Ist vegane Ernährung eine Mangelernährung?

27 Antworten

Eine Mangelernährung ist dann eine Mangelernährung wenn man durch unverarbeitete Lebensmittel nicht an alle essenziellen Nährstoffe kommt und man Supplementieren muss. Das ist bei Veganer Ernährung der Fall und damit ist es eine Mangelernährung.

Problematisch bei Veganer ernährung

Vitamin B12, Eisen, Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Calcium und Vitamin B2 Vitamin D und Eiweiss

Insbesondere Kindern droht eine Entwicklungsstörung bei einer Unterversorgung. Sie brauchen eine sehr energiedichte Nahrung aufgrund ihres Wachstums und auch einen größeren Prozentanteil Fett an der Energieversorgung als Erwachsene (Leitzmann et al., 2005, S. 134,165)
Bei einer veganen Ernährung stellen außerdem die Energie und Fettaufnahme aufgrund der geringen Energiedichte einer rein pflanzlichen Nahrung, die Versorgung mit Proteinen, Vitamin D,Vitamin B12 und Zink ein Problem dar.(Leitzmann & Keller & Hahn, 2005, S. 30-33)
Die Proteinversorgung kann vor allem im Hinblick auf die niedrige Energieversorgung ein Problem darstellen, da der Körper die Proteine primär zur Deckung des Energiebedarfs nutzen wird, weniger zum Aufbau körpereigener Proteine. (Hahn, 2001, S. 99). Zusätzlich hat pflanzlichesEiweiß eine niedrigere biologische Wertigkeit als tierisches Eiweiß. (Leitzmann, S.165).
In Hülsenfrüchten ist beispielsweise Methionin die limitierende Aminosäure und in Mais und Weizen Lysin oder Methionin. (Koolmann & Röhm, S. 360). Einzeln betrachtet haben Hülsenfrüchte und Mais eine biologische Wertigkeit von jeweils 71. In Kombination erhöht sich ihre Wertigkeit auf 99. Gute Kombinationen sind Hülsenfrüchte mit Getreide bzw. Hülsenfrüchte mit Nüssen/Samen. Ferner fällt die Digestibilität pflanzlicher Proteine im Vergleich zu tierischen Proteinen ab. Es ist demnach schwieriger, innerhalb der DGE-Empfehlungen für die tägliche Proteinaufnahme zu bleiben. Die komplementären Proteinquellen sollten möglichst während einer Mahlzeit kombiniert werden, zumindest jedoch innerhalb von 4 Stunden. (Suter, S. 72)
Ballaststoffe können die Bioverfügbarkeit von Proteinen herabsetzen, indem sie das Stuhlvolumen steigern und die Stuhlfrequenz erhöhen. Dadurch werden die Proteine vermehrt wieder ausgeschieden. Hülsenfrüchte können zusätzlich für die Hemmung verschiedener Verdauungsenzyme verantwortlich sein. (Leitzmann & Hahn, S. 107–108)
Eisen ist sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln weit verbreitet. Jedoch kann aufgrund des Eisengehalts eines Nahrungsmittels noch keine Aussage über die Deckung des Eisenbedarfs gemacht werden. Denn das hauptsächlich in Pflanzen vorkommende dreiwertige Eisen hat für den Menschen eine schlechtere Bioverfügbarkeit als dasjenige aus tierischen Nahrungsmitteln, da es zur Komplexbildung neigt. So können nur etwa 1,0–10,0% des Eisens aus Pflanzen absorbiert werden. (Leitzmann, S. 68)

edoc.sub.uni-hamburg.de/haw/volltexte/2011/1291/pdf/ern_y_564.pdf

Man muss Supplementieren. mindestens Vit. B12 und D im Winter. Das künstliche B12 wird vom Körper schlechter verwertet daher empfiehlt die Vegane Gesellschaft

3 Mal täglich angereicherte Lebensmittel mit total mindestens 10 µg oder

1 Mal täglich mindestens 25 µg oder

2 Mal wöchentlich 1000 µg

Wer pflanzl. Ernährung (vegetarisch, vegan ) praktiziert, ist üblicherweise hochversorgt an Folsäure. Und eine hohe Folsäurezufuhr kann hämatologische Symptome einer Vitamin-B12-Unterversorgung überdecken, so dass der Mangel bis zum Auftreten neurologischer Symptome unentdeckt bleibt.

In einer Studie über 21 Jahre vom DKFZ zeigte sich nach 15 Jahren haben Veganer eine erhöhte Sterblichkeit. Andere Studien zeigen 90% der Veganer leiden am B12 Mangel. 30% haben eine zu geringe Knochendichte und 100% leiden am Vitamin D mangel usw.

