Ist unsere Schule im Recht

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Scheinbar habt Ihr doch ein "grundlegendes Problem" ...

Absprachen, Vorgaben oder Vorschriften sind wirkungslos, wenn Verstöße nicht zu Konsequenzen führen. Einzug, Einbehaltung und Rückgabe an die Erziehungsberechtigten sind schlicht erzieherische Maßnahmen. Dazu kann auch eine zeitlich angemessene Befristung bis zur Rückgabe gehören.

Ob ein Richter das im Einzelfall auch so sieht, sei mal dahingestellt. Alle mir bekannten Urteile in dieser Richtung stellen die Maßnahmen der Schule nicht generell in Zweifel.

Wenn Ihr schon agieren wollt, haltet Euch einfach an die Vorschriften, dann muss man nicht darüber nachdenken, ob und wie man einer "Bestrafung" entgegenwirken kann.

Einbehaltung und Rückgabe an die Erziehungsberechtigten sind schlicht erzieherische Maßnahmen.

Welche zu denen die schule aber nicht berechtigt ist.

Am Ende des Unterrichtes ist das Gerät zurück zu geben.

Sie hat zahlreiche andere Ordnungsmaßnahmen die ihnen Offen stehen. Die Einbehaltung des Gerätes ist keine davon. Dies darf nur getan werden um die Störung des Schulablaufes zu verhindern. Was nach der letzten Schulstunde nicht mehr gegeben ist.

1

Uns geht es nicht um rechtliche Konsequenzen, sondern wie wir uns am besten der Lehrerschaft zu wenden sollen, ohne zu weit zu gehen.

Aber vielen dank für die vielen und schnellen Antworten

0

eigenartig, diese Regelung, 24 Std die Handy's zu verwahren. ich denke, dass dies nicht sein darf, eure Freizeit ist privat, gehört euch! Wenn der Elternrat meint, er könne nichts dagegen tun, frage ich mich, weshalb es ihn denn gibt? Dass während der Schulstunde die Handy's nicht benützt werden dürfen, dies ist mir klar, jedoch 24 Std? Nein, das geht nicht. Wehrt euch weiter....

Die Schulgesetze sind Landesunterschiedlich. NRW würde Schulen erlauben, selbst zu entscheiden und Gegenstände gar bis zum Ende des Schuljahres zu behalten.

Auf so dünnem Eis steht das gar nicht, liest man mal die Gesetze dazu durch und lässt außer Acht, was "einige Leute meinen..."

Es geht auch nicht drum, dass Handy schlecht sind oder sowas. Würden diese verantwortungsvoll gehandhabt, wäre das alles gar kein Problem. Die Schule meiner Tochter erlaubt das Mitbringen von Handys.

Klingelt aber eines oder ein Schüler benutzt es innerhalb des Schulgeländes auch nur, ist das Ding bis zum Ende der darauf folgenden Woche weg - auch wenn Eltern kommen und es wiederhaben wollen.

Und wird es geklaut, Pech gehabt.

Es geht um eventuellen Mißbrauch. Filmchen aufnehmen und ins Netz stellen z.B. Um das zu verhindern, weil einige sowas machen (würden) trifft es alle.

Und ganz ehrlich, man kann es durchaus ein paar Stunden am Tag ohne Handybenutzung aushalten, das ist weder Beinbruch noch Notstand. Vor nur wenigen jahren gabs die Dinger noch gar nicht und es ging sogar Jahrelang ohne.

Also stell Dich mal nicht so an von wegen Freiheit und sowas. Alles vorgeschoben für "ich will halt einfach°!!!!".

Und Euer Schülerrat ist nicht inkompetent. Die Schulleitung ist bockig. Diese sagt sich, wenn die das so wollen, zeigen wir, wer hier das Sagen hat und legen noch eins drauf - um das Thema in Zukunft vom Tisch zu haben, weil niemand mehr auf die blöde Idee kommt, hierbei dran rütteln zu wollen, weil man befürchten muß, dass man es noch weiter verschärft.

Der Schülerrat kann nur bitten, beraten, er hat keinerlei Entscheidungsbefugnis noch kann er irgend etwas einfordern. Auch das sollte Dir klar sein, bevor Du solch schlechte Sachen sagst.

