Ist um Taufe, Versuchung und Berufung erster Jünger von Jesus ein chronologisches Paradoxon verborgen?

3 Antworten

Im Evangelium des Johannes legt Johannes der Täufer sein Zeugnis in der Vergangenheitsform ab. In Kapitel 1 Verse 32-34 lesen wir:

Und Johannes bezeugte und sprach: Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabfahren, und er blieb auf ihm. Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit Heiligem Geist tauft. Und ich habe gesehen und habe bezeugt, dass dieser der Sohn Gottes ist.

Jesus kam nach seinem Aufenthalt in der Wüste zurück zum Ort, wo Johannes der Täufer sich aufhielt. Johannes der Täufer legt dann von den bereits geschehenen Ereignissen Zeugnis ab. Er legt ja auch mehrmals Zeugnis ab, dass Jesus das Lamm Gottes ist (Verse 29 und 36).

Diese Lesart lässt sich durchaus mit dem Text vereinbaren. Derart gelesen gibt es kein chronologisches Paradox.

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Okay .. das macht in der Tat Sinn. Ich dachte, diese Zeitangaben mit am Tag danach müsste man buchstäblich nehmen. Fällt diese Variable aber weg, passt es erstaunlich gut ins Gesamtbild. Danke :)

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Das Johannesevangelium gibt durchgehend keine chronologische Wiedergabe des Lebens und Wirkens Jesu. Dafür wurde es viel zu spät aufgeschrieben.

Wenn Johannes schreibt "am Tag danach", "am zweiten Tag" und "am dritten Tag darauf", dann kann man sich fragen, ob das eine konkrete Zeitangabe sein soll.

Bei Johannes geht die ganze Chronologie etwas durcheinander. Während Jesus in den ersten drei Evangelien zunächst nur in Galiläa gewirkt hat und dann zum Schluss nach Jerusalem gewandert ist,

heißt es bei Johannes, dass Jesus mal in Jerusalem, mal in Galiläa und dann wieder in Jerusalem gewesen sei... andererseits wird das Johannesevangelium bei den Zeitangaben wieder punktgenau, wenn es die Passion beschreibt.

Die vier Evangelisten berichten nicht immer jeden chronologischen Ablauf. Sie ergänzen einander.

Berichtet bei einem Verkehrsunfall ein Zeuge etwas nicht, was andere berichten, macht es ihn nicht unglaubwürdig.

LG ...

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Ja, ich weiß. Das mit den Zeugen hab ich auch als Argument in "Gott ist nicht tot 2" gesehen.

Ich glaube wie gesagt an Gott und an Jesus. Diese Sache wird keinesfalls meinen Glauben ins Wanken bringen. Ich finde es nur seltsam, dass Johannes so schreibt, dass Jesus einen Tag nach der Taufe mit den ersten Jüngern zusammengetroffen sein soll und am zweiten Tag nach der Taufe gen Galiläa ziehen wollte, wenn er doch laut Berichten der 3 anderen Evangelisten längst auf Kurs gen Wüste war, um versucht zu werden.

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Wieso steht in 1. Johannes 5:20 am Schluss "und das ewige Leben" - Was ist eure Meinung dazu?

  1. Johannes 5:20 Schlachter

20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.

Ich will euch meine Ansicht dazu nicht verschweigen würde eure auch gerne hören.

Für mich ist das mit ein Beweis, dass Johannes Jesus als wahrhaftigen Gott bezeichnet, wie es ja auch aus vielen Bibel schon aufgrund des Satzbaues zu erkennen ist. Denn am Anfang des ersten Briefes schreibt es folgendes:

1 Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens

2 — und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist—,

Das ewige Leben ist als Jesus Christus

Dann schreibt er in Kapitel 4

2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott;

Das Jesus Mensch war, weiss jeder. Das Jesus im Fleisch gekommen ist bezieht Johannes auf sein Evangelium, das Wort war Gott und wurde Fleisch. Auch hier ein Hinweis, dass Jesus Gott ist.

Im Kapitel 5 macht er klar

11 Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.

Also auch hier wieder, Jesus ist das ewige Leben und damit beendet er den ersten Brief und macht aus meiner Sicht deutlich, Jesus ist Gott.

Was meint ihr?

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Wie versteht ihr Maleachi 3 Vers 1? Anbei mein Verständnis dazu?

Schlachter Bibel

1 Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht; und der Bote des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen.

Ich verstehe das so:

Es spricht Gott der HERR. Der Bote, der vor dem Herrn den Weg bereitet ist Johannes der Täufer. Eine Parallelstelle ist Jesaja

In Jesaja 40 heisst es

3 Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!

Das findet sich im NT wieder:

In Johannes 1 sagt Johannes der Täufer von sich:

23 Er sprach: Ich bin »die Stimme eines Rufenden, [die ertönt] in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!«, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.

Zwischenhinweis: Diese Texte zeigen, dass wie Johannes es zum Beginn schreibt, Gott selbst im Sohn Mensch wurde, denn Johannes der Täufer hat Jesus den Weg geebnet und bezieht sich auf Jesaja wo Gott der Weg bereitet wird. Jesus = Gott.

Die erste Handlung Gottes / Jesus war es den Tempel zu reinigen.

Wer ist der Bote des Bundes? In Maleachi 3:23 steht

23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt;

Die Jünger fragten Jesus auch nach Elia. Der Bote des Bundes auf den die Juden warteten war Elia. Laut Jesus war er bereits gekommen wurde aber nicht erkannt.

Mt 17,10 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsse?

Mt 17,11 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich zuvor und wird alles wiederherstellen.

Halten wir fest: Nach meinem Verständnis handelt es sich hier um folgende Personen

a) Der HERR, also Gott der spricht und sagt er kommt zu seinem Tempel. Erfüllt hat sich das in Jesus, der Gott ist und Mensch wurde und auf die Erde in sein Eigentum (die Juden) kam und den Tempel reinigte

b) Der Bote, der den Weg des Herrn bereitete. Das dürfte Johannes der Täufer sein, wie Parallelstellen in Jesaja und im NT zeigen

c) Den Boten des Bundes. Damit ist Elia gemeint, der laut Jesus zuvor kommen und alles wiederherstellen wird, was durch Vers 23 in Maleachi 3 deutlich wird.

Würde mich freuen wenn Christen hier ihre Meinung dazu kundtun. Wie gesagt, so verstehe ich das. Und ich denke ich habe es auch begründet. Vielleicht könnt ihr eure Ansicht sagen und auch diese begründen. Es gibt dazu unterschiedliche Erklärungen im Netz. Die kenne ich, mich interessieren eure Ansichten mit eigenen Worten und nicht kopierte Texte.

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Ist Christus wirklich der Sohn Gottes oder ist Er Gott Selbst?

„Spricht zu ihm Philippus: HERR, zeige uns den Vater, so genügt uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen.“ (Johannes 14: 8-11)

„Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10,30)

Viele Christen betrachten Jesus als den Sohn Gottes. In den zwei obigen Versen sagte Jesus, dass Er Gott selbst war. Als ich Pastor, Älteste fragte, sagte Pastor, Älteste auch, dass Jesus der Sohn Gottes war, aber das stimmt nicht mit dem überein, was Jesus in der Schrift gesagt hat. Wie kenne ich diese zwei Verse?

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