann erfährt man auch den Spitznamen. Und der kann vom Vornamen, vom Nachnamen her gebildet worden sein, oder sich auf den Charakter etc. beziehen.

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@Anonyyymica

Da fällt mir noch etwas ein:

Der übliche Spitzname für den Nachnamen 渡部 (Watanabe) ist ナベちゃん (Nabe chan). Watanabe bedeutet eigentlich „die Stelle, wo man (den Fluss) überqueren kann“. Im Deutschen wird das Wort Furt verwendet. Es gibt dieses Wort Furt noch in Ortsnamen wie zum Beispiel „Frankfurt“ oder „Erfurt“. Jemand, der in Japan an einer solchen Stelle wohnte, und wahrscheinlich auch beim Überqueren des Flusses geholfen hatte, war dann ein Herr oder Frau Watanabe.

Wenn man den ersten Teil des Namens, also Wata- weglässt, bekommt man nabe, ein Wort, das Kochtopf bedeutet.

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