Die Schulgesetze sind Landesunterschiedlich. NRW würde Schulen erlauben, selbst zu entscheiden und Gegenstände gar bis zum Ende des Schuljahres zu behalten.

Wo steht das?

Ich finde nur

(2) Zu den erzieherischen Einwirkungen gehören insbesondere das erzieherische Gespräch, die Ermahnung, Gruppengespräche mit Schülerinnen, Schülern und Eltern, die mündliche oder schriftliche Missbilligung des Fehlverhaltens, der Ausschluss von der laufenden Unterrichtsstunde, die Nacharbeit unter Aufsicht nach vorheriger Benachrichtigung der Eltern, die zeitweise Wegnahme von Gegenständen, Maßnahmen mit dem Ziel der Wiedergutmachung angerichteten Schadens und die Beauftragung mit Aufgaben, die geeignet sind, das Fehlverhalten zu verdeutlichen. Bei wiederholtem Fehlverhalten soll eine schriftliche Information der Eltern erfolgen, damit die erzieherische Einwirkung der Schule vom Elternhaus unterstützt werden kann. Bei besonders häufigem Fehlverhalten einer Schülerin oder eines Schülers oder gemeinschaftlichem Fehlverhalten der Klasse oder Lerngruppe soll den Ursachen für das Fehlverhalten in besonderer Weise nachgegangen werden.

Die Gegenstände müssen nach Unterrichtsende zurück gegeben werden, ausnahmen sind gefährliche Gegenstände. In de Ordnungsmaßnahmen steht nichts davon dass sie den Gegenstand zur Strafe entziehen dürfen !

Das dürfen sie nur um den Schulischen Ablauf zu gewährleisten, was mit Unterrichtsende nicht mehr der Fall ist.

(3) Ordnungsmaßnahmen sind 1. der schriftliche Verweis, 2. die Überweisung in eine parallele Klasse oder Lerngruppe, 3. der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht von einem Tag bis zu zwei Wochen und von sonstigen Schulveranstaltungen, 4. die Androhung der Entlassung von der Schule, 5. die Entlassung von der Schule, 6. die Androhung der Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes durch die obere Schulaufsichtsbehörde, 7. die Verweisung von allen öffentlichen Schulen des Landes durch die obere Schulaufsichtsbehörde

Es gibt Gesetze auf Bundesebene welche weit über den Schulgesetzen der Länder stehen.

Das wäre nämlich Unterschlagung, eine Straftat.

Die Schule meiner Tochter erlaubt das Mitbringen von Handys.

Das kann die Schule auch gar nicht verbieten

Klingelt aber eines oder ein Schüler benutzt es innerhalb des Schulgeländes auch nur, ist das Ding bis zum Ende der darauf folgenden Woche weg - auch wenn Eltern kommen und es wiederhaben wollen.

Und genau das dürfen sie nicht. Nur bis Unterrichtsende.

1
@Havege

"Wo steht das?"

In der von Dir besagten Vorschrift steht das - lies mal genau. Da steht: ** "die zeitweise Wegnahme von Gegenständen, "** - auf gut Deutsch vorübergehend.

Nun, es geht vorüber, irgendwann mal. Es ist keine Regelung festgeschrieben, wielange dieses vorübergehend bzw. zeitweise maximal dauern darf. Es muß halt mal irgendwann vorübergehen......

Es wurde uns an einer Elternabendveranstaltung jdoch ein Gerichtsurteil des OVG vorgelesen (das Akzenzeichen hab ich natürlich nicht mehr im Kopf), aus dem hervorgeht, dass dieses zeitweise maximal bis zum Ende eines Schuljahres gehen dürfe.

Das bedeutet, nach Rechts - und Urteilslage können als erzieherische Maßnahme Gegenstände bis zum Ende des jeweilgen Schuljahres einbehalten werden.

Aufgrund unschöner Vorkommnisse in der vergangenheit an einigen Schulen hat nun die Schule beschlossen, diese Regelung - Handys bis zum Ende der darauf folgenden Woche - durchzuführen und steht damit ganz eindeutig auf rechtlich gesicherten Beinen.

