Ist Trump eine Gefahr für Deutschland?

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9 Antworten

Man kann hier den zu erwartenden Einbruch der Handelsbeziehungen mit den USA nicht isoliert sehen.

Aus falscher Solidaritaet heraus, wurde ja der Handel mit den Russen deutlich eingeschraenkt, ganz ohne Not.

Jetzt tritt dieser unerwartete "Unfall" mit Trump ein, damit hat man nicht gerechnet, somit sind zwei Felder zur gleichen Zeit zu beackern, wenn es hier jetzt eng mit dem Aussenhandel wird, dann gibt es dafuer keine Entschuldigung. Insider haben schon lange gewarnt, gute Handelsbeziehungen so mir nichts dir nichts, abzubrechen.

Wer hier wieder von "Rechten" und Putintrolle fabuliert, der hat den Faden verloren und schwaetzt nur herum.

Ja.

Wenn die zweitstärkste Wirtschaftsmacht (nach Europa) der Welt, ihren Platz räumt um China diesen Platz zu überlassen und sich geradewegs in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit katapultiert, dann ist das eine Gefahr für die westliche Welt und somit auch für Deutschland.

Unseren westlichen Wohlstand verdanken wir dem freien Handel. Wer zurück in das Nationalistische geht, wird schnell feststellen, dass selbst so große Nationen wie die USA zu klein dafür sind, als Selbstversorger zu agieren.

Wer also wie Trump es beabsichtigt Importzölle zu erheben, verteuert damit auch die Waren der eigenen Wirtschaft, was nicht gerade dazu führt, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Erschwerend kommt noch dazu, dass Steuererleichterungen für Reiche geplant sind.

Das wird letztlich dazu führen, dass die Weltwirtschaft implodiert und die Bankenkrise im Jahr 2008 nur ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem Orkan war, der dann bevorsteht.

Das ist nur einer von vielen Gründen, warum Trump eine Gefahr nicht nur für Deutschland, sondern für den Rest der Welt darstellt.

Nein, eine Gefahr absolut nicht, aber wenn er quer schießt, was anzunehmen ist, kann es hier wirtschaftlich etwas unbequemer werden, bis sich der Markt eingependelt hat.

Als Export- und Importpartner hat die USA im Laufe der Zeit eher deutlich an Gewicht verloren. Die Zahlen liegen knapp über Ex-/Importen nach Frankreich und krass unter denen der EU-Nachbarn. Der Anteil am Gesamtvolumen ist fast schon lächerlich. Allenfalls für ein paar Unternehmen, die sich auf den US-Markt fixiert haben,  kann eine Beschränkug des US-Marktes kritisch werden und VW & Co. wird sicherlich auch viel weniger Freude an den Amis haben.

Bei Importen nach Deutschland liegen USA deutlich hinter China, Niederlande und Frankreich -- gegenüber dem EU-Gesamtvolumen fast schon ein Winzling.

Im Militärischen ist USA nur ein Mitglied der NATO und der Einfluss ist geringer, als oft eingeschätzt oder propagiert.

Bei sonstigen militärischen Aktionen bin ich mir unsicher, welcher Kurs anliegt. Einersitz willl er USA innenpolitisch stärken, also nicht so viel im Ausland verplempern, andererseits muss er natürlich auch zeigen, wie groß und mächtig er ist. Ob er nun ausgerechet die Rechte der Muslimen in deren Heimatländern verteidigen will, bleit sehr fraglich.

Eine Gefahr sehe ich für Leute, die die Rolle und den Einfluss der USA immer wieder überschätzen und meinen, dass die deutsche Regierung, Wirtschaft und Militär nach der Pfeife Washingtons tanzt. Sie werden hoffentlich bald merken, dass sie ziemlich falsch denken und bestenfalls auf Kremlbots reinfallen.

Er ist ein milliardenschwerer Polterer, dem es zugegebener Maßen gelungen ist, Teile der Amerikaner auf seine Seite zu schreien, ohne dass eine Pro-gramatik zu erkennen ist. Was deine Frage betrifft ist anzumerken, dass er zuvorderst eine Gefahr für Amerika ist, Sollte er seinen (Wahl-)Stil zu seinem Regierungsprogramm erheben, und so sieht es aus, wenn man seine Antriitts-rede betrachtet, dann führt er sein Land in die Isolation. Für Deutschland sehe ich keine Gefahr, da als Mitglied der EU Trump Schwierigkeiten haben dürfte, diese Phalanx auseinander zu dividieren. 

