Ist Wikipedia (und die Adminstration) unseriös?

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5 Antworten

Viele Regime unterhalten in den Sozialen Medien ihre in "Trollfabriken" generierten Accounts, mit denen sie systematisch für das Regime unliebsame Meldungen und Kommentare angreifen. Schaut man sich die Accounts an, von denen das ausgeht, müssten da entweder Arbeitslose oder bezahlte Vollprofis am Werk sein.

Auch in vielen deutschsprachigen Online-Medien sieht man dieses Phänomen.

In der deutschsprachigen Wikipedia wird einiger Aufwand betrieben, um diese Versuche mit diversen Analysemethoden einzugrenzen, oder auch mit der Funktion, wonach Änderungen in besonders kritischen Artikeln von einem überprüften Autor freigeschaltet werden müssen.

Die Feststellung von Manipulationen geschieht teilweise auch automatisch. Die Administratoren verwenden viel Zeit und Energie darin, solche Muster zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzusetzen. "Jubelorgien" für Diktatoren dürften in der deutschsprachigen Wikipedia eher selten sein.

Obwohl man es hier mit professionell arbeitenden Nachrichtendiensten zu tun hat, arbeiten die nicht gegen eine Amateurliga, sondern auch gegen Leute, die die entsprechenden Methoden kennen und auch journalistische Erfahrung und IT-Kenntnisse haben.

Bei anderssprachigen Wikipedias ist aber nicht sichergestellt, dass hier ebenso wirkungsvoll vorgegangen werden kann.

Ob die Administratoren immer gerecht sind und fair mit Kritik an ihnen und der Wikipedia umgehen, darüber kann man sich streiten. Oft machen sich aber auch die Kritiker falsche Vorstellungen von der Wikipedia, habe ich die Erfahrung gemacht. Wie dem auch sei, die Doku "Die dunkle Seite der Wikipedia" solltest du ganz schnell vergessen, da werden ein paar relativ banale Erkenntnisse aus der Versionsgeschichte ziemlich unseriös und inkompetent aufgebauscht. Selbst wenn der Herr Ganser vorher kein Verschwörungstheoretiker war - damit ist er es geworden.

Dass das Prinzip Wikipedia gerade bei kontroversen politischen und gesellschaftlichen Themen seine Schwachstelle hat, ist aber klar. Wenn sich ein entsprechend begabter Autor hinsetzt und Mühe gibt, können auch in diesen Bereichen sehr gute Artikel entstehen. Wo das keiner macht, herrschen aber wirklich teilweise grausame Zustände.

PS: Die verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia haben teilweise deutliche Unterschiede.

Dies ist sicherlich richtig. Aber letztendlich ist auch ein mühseelig geschriebener Artikel nicht von der Willkür der Admins geschützt. Und das nervt und vertreibt eine große Schar von fleißigen Schreiberlingen.

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@Falkenpost

Das stimmt wohl, aber tendenziell würde ich dann doch sagen, dass die aktiven Wikipedia-Autoren (ob Administrator oder nicht) die neu eingestellten Artikel eher verbessern als ihnen zu schaden. Beziehungsweise, um genau zu sein, ist es für die Enzyklopädie Wikipedia meist eine Verbesserung, was mit den Texten angestellt werden.. Für die ursprünglichen Autoren dagegen ist es oft nervig, sodass sie abgeschreckt werden und nicht zu regelmäßigen Autoren werden. Ein klassisches Dilemma also.

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Über die Versionsgeschichte und die dazugehörigen Diskussionen kannst du doch nachlesen wer was geändert hat. Dort siehst du dann auch ob dein "Kollege" das extra so macht.

Wikipedia ist eine "neutrale" Seite.

Das heißt es werden keine Hetzt-, oder Fehlleitendene Einträge tolleriert.

Sie sind Politisch-, sowie Wirtschaftlich neutral und deshalb wird auch keine Negative-oder Positive Stellung zu einem Thema genannt.