Es ist uch nicht eine Maßnahme, aufgrund dessen der Unterrichtsablauf (wieder) sichergsestellt wird, sondern gemäß Gesetzeslage ( ** Zu den erzieherischen Einwirkungen...** ) eine Erzieherische Maßnahme, sprich eine Strafe.

Eine Strafarbeit oder Nachsitzen ist ja auch ein Eingriff in die Freizeit, ja, das darf eine Schule - und zwar als Strafe.

Unterschlagung - na dann lies mal das StGB durch und Du wirst feststellen, dass mangels Zueignungsabsicht gar keine Unterschlagung strafrechtlich vorliegen kann. Nur weil da jemand das Eigentum eines Anderen hat heißt das noch lange nicht, dass da was strafbares vorliegt.

Auch wird das Eigentum nicht gebrochen, rechtlich, das Handy gehört nach wie vor dem Schüler und wird ihm auch wieder zurückgegeben, nur hat er es eine Weile nicht.

Strafrechtlich ist das gar nichts, absolut null.

Ein Diebstahl kann es auch nicht sein, denn dann müsste das Handy nicht herausgegeben worden sein - und ach ja, so ein Schüler sein handy bei Erwischtwerden nicht herausgibt, wird stattdessen der Schüler der Schule verwiesen, und zwar bis zum Ende der darauf folgenden Woche.

Jedem sind diese Regelungen von vorne herein bekannt, alle können sich daran halten.

Wie ein einziges Beispiel mittlerweile zeigt (so wenig, weil alle Angst haben), ziehen die das auch gnadenlos so durch, ohne jegliches Erbarmen.

Zudem haben sie Rückendeckung aus der Elternschaft denn alle Personen unter 18 Jahren haben einen Vormund, der für sie in allen Belangen entscheidet. Aus diesem Grund ist alleine schon nichts zu machen, es macht niemand was dagegen.

Jeder weiß, in der Schule wird nicht gequatscht, man tut genau das, was einem gesagt wird, was man tun soll, es wird immer fein aufgepasst und mitgearbeitet und wenn das Handy klingelt isses weg bis Ende nächster Woche.

Wo soll jetzt da bitte das Problem sein?

Würde man sich an die Anweisungen der Schule halten, bräuchte man hinterher auch nicht rumheulen.

0

Lieber Armin781,

die Schulleitung wird die eingesammelten Handy wahscheinlich doch nur verwahren, wenn mit ihnen gegen bestehende Regelungen verstoßen wird. Somit liegt es doch an jedem selbst, eine solche Verwahrung zu umgehen.

Aus unserer Sicht, schränkt dies unsere Benutzungs- und Bewegungsfreiheit stark ein.

Vielleicht erkennt ein Betroffener dann, dass ein Leben ohne Handy tatsächlich möglich ist und man sich durch häufig übertriebene Nutzung selbst an die Kette legt. Es gibt auch noch die tastenfreie Kommunikation - und die kann noch viel schöner / interessanter sein! ;-)

Gruß Gremlin491

die schule ist dazu befugt da die lehrer unteranderem die aufgabe haben die schüler etwas zu erziehen und das mt den handys iste erstens eine erziehungsmasnahme und zweitens regel des hauses die ebenfalls jede schule indiwiduell aufstellbar sind.

Für 24 stunden? bist du auf einer ganztagsschule? wenn nicht hatt die schule nicht das recht dazu.

Da Lob ich mir doch unseren Lehrer, solange der Unterricht dabei nicht gestört wird sagt der dazu nur: ,, Wenn euch das Handy wichtiger ist als das was ich hier erzähle dann bleibt ihr eben dumm." Das ist liberal und fördert die Eigenverantwortung.

Nein die Schule ist nicht zu einer Unterschlagung befugt. Sondern nur dazu das Handy bis Unterrichtsende einzubehalten. Das wissen aber die meisten Schulen nicht einmal.

Ihr habt zwei Wege. Ein Elternteil schaltet einen Anwalt ein, oder ihr geht an die nächst höhere Instanz. Das Schulamt.

