Ist vegan sein wirklich "haram" (im Islam verboten)?

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17 Antworten

Wenn du Logik suchst, dann suche sie nicht in religiösen Sümpfen.

Wenn dein Freund sagt, dass es eine Sünde ist vegan zu essen, dann ist das seine persönliche Auslegung. Es gibt auch Muslime, die ihre Religiösität nicht an dem messen, was sie essen.

Wenn du mit einem Menschen zusammen bist, der nur ein bischen seine Religion lebt, dann solltest auf weitere unlogische Dinge vorbereitet sein. Und wenn du mit ihm zusammenbleiben willst, wirst du es entweder hinnehmen oder dich unterordnen oder Überzeugungsarbeit leisten müssen.

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Frag ihn doch mal, warum er das glaubt. 

Ich denke, dieser Freund hat einfach generell ein Problem damit, dass jemand etwas anders macht als er selber und eine andere Meinung hat. Warum soll das haram sein, etwas wegzulassen? Kann ja schon von der Logik her nicht sein. Stell dir einfach vor, du lebst in einem Land, in dem eine Hungersnot herrscht und man vegan leben muss. Sollte dir das als Sünde angerechnet werden, wenn es nicht einmal deine Schuld ist?

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Naja, das mit den Religionen ist ja sowieso immer irgendwie Auslegungssache. Jeder interpretiert den Koran, die Bibel oder was auch immer anders, deshalb lässt sich wahrscheinlich eher schwierig konkret sagen, ob ein veganes Leben im Islam eine Sünde darstellt. Ich wüsste jetzt jedoch keine Stelle, in der ein Verzicht auf tierische Produkte als sündhaft beschrieben oder gar verboten wird.

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Nein.

Dein Freund irrt sich, es ist durchaus erlaubt, freiwillig auf Fleisch zu verzichten. 

Mehr unter http://www.islamicconcern.com/fatwas.asp

Unabhängig vom religiösen Kontext muss man aber auch sagen, dass eine wirklich "vegane" Lebensweise gar nicht möglich ist.

Trägst Du Kleidung aus Baumwolle? Wird auf Plantagen geerntet - dafür werden Tiere vertrieben und getötet. Kunstfasern? Aus Erdöl. Verschmutzt die Umwelt, Tiere sterben. Nutella? Enthält Palmöl. Von Plantagen, die durch Brandrodung angelegt werden.  Dein Handy und Computer enthalten Kupfer. Zu dessen Herstellung benötigt man Knochenleim - und dafür wiederum tote Tiere.

Kurz: Wenn Du glaubst, dass du vegan leben kannst, dann macht Du dir nur was vor.

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Kommentar von dragasestra
18.12.2015, 13:15

Das kommt ganz darauf an, wie man den Begriff "vegan" für sich definiert. Für mich bedeutet ein veganes Leben so weit wie möglich auf tierische Produkte zu verzichten. Dass ich jedoch jederzeit einer Ameise das Leben nehmen könnte, indem ich versehentlich auf sie trete, ist mir bewusst, tut aber meiner Meinung nach nichts zur Beschreibung meiner Lebensweise zur Sache ;-)

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Kommentar von mineralixx
18.12.2015, 19:35

Seit wann braucht man denn zur Herstellung von Kupfer Knochenleim?

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Wenn du auf irgendetwas verzichtest (zb. Fleisch), weil du dich zb. davor ekelst, ist nichts daran verkehrt, Vegan/Vegetarisch zu sein.

Es besteht generell keine Pflicht Tiere zu essen.
Schlachten muss auch nur zum Opferfest geschehen, und das muss auch nicht selber gemacht werden, sondern kann auch mittels zb. Moschee in entfernten Ländern geschlachtet werden.

Das einzige was verkehrt ist, wäre zu sagen, es sei verboten/falsch Tiere zum Essen zu Schlachten, obwohl Allah dies erlaubt hat.

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Das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, das der Freund? da recht hat.

Einige wenige Moslems behaupten ja auch der Terror den da zur Zeit einige Moslems veranstalten sein rechtens und vom Koran so gewollt.

Man muss nicht alles glauben nur weil wer was sagt. Man darf IMMER seinen eigenen Verstand einschalten.

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Kann sein dass es so ist, ich kenn mich mit denen nicht aus. Für mich würde es allerdings keinen Sinn machen.. eher andersum, dass es eine Sünde wäre, Tiere zu töten.

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Habt ihr das betrachtet, was Allah euch an Nahrung herabgesandt hat, woraus ihr aber (etwas) Verbotenes und Erlaubtes gemacht habt?"" Sprich: ""Hat Allah euch (das) gestattet oder erdichtet ihr Lügen gegen Allah?