Dr. Markus Keller selbst Vegetarier:

min 23:57: "Wenn wir noch feinere Marker uns anschauen, MMA, dann sind das 90% der Veganer, die schlecht mit Vitamin B12 versorgt sind."

https://www.youtube.com/watch?v=PKPXNOlKOow

immer mehr Studien zeigen die Schädlichkeit dieser Mangelernährung:

neigen zu mehr Osteoporose und Knochenfrakturen:

https://academic.oup.com/aje/article/166/11/1327/100267

zu mehr Krankheitstagen

https://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/veganer-doppelt-so-oft-krank-wie-ihre-nicht-veganen-kollegen--8531474.html

zu mehr psychischen Erkrankungen:

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Fleischverzicht mit einem größeren Risiko für depressive Symptome verbunden ist. Wie aus einer Studie der Bristol University mit 10.000 männlichen Teilnehmern hervorgeht, leiden Veganer eher und öfter an Depressionen. Das liegt unter anderem daran, dass eine fleischlose Ernährung gewöhnlich zu einem Vitamin-B12-Mangel führt. Veganer greifen außerdem häufig zu Nüssen, die die Omega-6-Fettsäure-Werte erhöhen. Dieser Überschuss kann zu vermehrten Entzündungen im Körper führen und zusammen mit einem Vitamin-B12-Mangel die Produktion von Botenstoffen im Gehirn beeinflussen. Das wirkt sich auf das Wohlbefinden und unser Glücksgefühl aus.
Auch der Verzicht von Meeresfrüchten ist mit einem größeren Risiko depressiver Symptome verbunden genauso wie eine zu sojareiche Kost. Sie kann im Blut zu einem Überschuss an Phytoöstrogenen führen. Bereits in der Vergangenheit belegten Studien, dass Vegetarier doppelt so oft unter Angststörungen oder Depressionen leiden wie Fleischesser

https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/kein-fleisch-kann-ungluecklich-machen-studie-beweist-veganer-erkranken-eher-an-psychischem-leiden-als-fleischesser_id_7449436.html

zu einem höheren Sterberisiko

Being a vegan was associated with ahigher mortality risk (1.59; 95% CI, 0.98-2.59) than being a lacto-ovo vegetarian (1.08; 95% CI, 0.86-1.34), when compared with nonvegetarians with moderate meat/fish consumption, accounting for all other variables

http://cebp.aacrjournals.org/content/cebp/14/4/963.full.pdf

Eine der größten Untersuchungen hierzu ist die so genannte Sieben-Tage-Adventisten-Studie 2. Dabei wurden 73.308 Teilnehmer in die fünf Gruppen Fleischesser, Flexitarier, Ovo-lakto-Vegetarier, Pesco-Vegetarier und Veganer eingeteilt. Das Sterberisiko bei einer bestimmten Krankheit wurde bei den Fleischessern mit dem Wert 1 festgelegt und die Risiken der anderen Gruppen wurden damit verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass die Veganer beim Herztod nicht besser als die Fleischesser lagen, sondern mit 1,39 deutlich schlechter. Veganer starben also fast 40 % mehr am Herzinfarkt!

http://www.dr-schmiedel.de/macht-vegan-krank/

Wer viele Kohlenhydrate, dafür aber möglichst wenig Fett zu sich nimmt, könnte seiner Gesundheit schaden. In einer Analyse der weltweiten PURE (Prospective Urban Rural Epidemiology)-Studie nämlich, die die Ernährungsgewohnheiten von rund 135.000 Menschen aus 18 Ländern auf 5 Kontinenten untersucht hat, ging eine Ernährung mit einem hohem Fettanteil (etwa 35%) mit dem geringsten Mortalitätsrisiko einher. Ein hoher Kohlenhydratanteil (mehr als 60%) dagegen war mit einer höheren Sterblichkeit assoziiert. Das berichtete die PURE-Studiengruppe jetzt auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in Barcelona [1].
Ein höherer Anteil von Kohlenhydrate an der Gesamt-Energiezufuhr war assoziiert mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko (HR 1,28; höchster vs. niedrigster Kohlenhydratanteil).
Ein höherer Fettanteil (Gesamtfett: HR 0,77) und jede Art von Fett (gesättigte Fettsäuren (FS): HR 0,86; einfach ungesättigte FS: HR 0,81; mehrfach ungesättigte FS: HR 0,80) dagegen stand in umgekehrtem Zusammenhang mit dem Mortalitätsrisiko.
Diejenigen, die viele Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren zu sich nahmen, hatten außerdem ein niedriges Schlaganfallrisiko (HR 0,79). Keine signifikanten Auswirkungen ergaben sich auf das Herzinfarktrisiko und die kardiovaskuläre Mortalitätsrate.
Ersetzte man den Verzehr von Kohlenhydraten (5% der Energiezufuhr) durch ungesättigte Fettsäuren, war die Mortalitätsrate um 11% niedriger, berichtet die Studiengruppe. Ebenso reduzierte sich das Schlaganfallrisiko um 20% beim Ersatz von Kohlenhydraten durch gesättigte Fettsäuren.

