Ist Weizen ungesund und schädlich für unserer Gesundheit? Welche Alternativen?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, ist er. Vor allem in den gewaltigen Mengen, die wir zu uns nehmen.

Das Buch selbst übertreibt da maßlos, aber die Basis stimmt.

Ich hab mal eine Seite gefunden, die sich kritisch und intensiv mit unserer Ernährung beschäftigt, und nicht einseitig etwas predigt:

http://www.urgeschmack.de/

19

Urgeschmack predigt gerne einseitig. Zudem ist Weizen garnicht schädlich. Jeder der das glaubt ist auf die Masche der HEALTHY Industrie hereingefallen. Das ungesunde sind die vielen synthetischen Zusatzstoffe, der raffinierte Zucker und Weißmehlprodukte. Nur weil Weißmehlprodukte aus Weizen besteht ist Weizen nicht ungesund.

1

Also zunächst mal ist nicht der Weizen ungesund, sondern die große Menge an Weizen, die wir verzehren. Weizen ist ganz einfach das Getreide, aus dem bei uns die größte Körnermenge pro Quadratmeter hervorgeht (Produktionskosten halten sich also in Grenzen).

Weizen- , das heißt eigentlich Gluten-Allergiker, sind selten, doch sie müssen alles glutenhaltige Getreide meiden. Gluten ist Klebe-Eiweiß, das von Natur aus im Korn enthalten ist.

Das andere "Gefährliche": Weizen besteht, wie übrigens alles Getreide, zum größten Teil aus Kohlehydraten (Zucker bzw. Baustoffe/Vorstufen des Zuckers). Diese bedeuten schnelle Energie für den Körper. Werden sie nicht sofort verbraucht, verwandeln sie sich in Fettdepots. Das ist ein natürlicher Vorgang. (Nudeln, Kartoffelbrei, Müsli und Vollkornbrot machen genau so fett wie Zucker und Bier, wenn in Mengen gegessen!) Ein stark übergewichtiger Körper entwickelt irgendwann die bekannten Krankheiten wie Herzprobleme, Gelenkschmerzen,....

Wenn wir kein Fett zur Verfügung haben, ist es lebenswichtig, Kohlehydrate zu sich zu nehmen. Haben wir aber genug Fette und Eiweiße zur Verfügung, reicht ein Kohlehydratanteil an der täglichen Nahrung von etwa 30 Prozent aus. Frag Diabetiker, die dürfen eine bestimmte, für sie berechnete Zahl von "Broteinheiten" (Kohlehydratmenge) nicht überschreiten. Diese Menschen verlieren regelmäßig auch Gewicht (nicht schnell, aber zuverlässig!) und halten das erreichte Gewicht.

Seit der Nachkriegszeit wird uns von der DGE allerdings ein Anteil von fünfzig bis 60 Prozent Kohlehydrate empfohlen. Dafür sollen wir Fett weglassen. Viele Leute halten sich daran und verzichten auf Eiweiß und Fett. Statt aber schlanker zu werden, werden sie immer dicker und verlieren dazu Muskelmasse.

Zucker wird öffentlich verteufelt, doch auch Zucker ist nur ein Kohlehydrat :) Und Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais enthalten ebenso viele Kohlehydrate wie Weizen.

Also Faustregel: Kohlehydratmenge runterfahren (auch Müsli, Brot und Obst!!!), Gemüse- und Fleischmenge stattdessen rauf.

Das Buch ist recht umstritten. Für manche Thesen gibt es keine wissenschaftlichen Belege, z. B. ist nicht bewiesen, dass Weizenproteine tatsächlich für eine Verfettung der Eingeweide sorgen. Grundsätzlich zu behaupten, dass Weizen per se gesundheitsschädlich ist, ist ebenfalls schwierig. Das sehen viele Ernährungsexperten anders.

23

Proteine lassen gar nichts verfetten! Nur Kohlehydrate verursachen Fettdepots.

0

Was möchtest Du wissen?