Ja.

Mit seinem nationalistischen "america first" Gefasel bereitet er gleichermaßen protektionistische Vorhaben vor wie eine Entsolidarisierung mit Europa, der EU und natürlich auch Deutschland.

Protektionismus träfe uns besonders hart, weil die USA mittlerweile unser größter Handelspartner sind.

Aus dieser Entsolidarisierung wiederum werden weitere verschiedenste Belastungen auf uns zukommen.

Interessant finde ich, dass die deutsche Rechte und die rechten deutschen Trump-Fanboys in der Manier "vaterlandsloser Gesellen" ihn weiter abfeiern und sich nicht die Bohne für die Probleme interessieren, die seine Ankündigungen für Deutschland und deutsche Arbeitsplätze bedeuten.

Vielmehr stellen sie rechtes ideologisches Kmpeln über nationale deutsche Interessen. Fast wäre man versucht eine "antideutsche Rechte" zu konstatieren...

schmerberg 21.01.2017, 14:44

Bei Exporten ist USA noch größter Handelspartner, aber im Gesamtvolumen zur Not noch entbehrlich. Selbst bei einem US-Importstop würde unsere Wirtschaft nicht zusammenbrechen.

Bei Importen ist die USA inzwischen immer weiter abgerutscht. Da könnte uns ein Ausfall Chinas deutlicher schaden. Mir fallen im Moment auch keine Produkte ein, die wir nur aus den USA beziehen könnten und für die es keinen Ersatz aus anderen Ländern geben würde.

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Aussendienst 21.01.2017, 22:56
@schmerberg

Mir fallen im Moment auch keine Produkte ein, die wir nur aus den USA beziehen könnten und für die es keinen Ersatz aus anderen Ländern geben würde.

McDonalds? BurgerKing? Subway? 

Wolltest Du all diese kulturellen Errungenschaften vermissen?

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zetra 22.01.2017, 11:03
@schmerberg

Ich helfe ein bisschen aus: Waffensysteme z.B. Drohnen u.A.

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Wer aber ist Deutschland? Dessen Kapital (Wirtschaft), dessen Staat, dessen Bevölkerung? Was denn davon?

Dieser milliardenschwere erzkonservarive narzißtische Exzentriker und Polterer kann vielleicht einem Teil der hiesigen exportorientierten Firmen schaden. Das wird sich noch zeigen. Der vorgesehene Protektionimus läßt so was zumindest vermuten.

schmerberg 21.01.2017, 14:36

Auch Trumpete wird über den Kongress und die einheimische Wirtschaft stolpern. Von einer Allmacht à la Zar Putin ist er noch weit entfernt, dann müsste er schon 3 Amtsperioden durchstehen.

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voayager 21.01.2017, 15:33
@schmerberg

im US-Staat ist er nicht so mächtig wie z.B. Putin in dem Seinigen. Gemeint war in meiner Aussage vielmehr der Einfluß eines Mannes des mächtigsten Staates der Welt.

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Nicht wirklich, aber Trump wird sich nicht mehr für Europa interessieren. Europa muss sich damit abfinden und nicht rumschreien, dass Trump so böse ist, nur weil es Europa schaden wird.

Ein sehr großer Vorteil wäre dann, dass Europa nicht mehr so stark von den USA abhängig sein würde und ihr eigenes Ding machen können.

Aussendienst 21.01.2017, 22:58

Ich fände es sogar sehr gut, wenn er seine Drohung wahrmachen würde und diese NATO sich zurückziehen würde.

Wir brauchen hier weder Amis, noch Ramstein (nicht zu verwechseln mit Rammstein, die sind wichtig!) noch Drohnenkriege von unserem Land aus.

Und was wir als allerletztes gebrauchen können ist ein kalter Krieg mit Rußland.

Also, warum scheiszen sich hier manche so ins Hemd? 

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Wie oft denn noch?

Was soll das für eine Gefahr sein? Im schlimmsten Fall setzt er ein paar Zölle durch, das kann er auch nicht übertreiben, sonst bezollen wir eben amerikanische Produkte. Und?

Nein, es gibt keinen Weltkrieg, nein es wird nicht das Internet abgeschaltet, nein die Russen warten nicht im Keller.

Schaltet doch mal euer Hirn ein! Auch die USA braucht Handelspartner, die ihnen ihr Zeug abkaufen aus "(dem jetzt noch) greateren Amerika"...

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