Koran Sure 10 Vers (Ayat) 59

......und da liegt dann mal wieder der Knackpunkt. Eigentlich sagt dieser Ver ja alles und nichts aus, aber es gibt tatsächlich Fundementalisten die daraus eine Art "Esszwang" konstruieren, und veganes oder vegetarisches Essen als Sünde betrachten.

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Kommentar von Fabian222
17.12.2015, 17:30

Kennen wir ja heute noch von den Hindus. 

Für die meisten Hindus ist die Kuh unantastbar und ‚heilig'. 

Das Fleisch ist fuer sie sozusagen "verboten". (Haram)

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Das man im islam kein Veganer sein darf ist völliger Unsinn. Lass dir von solchen Leuten nix erzählen und mach das was du für richtig hältst!

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Wenn du keine Muslima bist, dann kann es diesem Freund doch ganz egal sein, ob deine Ernährung halal oder haram ist. Er selbst kann ja gerne essen, wie er will, aber dann soll er andere damit in Ruhe lassen.

Mein Islam-Wissen geht leider nicht über die fünf Säulen hinaus, aber gibt es im Islam nicht auch Tieropfer? Das wäre das Einzige, was mir da jetzt einfällt, aber ich lass mich gerne berichtigen.

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Kommentar von BabyBo01
17.12.2015, 15:10

Er wusste es ja nicht mal das ich Atheist bin, da ich das nicht jeden gleich sage (finde sowas sollte privat bleiben, da man schnell vor allem als Türkin beurteilt wird) 

Es stimmt schon das man Tiere opfert in Bayram bzw im Opferfest 

Damals hat einer der Propheten Irgendwie jemanden bzw Gott versprochen das er sein Sohn Opfern wird. Aber er konnte es nicht, deshalb hat Gott ihm ein Tier zugeschickt damit er geschlachtet wird. (Tut mir leid wenn ich was falsches sage, ist schon lange her das ich Kuran gelesen hab bzw überhaupt in der Moschee war 😂) 

Aber ob man die dann essen soll etc weiß ich nicht wirklich ... 

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Kommentar von DarkRiver123
17.12.2015, 15:35

Abraham sollte einen seiner söhne opfern,aber als Allah gesehen hat das er es wirklich macht, hat Allah gesagt er solle stattdessen einen schaf schlachten. Also Allah wollte ihn prüfen. ich glaub so war es. sorry wenn ich mich irre.

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Traditionell wird im Islam zu bestimmten Gelegenheiten Fleisch von Opfertieren an Bedürftige verteilt; Fleisch, keine Radieschen. Von daher hat jemand, der vegan als Muslim leben möchte, schlechte Karten. Wer kein Tier schlachten kann oder möchte, weil er keins hat, der kann auch Geld zahlen, damit es ein anderer (ein Metzger z.B.) für ihn tut.

Kein Fleisch zu spenden ist vermutlich nicht richtig.

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Kommentar von RobinsonCruesoe
17.12.2015, 18:11

Warum es aber verboten sein sollte, als "Bedürftiger" Fleisch essen zu müssen, kann ich mir nur so erklären, dass es eine Sünde gegen denjenigen ist, der das Tier opfert oder opfern lässt, um es einem Bedürftigen zukommen zu lassen.

Also: wer reich ist, braucht kein Fleisch zu essen, muss aber welches verteilen an die Armen. Und wer arm ist, muss das Fleisch der Opfertiere essen, obgleich er vielleicht nicht möchte. Verzwickt.

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Wirklich verstehen wird das vermutlich niemand und begründen schon gar nicht.

Am Besten hörst Du nicht auf solches Gerede sondern isst das, was Du magst und Dir schmeckt.

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Meines Wissens wäre es nur dann schlecht, wenn deine vegane Lebensweise deiner Gesundheit schadet.

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be-urteilen?

wer darf denn auf erden urteilen? = richter?

wer darf im jenseitz urteilen = gott?

es gibt so viele kriege weil menschen meinen sie sind im recht? dameit verstoßen viel selbst menschenrechte?

viele verstecken sich nur hinter religionen und machen andere damit klein damit sie selbst groß werden?

ist das auf erden nicht sehr arm-seelig? wie wird dies erst im jenseitz sein?

da man schnell vor allem als Türkin beurteilt wird

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Also ich selber bin moslem. Hab davon aber noch nie gehört dass man Fleisch essen MUSS.

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Nein ist es nicht. Wie kommt er denn darauf?
Es gibt ja sehr arme Länder,die nichts haben,Was sollen due tun?
und das sollte eine Sünde sein?
Sag ihm, : 'Her mit den Beweisen und Koranversen'

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Haram ist es auszurasten, und andere zu beleidigen.

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