ist Untervermietung ein Kündigungsgrund?

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10 Antworten

Anwälte verdienen immer gerne, "hüben wie drüben"! Eine vom Vermieter nicht genehmigte Untervermietung berechtigt den Vermieter zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses. Etwas anders wäre es, wenn sich "Besuch" für ein paar Wochen unentgeltlich einquartiert hätte. - Vielleicht denken Sie darüber noch mal scharf nach, wenn Sie sich nicht bereits zu weit untervermietungstechnisch gegenüber dem Vermieter "aus dem Fenster gelehnt haben"!?!

Die Aufnahme naher Familienangehöriger, z. B. leiblicher Kinder, bedarf keiner Zustimmung des Vermieters.

Allerdings muß er nachweisbar darüber informiert werden.

Ein Grund dem Mieter zu kündigen liegt hier nicht vor. Sprich die Kündigung ist unwirksam.

ist Untervermietung ein Kündigungsgrund?

Ja.

Aber die Aufnahme naher Familienangehöriger ist zulässig, man muss nur den Vermieter informieren.

Die fristlose Kündigung ist unwirksam, da sie erst mal einer Abmahnung bedarf.

Der Vermieter ist zur fristlosen außerordentlichen Kündigung des Mietvertrages erst berechtigt, wenn der hauptmieter den Untermieter nach Abmahnung und Fristsetzung nicht aus den Räumen entfernt. Insofern ist hier die Kündigung ohne vorherige Abmahnung nicht rechtens.

Untervermietung bedarf der ZUSTIMMUNG des Vermieters. Es ist alst Sache des HAUPTMITERS sich um die Genehmigung zur Untervermietung zu kümmern.

Nein das kann er nicht. Bei Aufnahme von Familienangehörigen braucht man keine ZUstimmung vom Vermieter. DAs ist keine Untervermietung. Auf jeden Fall einen Rechtsanwalt einschalten.

Die Aufnahme von engen Familienangehörigen (Ehepartner/in, Kinder, Eltern) in die Wohnung ist keine Untervermietung. Lebenspartner/innen zählen jedoch nicht zu diesem bevorzugten engen Personenkreis.

http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps-a-z/artikel/untermiete-1.html

Eine kurze schriftliche Info vor der ganzen Aktion hätte vermutlich Ärger vermieden. Außerdem klingt es höchst seltsam, dass der Vermieter bei Deinem Kumpel keinen Stress macht, ihm sogar bei der Kündgungsfrist entgegenkommt und dann bei Deinen Schwiegereltern durchdreht.

Bevor Ihr zum Anwalt rennt, solltest Du etwas Struktur in die Schilderung des Sachverhaltes bringen. Es ist im Kern absolut unverständlich: Wer hat wann in welcher Form wen über etwas informiert oder um Erlaubnis gebeten...

Caeser87 02.02.2015, 10:49

mein kumpel, seine Frau und die gemeinsame Tochter sind in die Wohnung des Vaters von der Ehefrau gezogen (die Muttee ist letztes Jahr verstorben).

mein kumpel hat seine Wohnung gekündigt und hat den Schlüssel am 20. januar dem vermieter übergeben und diesem am 20. januar gesagt, dass sie in der zeit, solange das haus gebaut wird, in der Wohnung des Vaters leben. (ohne ihm für die miete was zu geben). da hat der Vermieter nichts dazu gesagt. heute ruft drr vermieter bei dem Vater an und mein kumpel ging dran, da er frei hat und der vater am arbeiten. der vermieter sagte dann zu denen, dass er sie fristlos kündigen wird, weil der vater eine angebliche untervermietung betreibt.

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lastgasp 02.02.2015, 11:17
@Caeser87
mein kumpel, seine Frau und die gemeinsame Tochter sind in die Wohnung des Vaters von der Ehefrau gezogen (die Muttee ist letztes Jahr verstorben).

Ist die Wohnung groß genug. Für 4 Personen reichen 2 Zimmer oder 50m² nicht aus. In jedem Fall hat der Vermieter ein Informationsrecht. Er kann zum Beispiel bestimmte Nebenkosten erhöhen, die sich an der Kopfzahl orientiert. Außerdem noch einmal: alles schriftlich, mündliche Absprachen sind wertlos.

und diesem am 20. januar gesagt, dass sie in der zeit, solange das haus gebaut wird, in der Wohnung des Vaters leben. (ohne ihm für die miete was zu geben).

und wieder.... "gesagt" ist wertlos. Kleines Schreiben an den Vermieter hätte Ärger erspart.

der vermieter sagte dann zu denen, dass er sie fristlos kündigen wird, weil der vater eine angebliche untervermietung betreibt.

Da der Vermieter noch nicht rechtsverbindlich gekündigt hat, ist möglicherweise noch Zeit für ein Schreiben:

Sehr geehrter Vermieter,

wegen einer Verzögerung bei dem Bau des Hauses meiner Tochter habe ich meine Tochter, Ihren Mann und das gemeinsame Kind in meiner Wohnung für maximal X Monate aufgenommen. Bitte teilen sie mir evtl. Mietvertragsänderungen mit. MfG, xyz

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Untervermietung ist es ja nicht (es sei denn, der Vater hat das dem Vermieter gegenüber so genannt), sondern eher die Aufnahme von Familienangehörigen in die eigene Wohnung. Wegen Untervermietung kann dann also nicht gekündigt werden.

Für Untervermietung braucht man die Zustimmung des Vermieters. Und der kann die natürlich auch verweigern, wenn man keinen guten Grund angibt (der Grund kann z.b. auch ein finanzielles Interesse sein, wenn die Wohnung kurzfistig aus irgendeinem Grund zu groß für das Geld ist, das man zur Verfügung hat...). - Eine fristlose Kündigung allerdings ist nicht gerechtfertigt.

Bei Aufnahme von Familienangehörigen in der eigenen Wohnung liegt allenfalls dann ein Kündigungsgrund vor (aber dann wohl eher nicht fristlos), wenn die Wohnung dadurch überbelegt ist. Wenn der Vater also nur eine Zweizimmerwohnung hätte, könnte man einen Überbelegung unterstellen, z.B.

Ich würde das Kündigungsschreiben abwarten, dem dann widersprechen - und direkt zum Anwalt oder zum Mieterverein damit gehen. Der "Kampf" ist jedenfalls noch nicht verloren.

Enge Familienangehörige sind Ehepartner/in/ Lebens---, Eltern und Kinder, auch Stiefkinder ...

die dürfen aufgenommen werden solange keine Überbelegung vorliegt, bedarf nicht der Genehmigung soll aber dem Vermieter schriftlich mitgeteilt werden , denn es kann dann ja auch eine Pers. bezogene Nebenkostenabrechung eine Änderung entstehen..

andere Pers. dürfen nur vorübergehend (Urlaub) aufgenommen werden.

Auch für einen Anwalt ist es schwer, aus den Schilderungen einer Dritten unbeteiligten Person etwas herauszulesen.

Die betroffenen Parteien sollen mit ihren schriftlichen Unterlagen einen Fachanwalt oder den Mieterschutz aufsuchen.

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