Ist Traubensaft genauso gut für die Gefäße wie Rotwein?

3 Antworten

es ist beides nicht gut für die gefässe.

mehr anthocyane hast du zum beispiel in brombeeren, heidelbeeren und frischen preiselbeeren oder frischen cranberries.

der alkohol egalisiert die anthocyane des rotweins, weil er schädlich ist.

und traubensaft ist eine unglaubliche zuckerbombe. 100ml enthalten 17g zucker. ist alles andere als gesund.

Rotwein gilt aber als gesund und ich habe gehört als Ersatz ist Traubensaft gut, da ich keinen Alkohol trinke. Das etwas egalisiert wird oder 100ml auf 17 Zucker versteh ich nicht. Bitte so reden, dass alles es verstehen, nicht nur die Freaks aus dem Chemielabor.

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Hallo Ron,

Ist Traubensaft genauso gut für die Gefäße wie Rotwein?

Traubensaft gilt mittlerweile allgemein als ungesund.

Das wird in erster Linie auf den hohen Zuckergehalt von Saft zurückgeführt.

Bei Wein, explizit bei Rotwein und wenn er in Barrique ausgebaut wurde, kommen zusätzliche Stoffe hinzu, die sich bei der Herstellung gebildet haben. Das lässt sich nicht eins zu eins auf Traubensaft übertragen.

Es gibt Studien darüber, dass roter Traubensaft versus Rotwein nicht vergleichbare Ergebnisse erzielt.

Was Deinen Bericht betrifft, auf den Du in einem Kommentar verweist, der befasst sich in erster Linie, was den Bereich Alkohol betrifft, auf Alkoholissmus, also Alkoholmissbrauch. Das ein Missbrauch von Alkohol immer schädlich ist, dass weiß fast jedes Kind. Gesund kann allenfalls ein regelmäßiger Konsum von relativ kleinen Mengen sein. Es ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. Fakt ist, kleinste Mengen an Alkohol sind nicht grundsätzlich schädigend. Solche Behauptungen sind völliger Unsinn. Dann müsste man auch jeden Fruchtsaft verbieten oder auf ab 18 setzen, denn ja, auch jeder Fruchtsaft enthält naturgemäß kleinste Mengen an Alkohol. Was gesunde Aspekte von Rotwein betreffen, darüber gibt es viele Studien. Manche sind klar pro und positiv, andere völlig konträr und generell gegen einen Konsum von Alkohol. Was bislang unwidersprochen ist, ist das französische Paradoxon. Darüber berichten die Forscher im Fachblatt Nature (Bd. 414, S. 863). Wissenschaftler fanden Ansätze für eine Erklärung des französischen Paradoxon. Hier zeigte sich ein deutlicher Unterschied auch zwischen Rotwein und rotem Traubensaft. Roter Traubensaft hatte nur eine schwache Wirkung. Das Ausmaß der Hemmung korrelierte mit dem Polyphenolgehalt des Extrakts. "Unsere Befunde lassen darauf schließen, dass bereits ein mäßiger Konsum von Rotwein Erkrankungen der Herzkranzgefäße verhindern kann.“

Nachfolgend ein Auszug aus Deinem Link zu einem Bericht der Welt, über Traubensaft...

"Es gibt mittlerweile aber auch viele Studien, die belegen, dass täglich bis zu 20 Gramm Alkohol bei Männern, bis zu zehn Gramm Alkohol bei Frauen, Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindern kann", sagt Reimer. Vor allem maßvoller Rotweingenuss scheint nach diesen Studien nützlich zu sein. "Da sind bestimmte Formen von Antioxidantien drin", erklärt er. Quelle: Welt

Nur relativ am Ende wird dann auf den Konsum und deren Auswirkungen bei regelmäßig geringen Mengen an Alkohol, explizit Rotwein eingegangen, wahrscheinlich als Korrektur, der bis zu dem Moment als völlig auf Alkoholmissbrauch ausgerichteten Betrachtung. Genau um diese regelmäßigen, geringen Mengen drehen sich jedoch alle Überlegungen und Erklärungsansätze. Niemand würde dem widersprechen, dass Alkoholmissbrauch nicht schädlich wäre.

Was wir wisen ist, dass wir vieles (noch) nicht wissen. Dazu gehören komplexe Zusammenhänge von unterschiedlichsten Stoffen, auch in Verbindung mit Alkohol.

Fakt ist, jeder Alkoholmissbrauch ist schädlich und kann zu Abhängigkeiten führen. Ein Genuss von kleinen Mengen, auch regelmäßigen Weingenusses schadet keinem erwachsenen, gesunden Körper. In wieweit es gesund ist oder sein kann, dafür bedarf es weiterer Studien.

Alles Gute Dir... und bleib gesund.

Gruß, RayAnderson  😏

 - (Gesundheit und Medizin, Ernährung, Wein)
@Ron825

Danke...

Exakt darauf bin ich in meiner Antwort bereits eingegangen. Der Link von der "Welt", den Du in Deinem Kommentar bei "pony" angegeben hast, beschreibt ziemlich am Ende jenes, was ich oben erklärt habe.

Und wissenschaftliche Studien, von Briten, die die Unterschiede aufzeigen, von Traubensaft und Rotwein, kannst Du dort auch nachlesen. Darüber gibt es bereits Erklärungsansätze.

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