Ist unser Gewissen eine Stimme Gottes?

34 Antworten

Da ich zwar Atheistin bin, mich aber nicht "so schlau" fühle, und auch nicht vorhabe, einen Dummen Kommentar, sondern Meine Meinung zu schreiben, hast du sicher nichts gegen meine Antwort einzuwenden:

Ich bin der festen Überzeugung, das Gott und Teufel von Menschen geschaffen wurden, um einerseits stets Wohltäter und Missetäter für alles gute und schlechte was ihnen passiert haben, und zum anderen, um sich für ihre eigenen Missetaten zu rechtfertigen, und sich diese quasi "selbst" vergeben zu können.

Es ist ja im Grunde egal, wie oft ein Gläubiger sich  "von Satan hat verführen lassen", denn "Gott" bringt das schon wieder in Ordnung, immer und immer wieder.

Ich weis jetzt nicht genau, wie es im Islam ist, aber in der Kirche kommt selbst der mordende Kinderschänder "ins Paradies", so lange er sich zu Jesus bekennt, und der Atheistische Arzt, der kostenlos kleine Kinder behandelt nicht, wenn er sich NICHT zu Jesus bekennt.

Ich bin wie gesagt Atheistin, ich bin mir sicher das es keinen Gott gibt, aber auch ich habe ein Gewissen. Unser Gewissen ist das, was uns zu Menschen macht. Tiere haben kein Gewissen, sie handeln aus Instinkt, und sind daher auch nicht verantwortlich für ihre Taten, im Gegensatz zu uns Menschen.

Wir Menschen begreifen z.B. wenn wir dabei sind ein Ökosystem zu zerstören, und wenn wir können, machen wir etwas dagegen, Tiere hingegen rotten ohne Rücksicht (und ohne Absicht) teils ganze Spezies fast aus. (Wie z.B. die Kiwis in Neuseeland, die keine natürlichen Feinde haben, aber von eingeschleppten Ratten und Frettchen bedroht werden)

Daher braucht es keinen Gott, um ein schlechtes Gewissen zu haben, man muss nur ein Mensch sein ;)

 

Soo, nun noch aus der Sicht eines Gläubigen: Auch hier kann es nicht sein, das Gott das Gewissen ist, denn der eine bekommt schon ein schlechtes Gewissen wenn er eine von X Milliarden Fliegen todschlägt, und der andere  erschießt ohne Notwendigkeit einen der letzten Löwen, hängt sich den Kopf in sein Büro (neben das Nashorn), und empfindet nichts als Stolz.

Wäre "Gott" das Gewissen, müsste es schließlich genau andersrum sein. Ebenso müsste er im Kopf jedes Kinderschänders sein, und ihn anschreien, mit dem was er gerade tut aufzuhören. Aber diese Menschen haben kein schlechtes gewissen, sie genießen was sie tun!

Wer sich sein Gewissen zum Gott macht, für den ist die Stimme seines Gewissens Gott. Für so einen ist es aus dieser Logik heraus dann auch naheliegend, daß seine niederen Begehrlichkeiten der Teufel sind.

Wer die Dinge so sieht, der zeigt mehr Selbstverantwortlichkeit und neigt weniger dazu, immer nur allen anderen die Schuld an etwas zu geben.

Letztlich ist es egal, welchen Namen man welcher Sache gibt. Wichtig ist nur, was der Einzelne darunter versteht. Die Beibehaltung von Bezeichnungen aus uralter Zeit führt oftmals dazu, auch Aberglauben aus uralter Zeit beizubehalten oder infolge von Nichtverstehen neuen Aberglauben aufzubauen.

So etwas zeigt sich z. B. auch bei der Bezeichnung "Gespenster". Würde man es generell gegen "Hirngespinste" auswechseln, könnte das mittelfristig die Vernunft erheblich fördern.

Was ist es denn, was "Gott" oder auch "Teufel" oder auch so manches andere ausmacht? Es ist die Summe zugeschriebener Eigenschaften, und dazu hat sich dann noch addiert, daß sich Menschen ziemlich sinnwidrig ein gedankliches Bildnis machen, was man besser unterlassen sollte, weil solche Bildnisse (und noch mehr handgeschnitzte Götzen) so etwas sind wie korrekt aufgestellte Wegweiser in die falsche Richtung zu verdrehen.

Mit "Gläubige respektieren" gibt es auch viele zwangsläufige Probleme. Wissende werden da viel eher respektiert. Man kann das richtige glauben, aber ebenso auch das falsche, und das bleibt nicht auf Religionen begrenzt.

Mir persönlich ist jemand, der weiß, daß man bei einem Hausbau zuerst das Fundament bauen muß, viel lieber, als jemand, der ganz fest glaubt, daß man zuerst mit dem Dach anfangen muß.

Demgegenüber ist mir aber auch jemand lieber, der nicht weiß, aber ganz fest glaubt, daß man mit dem Fundament beginnen muß, viel lieber, als jemand, der der mir sagt, daß er genau weiß, daß man mit dem Dach anfangen muß.

Warum mir etwas lieber ist und anderes nicht, list aber davon abhängig, was ich selbst glaube oder weiß. Bei obigem Beispiel wird so etwas aber erst erheblich, wenn man ein Haus bauen lassen will und sich den geeignetsten Bauunternehmer sucht.

Hallo ArianAlbo!

Ich bin überzeugte Christin, aber ich denke, in diesem Punkt überschneiden sich die beiden Religionen.

Ich glaube, dass unser Gewissen eine von Gott geschenkte Hilfe ist. Ein "innerer Warner" vor der Sünde und bei der Versuchung und ein strenger Richter nach der Sünde. Für Gute ist das Gewissen ein treuer Freund und Tröster. Für Sünder ist es Folterknecht und Nervensäge.

Solche, die schon so in ihrem Schlamm versunken sind, dass sie die Stimme des Gewissens nicht mehr hören, haben es gefesselt, geknebelt und getötet. Sie sind unruhig und bösartig. In einsamen Stunden sind sie verzweifelt und zornig.

Solche, die immer im Bemühen um das Gute gelebt haben, werden vom Gewissen getröstet, weil sie unschuldig sind - auch wenn die ganze Welt flucht.

In Guten, die gut sein wollen - der freie Wille ist sowohl im Guten, als auch im Bösen von größter Bedeutung - wird den Gewissensbissen immer die Reue und die Wiedergutmachung folgen, die die Verzeihung Gottes erlangen. Der Mensch fällt so leicht, auch wenn er nicht fallen will! Deswegen verzeiht ihm Gott, den Er sieht ins Herz und sieht die gute Absicht.

Das Gewissen kann also durchaus "Gottes Stimme" sein, die, auch ohne die Kenntnis des Verstandes über ihren Schöpfer Gott, sagt, was gut und was schlecht ist. Also ein Mensch, der Gott und Seine Lehre der Liebe nicht kennt, aber "gut" sein will, weiß auch so was gut ist und was nicht. Sein Verstand und sein Gewissen geben es ihm an.

Ich weiß nicht, ob man es versteht, ich glaub, ich habe es ziemlich umständlich geschrieben... :-)

LG Lila14

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