Japanisch oder Koreanisch lernen, welche ist besser/leichter?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Koreanisch 50%
Japanisch 50%

4 Antworten

Die Arbeit, die man im Anfänger- und Fortgeschrittenenbereich hat, ist bei beiden Sprachen ähnlich. Beide Sprachen sind weder mit Deutsch, noch untereinander verwandt, weswegen ohne Vergleichsmöglichkeiten an die Sache herangehen muss.

Aussprache, Vokabeln, Grammatik sind praktisch neu und so muss man das auch angehen.
Im Bereich der Aussprache zeigen sich hier Probleme zwar unterschiedlicher Natur, aber wie bei jeder anderen Sprache, muss man sich die sowieso erklären und kontrollieren lassen.

Schwierig für einen Deutschen sind im Koreanischen beispielsweise der Mangel an Bedeutungsunterscheidung zwischen voiced/unvoiced (z.B. ob /b/ oder /p/ ist nicht bedeutungsunterscheidend) und im gleichen Zug das Vorhandensein einer Unterscheidung zwischen aspirierten und nicht aspirierten Konsonanten. Beides ist für einen Deutschen ungewohnt und muss neu erlernt werden.

Im Japanischen ist das Morensystem von der Aussprache her schwierig, ebenso wie die Unterscheidung von kurzen und langen Vokalen. Auch gibt es hier, ebenso wie im Koreanischen sicherlich auch, für einen Deutschen schwierige Vokale und Konsonanten (z.B. die ganze ら行 oder auch りゃ、りゅ、りょ).

Das ist aber alles mit Fleiß erlernbar und auch automatisierbar. Letztendlich sind Aussprache, Vokabeln und Grammatik nur etwa ein Viertel von dem, was eine Sprache ausmacht. Was wichtiger ist, und woran viele Leute scheitern (insbesondere bei asiatischen Sprachen und wenn sie nicht schon vorher gescheitert sind) ist das Wie.
Wie führe ich ein Gespräch ohne oder zumindest mit wenig kulturellen Missverständnissen? Wie sind überhaupt bestimmte Gesprächssituationen aufgebaut? Wie verhalte ich mich, wenn ich ein Wort nicht verstehe oder mir ein Wort nicht einfällt? Wie kann ich kulturell geschickt das Thema wechseln?, etc. etc. Das alles kann man letztendlich am besten bei einem langen Aufenthalt im Land lernen, wenn man gut beobachtet und nachahmt, um es letztendlich für sich zu gewinnen. Aufgrund der nicht vorhandenen Nähe zur deutschen Kultur, sind all diese Strategien das schwierigste am Spracherwerb. Aber, wer das beherrscht, wird gute Kommunikation führen können und muss dabei noch nicht einmal viel Grammatik kennen oder einen großen Wortschatz haben.

Übrigens: Auch ein fortgeschrittener Koreanischlerner sollte mindestens 1000 Hanja können, die sie sind der Schlüssel zum sinokoreanischem Vokabular.

Schrift ist letztendlich aber das unwichtigste, denn wer keine Kommunikation kann, wird weder lesen noch schreiben können, egal wie viele Zeichen er kann oder nicht kann.

Japanisch

Jetzt habe ich mal für Japanisch gestimmt, NICHT weil es die leichtere Sprache ist (das kann ich, da ich nie größeren Kontakt zum Koreanischen hatte und die Sprache fast überhaupt nicht kenne, gar nicht beurteilen), sondern weil ein anderer Teil der Frage ist, welche Sprache wir bevorzugen. Das ist bei mir ganz klar Japanisch, zumal ich, wenn ich Sprachen lerne es nie von der Schwierigkeit abhängig mache. Im Gegenteil: Japanisch hat aufgrund seiner Schwierigkeit und seiner Andersartigkeit zum Deutschen einen viel größeren Reiz auf mich gehabt, als es bspw das Niederländische hat. Japan habe ich immer schon geliebt, die Kultur mit ihren Mythen, Teezeremonien, Literatur und Dichtung, die Schönheit des Landes (das Herbstlaub, die Kirschblüten, die Berge, historische Städte , sehr moderne Städte, die Küsten), die exotische Küche (Kugelfisch, Meeresfrüchte, Sushi), das Zusammenprallen der Gegensätze (fortschrittlichste Technologie, wie der Shinkansen, trifft auf alte Tempel, wie den Tôdaiji in Nara, traditionelle Kimonos treffen auf abgedrehte, populärkulturell geprägte Outfits), die Musik (da aber eher enka als J-Pop ;) ) und so vieles mehr. Deswegen war für mich seit meiner Kindheit klar: Ich werde Japanisch lernen! So tat ich es und muss sagen, man darf sich nicht von Kanji, Höflichkeitssprache oder anderen Tücken des Japanischen abhalten lassen, denn auch das ist nur eine Frage von Ausdauer und Willen und macht eigentlich auch wirklich Spaß! Klar, mit Sicherheit hat Korea auch einiges zu bieten und ist auch ein super interessantes Land, das viel mehr als K-Pop und Samsung zu bieten hat. Daher muss jeder selbst entscheiden, welches Land (und damit auch welche Sprache) ihm/ihr mehr zusagt. Sicherlich hat das Koreanische auch seine grammatischen Tücken, auch wenn das Schriftsystem einfacher ist. Kannst du dich daher nicht entscheiden, da du beide Länder magst, probiere einfach aus, welche Sprache dir eher liegt ;)

Koreanisch

Ich sehe es genau so, wie Noticeme321. Die koreanische Schrift ist einfacher zu lernen. Das ist ein großer Vorteil.

Allerdings ist im Prinzip jede Sprache gleich schwer, wenn man sie gut können will.

Die japanische Sprache erschließt sich einem viel über die Schrift. Das heißt, wenn man die Kanji und ihre Lesungen kann, dann hat man die Sprache quasi in der Tasche.

Koreanisch

auf jeden fall koreanisch (ich sag das nicht weil ich ein kpop fan bin , ich sags aus eigener erfahrung) die koreanische schrift ist leichter zu verstehen und die ganze sprache generell, Japanisch ist komplizierter.

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