Jahresurlaub wurde 1 tag vor begin abgelehnt?

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8 Antworten

Ist das rechtens?

Nein!

Aber man kann es drehen und wenden, wie man will: das Problem hast jetzt erst einmal Du.

Wie wurde die Urlaubsbeantragung und -genehmigung in der Vergangenheit gehandhabt:

War das so, dass der Urlaub beantragt wurde und er bisher als genehmigt galt, wenn von der Chefin keine Ablehnung kam? Oder gab es üblicherweise eine schriftliche Genehmigung?

Im ersten Fall hättest Du zwar die Urlaubsgenehmigung, dürftest aber wegen des (rechtswidrigen) kurzfristigen Widerrufs den Urlaub trotzdem nicht eigenmächtig antreten, ohne das Risiko gravierender arbeitsrechtlicher Konsequenzen einzugehen (bis hin zu eventuell sogar fristlosen Kündigung - was in Deinem Fall in Anbetracht der konkreten Umstände aber ausgeschlossen sein dürfte).

So oder so ist unter den gegebenen Umständen - die Weigerung, eine Kollegin "einspringen" zu lassen; die Ablehnung nur 1 Tag vor Beginn des Urlaubs - das Vorgehen der Arbeitgeberin absolut willkürlich, und unter Berücksichtigung der konkreten Umstände dürfte es nicht "zum Letzten" (einer Kündigung) kommen - gegen die Du (im Fall des Falles) allerdings wohl auch recht wenig ausrichten könntest.

Du kannst die fehlende ausdrückliche Urlaubsgenehmigung der Arbeitgeberin grundsätzlich aber durch eine Leistungsklage beim Arbeitsgericht ersetzen.

Eine solche Klage ist wegen der Kürze der zeit jetzt selbstverständlich sinnlos. Bei eilbedürftigen Entscheidungen (weil z.B. eine Reise gebucht ist) keine eine Urlaubsgenehmigung über eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht (gegebenenfalls sehr) kurzfristig erwirkt werden.

Vielleicht würde es Deine Arbeitgeberin ja schon "umstimmen", wenn Du ihr gegenüber deutlich machst, dass Du ihre Ablehnung (trotz Alternativen wie der "einspringenden" Kollegin) als rein willkürlich und als Schikane betrachtest und alleine nur auf die Möglichkeit der Erwirkung einer gerichtlichen einstweiligen Verfügung hinweist.

Für beide Wege - Klage und Beantragung einer einstweiligen Verfügung - brauchst Du keinen Anwalt: Du musst "nur" zur Rechtsantragstelle des Gerichts und Dein Anliegen vortragen; dort wird man Dir dann weiterhelfen (z.B. Formulierung eines solchen Antrags).

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Kommentar von fayonna3000
19.06.2017, 15:48

Das ist ja das kuriose, wenn ich irgendwie was plane, heißt es anfänglich ja es geht in Ordnung aber wenn der Zeitpunkt gekommen ist geht plötzlichen kein Weg mehr ran, ist seit 5 Jahren so saß ich mit Terminen oder Urlaub ständig Problem bekomm, wenn ich zum Beispiel der rechtzeitig Bescheid geben, das ich in 14 Tagen an dem und dem in Termin haben um 17 uhr (reguläre Arbeitszeit geht bis 14 Uhr)  meint sie dann plötzlich das ich 2 Std, länger machen, muss weil sie ha noch was zu erledigen hättet, und ich drauf sage das ich abet den Termin hab, wird dennoch auf die längere Zeit gebucht und es wird aus Prinzip wenn ich die Kasse mache wird die erst 10 Minuten vor meinen Termin erst gewechselt. 

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Stimmt, das ist nicht Rechtens. So kurzfristig könnte ein Urlaub nur wegen eines katastrophalen betrieblichen Notstandes (Hochwasser, Feuer, Sturmschäden, Raubüberfall etc.) versagt werden.

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Ich denke, du kannst die Tatsache, dass sie sich 5 Monate nicht geäußert hat als konkludente Zustimmung betrachten und somit ist dein Urlaub genehmigt. 

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Kommentar von Familiengerd
19.06.2017, 13:01

Unter den gegebenen Umständen - die Weigerung, eine Kollegin "einspringen" zu lassen; die Ablehnung nur 1 Tag vor Beginn des Urlaubs, so dass auch die Ersetzung der Genehmigung durch ein Arbeitsgericht über eine einstweilige Verfügung kaum noch machbar ist - halte ich das Vorgehen der Arbeitgeberin für absolut willkürlich. 

Das Verhalten der Arbeitgeberin als "konkludente Zustimmung" zu interpretieren, könnte aber doch etwas gewagt sein, obwohl ich dem zustimmen würde.

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Update zur frage oben!Also meine chefin hat mir jetzt den urlaub, ausnahmsweise so gewährt wie ich diesen beantrag hatte, meinte aber, da ich noch rest urlaub hab, diesen würde sie mir jetzt vorschreiben wann ich den nehme soll(was so eigentlich auch nix rechtens wäre) und dann hab ich den hinzunehmen wies ihr paßt! Da ich allerdings im oktober jetzt 2 tage auch urlaub benötige aus familieren gründen, und dieser sich nicht verschieben lässt, wird sie mir diesen garantiert nicht gewähren, da sie da was angekündigt hat, und genau weiß das ich das nicht verschieben kann, das ist aber dann definitiv willkürlich, wenn das so wäre?!

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Da du keine schriftliche Bestätigung für die Genehmigung bekommen hast, sieht die Sache für dich eher nicht erfolgversprechend aus, owohl du moralisch gesehen berechtigte Einwände hättest.

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Einen Tag vor Urlaubsbeginn eine Absage zu bekommen ist nicht rechtens. Es wurden ja keine Einwände gegen Deinen Urlaubbsantrag ausgesprochen. Dafür kann das Töchterchen jetzt Urlaub machen.


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Kommentar von fayonna3000
19.06.2017, 08:30

Ja genau und ich darf der ihre verplantheit ausbaden! 

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Würde auch einfach in den Urlaub gehen.. Ein Arbeitgeber, der so etwas macht hat meine Mitarbeit in dem Betrieb nicht verdient

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P.S.

Noch viel wichtiger wäre folgende Frage:

Welches Betriebsklima herrscht denn bei euch? Ein familiäres?

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Kommentar von fayonna3000
19.06.2017, 08:29

Kein gutes, mir wird jedentag aufs neue gezeigt das ich da nur geduldet werd seit 6 jahren und de chefin kein vertrauen hat mir gegenüber!

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