Ist unsere Ernährung auch Schuld an der globalen Erwärmung?

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4 Antworten

Der (natürliche) Treibhauseffekt allein sorgt mit den in der Atmosphäre natürlich vorhandenen Treibhausgasen dafür, dass wir statt kalten etwa -18°C doch weitaus wohnlichere etwa +15°C auf der Erde haben. Zu diesem kommen neben einigen natürliche Schwankungen noch die Tätigkeiten des Menschen dazu, so die Freisetzung von Treibhausgasen wie CO2,Methan durch vorwiegend die Landwirtschaft, sowie Veränderungen der Oberfläche (Abholzungen, Ackerbau), Ruß und anderes. Siehe Bild 1.

Durch Viehzucht und Viehmast wird Methan freigesetzt, dass zwar eine deutlich kürzere Verweildauer in der Atmosphäre hat als CO2, allerdings ein etwa 17x wirksameres Treibhausgas ist als CO2 und auch noch in dieses zerfällt.

Unsere gegenwärtige sehr fleischbetonte Ernährung sorgt für eine deutlich höhere Freisetzung an Methan, als dies eine fleischarme Ernährung tun würde.

Durch die globale Erwärmung und den daraus folgenden Klimawandel wird die Fähigkeit Landwirtschaft verändert - bei uns in Mitteleuropa werden sich die Wetterextreme wie Dürren und Starkregen verschärfen, in Gegenden wie Afrika und Teilen Asiens, in denen die Landwirtschaft sowieso schon schwierig und stark vom Klima abhängig ist, ist kann diese dann erschwert werden.

http://www.de-ipcc.de/_media/IPCC2007-WG2.pdf

verschiedene Klimaantriebe; Methan, u.a. aus Landwirtschaft = CH4 - (Umwelt, Klima)

Klar, da ist einmal das Methan aus der Tierhaltung und dem Reisanbau. Auch Müllhalden, auf denen Lebensmittel vergammeln, stoßen Methan aus. Zum anderen alle Prozesse, die Energie verbrauchen: z. B. Transporte (Futtermittel und Fleisch werden oft über sehr weite Strrecken transportiert), Kochen, Backen, Sterilisieren usw. in der Produktion, das Kühlen von Tiefkühlkost. Auch der Kunstdünger, mit dem die Bauern düngen, ist energieaufwändig. Alles das führt zu Kohlendioxid-Ausstoß.

Dritter Faktor: Regenwälder werden abgeholzt, um Soja anzubauen oder Palmöl oder um Tiere weiden zu lassen.

Das ist aber ziemlich unfair Dir so ein Thema auf zu geben, das nicht mal die Wissenschaftler beantworten können. Man weis es nämlich definitiv nicht in wie weit der Mensch den Klimawandel überhaupt beeinflusst.

Und alles was man in den letzten Weltklimaberichten zusammen getragen hat kippt gerade wieder in Anbetracht der neuesten Nachrichten um.

http://donnerunddoria.welt.de/2013/08/23/neuer-weltklimabericht-die-sicherheit-ueber-die-unsicherheit-steigt/

realfacepalm 03.09.2013, 23:44

Die Wissenschaftler sind sich durchaus ziemlich sicher, dass sich

  1. das Klima erwärmt,
  2. die Ursache für diese Erwärmung großteils Treibhausgase sind,
  3. diese Treibhausgase großteils vom Menschen freigesetzt werden.

Und der kommende IPCC-Bericht AR5, der ende September veröffentlich wird, wird die Wahrscheinlichkeit, dass der gegenwärtige Klimawandel vom menschen verursacht wird, von etwa 90% (AR4 von 2007) auf etwa 95% (...extremely likely - höchstwahrscheinlich) erhöhen.

http://www.independent.co.uk/environment/climate-change/scientists-95-per-cent-certain-that-climate-change-is-manmade-8778806.html

Da kann auch ein Blog-Kommentar von Uli Kulke bei der Welt nichts dran ändern - insbesondere weil dieser Autor schon seit Jahren regelmäßig nur Unsinn, Verschwörungstheorien und ad-hominem zum Klimawandel schreibt.

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40% der Treibhausgase kommen aus der Massentierhaltung. 20% allein von den Rindern. Macht somit also fast die Hälfte aus und ist doppelt so viel wie die Fahrzeugindustrie. mfg

tonikal 02.09.2013, 12:37

Diese Größenverhältnisse sind umstritten und nicht sicher festzustellen. Das problem bei dem Vergleich ist, dass Methan (aus der Tierhaltung) schon nach 12 Jahren wieder verschwindet, während Kohlendioxid (z. B. aus Heizung, Stromerzeugung und Verkehr) zum großen Teil 100 Jahre und länger in der Atmosphäre verbleibt. Wie groß dieser Anteil wiederum ist, weiß man auch nicht; ein Teil des Kohlendioxids wird von den Ozeanen gelöst, ein Teil direkt von Pflanzen aufgenommen.

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Iflar 02.09.2013, 16:00
@tonikal

Das stimmt nicht zwingend. Es geht hier nur um den Ausstoß der Gase. Du hast auch vielleicht Recht, wenn du sagst, dass Kohlendioxid hartnäckiger ist, feststehen tut aber, dass nicht das Gas in der Luft das Problem ist, sondern die dadurch erzeugten Effekt. Methan hat eine 17mal stärkere Treibhaus-Wirkung als Kohlendioxid und deswegen ist es auch viel umweltschädlicher. Die Meere die diese Gase aufnehmen sollen, erwärmen sich ja auch und verlieren dadurch die Fähigkeit und wenn die ganze Welt gerodet wird, gilt das auch für die Pflanzen.

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