Du wirst keinen Eintrag finden, in dem steht "Die Usa ist besser als Irland und Deutschland ist sche  iße".

Nein, "besser" oder "schlechter" geht schon mal gar nicht. Aber man kann mit dem Auslassen einiger Informationen und ersetzen durch "besser darstehende" die Meinung des Lesers beeinflussen. Du kannst dir die deutsche Version über Usbekistan durchlesen, und über politische Verfolgungen im Land. Jedoch kannst du dies auch weglassen und stattdessen von den guten Seiten schreiben. (z.B. das des keine religiöse Verfolgungen gibt und verschiedene Ethnien friedlich zusammen leben). Dann hast du nicht gelogen, aber trotzdem den Leser beeinflusst.

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@Annike

Medienmanupulation ist aber normal, leider.

Das funktioniert nie wirklich zu 100%.

Schau dir nur unsere Medien wie Zeitungen oder Rundfunk an!

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Wikipedia ist eine "neutrale" Seite.

Dies stimmt jedoch nur in der Theorie. Wikipedia ist weder neutral noch objektiv. Meinungen gegen den politischen Mainstream - insbesondere wenn dieser gegen die Politik der USA geht - werden nicht tolleriert, gelöscht und zumeist auch der User sanktioniert.

Wes Weiteren sitzen irgendwelche anonymen Administratoren über dich Gericht, ziehen über dich her und sperren gern mal deinen Account. Üben als ihre verliehene Machte gerne aus und fühlen dich dadurch besser.


Weiter muss eine neutrale Sicht auf Vorfälle auch mehrere Seiten zur Wort kommen lassen, damit sich Leser ein eigenes Bild machen können. Auch dies wird bei Wikipedia extrem unterbunden. Ein Blick in manche Diskussion zeigt ein extrem verzerrtes Bild.




Du wirst keinen Eintrag finden, in dem steht "Die Usa ist besser als Irland und Deutschland ist sche  iße".

In dieser Form jedoch nicht. Wenn du jedoch kritische Punkte in der amerikanischen "Expansionspolitik" ansprichst, ist dein Beitrag sowie du weg vom Fenster.





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@Falkenpost

Genau, man muss sich selbst einmal auf Wikipedia tätig gewesen sein, um dies zu verstehen. Schnell wirst du schickaniert, wenn du gegen den Admin dich aussprichst, sofort gesperrt. (sogar wenn du nur etwas hinterfragst). Wenn ich mir die Aktiviäten von den Admins angucke, sind viele fast den ganzen Tag online. Haben die keinen "anderen" Beruf, oder werden sie dafür bezahlt?

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@Annike

Dies ist leider korrekt. Ich habe mir auch einmal erlaubt, auf der Diskussionsseite die einseitige Berichterstattung anzumerken. Innerhalb von kürzester Zeit sind mehrere Admins über mich hergefallen und final haben diese dann beschlossen, meinen Account "als Strafe" gegen ihre heilige Meinung für 24 Std. zu sperren.

Und dann kommt kurze Zeit später das gejammer nach Spendengelder! LOL

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@Falkenpost

Das mit den Spendengeldern ist sowieso das Beste! Meinem Freund hat von Wikipedia, als Adminstator und Meta-Wiki Aktivist ein Reise in verschiedene Länder finanziert um dort "humanistische Projekte" zu veranstalten. (Aber eigentlich am Strand sitzen und chili milli machen, und das von unserem Spendegeld)

Das mit den Admins, die über mich hergefallen sind, hatte ich auch schon mehrere Male erlebt. Haben scheinbar zu viel langweile im Leben. Auf freundliche, sachliche Diskussionen lasse ich mich gerne ein. Aber was die veranstalten wiederspricht doch ihren eigenen Nutzungsbedingungen.

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Es ist schon genug schwachsinn, dass man in wikipedia liest

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