Jaguar 2000er Modelle: X-Type, S-Type

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4 Antworten

Hallo, ich habe von 2007 bis 2012 einen 2003er S-Type 3.0 gefahren (zuletzt 110.000km). Null Probleme, null Rost, keine außerplanmäßigen Werkstattaufenthalte - und ein wunderbares Fahrgefühl. Wichtig: erst ab Baujahr 2003 hat der S-Type das neue Getriebe und das moderne Armaturenbrett. Verbrauch: Ca. 9 l mit viel Stadtverkehr, minimal 7l. Die Werkstattkosten liegen nicht höher als bei BMW oder Mercedes.

Warum sind gebrauchte Jaguars so günstig? Große Autos verlieren grundsätzlich schneller an Wert, weil Gebrauchtwagenkäufer ungern höhere Unterhaltskosten haben. Zudem ist das Werkstattnetz dünn und der schlechte Ruf aus der Zeit vor Ford hängt der Marke leider noch nach. Ich kann gebrauchte Jaguar nur empfehlen - ich fahre jetzt wieder einen.

Wenn Du mehr wissen willst, schau mal in den Jaguar-Foren nach.

Ich bin auch grad bissl auf dem Jag-Suchtrip. Da gibt´s gut erhaltene und ziemlich ausgelutschte Exemplare. Allerdings habe ich bisher noch keine richtig preisgünstige Ersatzteilquelle gefunden. Bin vielleicht auch von vergleichbaren amerikanischen Fahrzeugen ein wenig verwöhnt. Aber irgendwann in den nächsten Monaten wird sicher sowas mal bei mir in der Garage stehen.

derbasti007 20.10.2014, 13:37

ja wenn ich mir überleg: Baujahr zB S-Type so um die 2003 mit km bei 120.000 - meist sehr gut ausgestattet, sprich Automatik, Leder, Wurzelholz, Alufelgen.... mit 4.000 EUR find ich da alleine bei mir in der Region 2-3 Stück....

Audi, Mercedes und BMW können da nicht mithalten...

Da ich von Jags keine Ahnung hab und keinerlei Erfahrung muss da der Haken bei den Ersatzteilen bzw. der Zuverlässigkeit liegen....

Oder die Katzen rosten - wobei bei Bj von 2003-2005 kann ich mir das kaum vorstellen bzw. hab auch noch keinen rostigen S-Type parken gesehen :)

Na dann bin ich mal gespannt, was Du noch herausfindest :) ich profitier dann von Deiner Vorreiterrolle :)))))

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Der X-Type ist eigentlich kein 'echter' Jaguar, da er sehr auf dem Ford Mondeo aufbaut, weil sich Jaguar zu der Zeit kein eigenes Mittelklasse-Modell leisten konnte. Die Motoren stammen allesamt von Ford US, sodass sie vor allem als Benziner ziemlich durstig sind (durstiger als ein C180; die ams hatte beim 3.0 V6 einen Durchschnitt von 12,8 Liter im Dauertest). Bemängelt wird manchmal das Fahrwerk, und dass originale Werkstätten teilweise unfähig sind, ein Problem zu beheben - wenn du aber Dinge selber reparierst, erledigt sich dies für dich.

Ich fahre seit acht Monaten einen X-Type 2,2 Diesel Bj. 2007 - nicht zuletzt wegen der äußerst käuferfreundlichen Gebrauchtpreise :-). Zu reparieren gab es bisher nur einen Wildschaden - der ging allerdings (für die Versicherung) ganz schön ins Geld, allein ein Xenon-Scheinwerfer schlug mit 1200 Euro plus Märchensteuer zu Buche. Der Diesel ist ein Gedicht und lässt sich unter sehr günstigen Bedingungen mit sechs Litern bewegen.

Die günstigen Preise sind m.E. dem miserablen Ruf geschuldet, den sich Jaguar in der Vergangenheit ehrlich verdient hat. Unter der Ägide von Ford haben sie es aber tatsächlich hinbekommen, ordentliche Autos zu bauen, bloß spricht sich das eben nicht so schnell rum. Für viele potenzielle Kunden endet der Horizont bei dem Dreigestirn BMW, Mercedes, Audi, an Alternativen denken sie erst gar nicht - mir soll's recht sein :-)

Nach dem, was man so liest, kann man die Wartung beim X genauso gut oder schlecht selbst machen wie bei anderen Autos auch, besondere Schauergeschichten sind mir da nicht aufgefallen. Zur Reparaturanfälligkeit kann ich nach 13.000 eigenen Kilometern (gekauft habe ich ihn mit 210.000) noch nichts beitragen.

Ich genieße es jedenfalls Tag für Tag, mit diesem doch nicht so alltäglichen Auto zu fahren.

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