Die beste Regelung ist immer noch die:

Wer erwischt wird wenn das Handy auch nur aufm Tisch legt, gibt es sofort ab. Es wird dann vorne auf den Tisch gelegt, und am Unterrichtsende kann man es sich wieder abholen...

Die Regelung hatten wir in unserer Berufsschule. So wurde 1. der Unterricht nicht alle 5 min gestört weil der Lehrer nen Schüler ermahnen musste, und 2. hat das nach 20 eingesammelten Handys den Effekt das die Schüler es garnicht mehr rausholen im Unterricht.

Diese Regelung ist so auch rechts konform und absolut in Ordnung. Finde ich gut.

Anscheinend eine der wenigen Schulen wo die Schulleitung kompetent genug war was das Thema betrifft.

1

bringt einfach ein gegenvorschlag: alle handys müssen auf dem schulgelände ausgeschaltet werden - ohne wenn und aber (außer bei notfällen, katastrophen)

und die lehrer sind nicht befugt, die geräte 24h und länger aufzubewahren. nach schulschluss sind diese wieder dem schüler auszuhändigen, außer bei beweissicherung (gewalt, etc.)

Genau so ist es zulässig.

Benutzungsverbot ? Darf die Schule. Nicht aber die reine Mitnahme.

Und am Unterrichtsende das Gerät wieder aushändigen.

0

24 Stunden ist doch sehr human. Mein Sohn musste es mal für 3 Wochen abgeben. Wer gegen Regeln verstößt, muss mit den vorher bekannten Konsequenzen klarkommen. Wer sich daran hält - hat nichts zu befürchten.

3 Wochen???!!!!!! Neeee das grenzt schon fast an Diebstahl....

Wenn er sich das Handy am selben Tag am Schultagsende zurückholen kann ok...

Aber 24 h oder gar 3 WOCHEN geht garnicht...

Da hat ne Schule auch kein Recht zu... Eine solche Sicherstellung von Eigentum darf meiner Meinung nur die Polizei

0
@GengarStyle

ob die Schule das durfte, war mir egal. Wie sollen die Kiddies lernen sich an Regeln zu halten, wenn die Konsequenzen nicht weh tun? Die Sanktionen im späteren Leben sind wesentlich schmerzhafter: Führerscheinentzug, Kündigung, Abmahnung, Geldstrafen usw. Was sind da 24 Stunden ohne Handy??

1
@alphonso

Es geht nicht um "24 Stunden ohne Handy" sondern darum das die Schule die Dinger einfach behält... Da geht's ums Prinzip...

Wenn die Eltern dem Kind das Handy dann ne Woche wegnehemen ist das was anderes... Aber nicht die Schule

0
@GengarStyle

die Dinger werden doch nicht "einfach weggenommen", sondern erst nachdem gegen eine Regel verstoßen wurde.

0
@GengarStyle

Da du offenbar nicht den Hintergrund dieser erzieherischen Maßnahme verstehst, für dich folgende Geschichte: Ich hatte bei mir in der Firma einen 17jährigen Bewerber für einen Ausbildungsplatz zum Probearbeiten. Dieser hat sich lieber mit seinem Smartphone beschäftigt, als mit der Arbeit. Die Konsequenz: Ich habe ihn nach 2 Tagen nach Hause geschickt. Den Ausbildungsplatz hat er natürlich nicht bekommen. Wäre ihm in der Schule das Teil mal für eine Woche abgenommen worden, hätte er es vielleicht früh genug kapiert.

1

Die Schule ist befugt! In der Schule sollte ein absolutes Handy- Verbot geben.

ähhh neiiiin !!! mal abgesehen von den wichtigen dingen für die man ein handy braucht zb. telefonieren bei notfällen (auf dem schulweg) ist es doch öde nach dem unterricht im bus ohne musik oder spiele zusitzen.

ps.es gab schon oft situationen in denen ich ohne mein handy nicht mal nach hause gekommen wäre.

0

Ein Absolutes Handyverbot darf die Schule nicht aussprechen.

1

Natürlich...Du kennst doch die regeln...und es werden euch die Handys ja nicht weggenommen,weil sie lautlos in der Tasche liegen...

Was möchtest Du wissen?