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906315

Na, als Physiker hat man natürlich eine besondere Kompetenz in Sachen Ernährung. ;-) So ziemlich jeder, der an seinen alten Essgewohnheiten festhalten will, kritisiert vegane Ernährung.

Vegan hat zunächst nichts mit gesund oder ungesund zu tun. Genau wie eine mischköstliche Ernährung kann man auch eine vegane Ernährung sehr gesund, aber auch sehr unausgewogen gestalten. Einen "magischen" Unterschied zwischen vegan und Mischkost gibt es nicht. Bei einer gesunden Ernährung kommt es immer darauf an, den Bedarf an Kalorien, Proteinen mit allen essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballststoffen möglichst optimal zu decken, und gleichzeitig die Zufuhr von gesundheitsabträglichen Stoffen möglichst gering zu halten. Das ist sowohl mit einer Mischkost, als auch mit einer veganen Ernährung ohne weiteres möglich.

Bei einer veganen Ernährung sollte man etwas genauer darauf achten sie so zu gestalten, dass alle kritischen Nährstoffe abgedeckt werden. Schwer ist dies jedoch nicht, wenn man sich einmal informiert hat. Vitamin B12 sollte vorsorglich supplementiert werden, was aber kein Problem ist. Dafür ist es vegan einfacher, abträgliche Stoffe zu meiden. Eine gesundheitsorientierte pflanzliche Ernährung hat durchaus ihre Vorteile, da sie bspw. sehr reich an Antioxidantien ist und wenig gesättigte Fettsäuren enthält. Dies mindert das Risiko für bestimmte Zivilisationskrankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen.

Die wesentlichen Vorteile einer veganen Ernährungs- und Lebensweise liegen aber vor allem in einem ethischeren Umgang mit Tiere in unserer Gesellschaft. Außerdem, so wie die moderne Nutztierhaltung aktuell mehrheitlich aufgestellt ist, einer größeren ökologischen Nachhaltigkeit.

Der renommierter Physiker

... und lässt du dir auch Gesundheitstipps geben von einem renommierten Automechaniker? Eine Eheberatung von einem renommierten Juristen?

Alles steht in der Kritik! Ob es vegane Ernährung ist, vegetarisch, ob das vollwertige Ernährung nach der Ernährungspyramide ist die jedem Ernährungsberater in der Ausbildung gebetsmühlenartig an die Hand gegeben wird. Ob das ketogene Ernährung ist, low carb, high Carb, low sugar, Weight Watchers....

Im Endeffekt muss doch jeder für sich selbst wissen womit er sich identifizieren kann und was seinem Körper gut tut unter Berücksichtigung von Erkrankungen, Ethik, Unverträglichkeiten und Allergien.

Wenn man bedenkt das sich rund 70% aller Buddhisten vegan/vegetarisch ernähren und das betrifft vorwiegend Asien dann müssten sich aber einige Millionen fehl- und mangelernähren. Von den "restlichen" Veganern mal abgesehen. Ich halte generell nichts von Leuten die meinen ihnen bräuchte man nichts mehr erzählen und sie hätten den Weisheits letzten Schluss. Es gibt nicht nur einen richtigen Weg. Es gibt viele richtige Wege auch wenn man das nicht immer mit seinem Weltbild vereinbaren kann.

Wenn man bedenkt das sich rund 70% aller Buddhisten vegan/vegetarisch ernähren und das betrifft vorwiegend Asien dann müssten sich aber einige Millionen fehl- und mangelernähren.

die haben dafür eine Lösung entwickelt:

Viele Buddhisten nehmen das sehr ernst. Daher sind sie wie der Buddha Vegetarier und essen weder Wurst noch Fleisch. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn ein Buddhist eingeladen ist und ein Fleischgericht auf dem Tisch steht, dann sollte er nach Buddhas Worten den Gastgeber nicht verletzen und daher Steak oder Braten verzehren.
Manche Buddhisten erklären diese Ausnahme auch damit, dass in diesem Fall das Fleisch ja schon auf dem Teller lag und kein Tier extra für sie geschlachtet werden musste. Anderen Buddhisten kommt diese Begründung auch im Alltag sehr gelegen. Sie benutzen sie auch dann, wenn sie selbst einmal Wurst und Fleisch in den Einkaufskorb legen.

https://www.religionen-entdecken.de/eure_fragen/duerfen-sich-buddhisten-fleisch-zum-essen-kaufen

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