Ist "tracking" (Kalorien zählen) wirklich essentiell und notwendig wenn ich Abnehmen, Aufbauen, Definieren will?

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8 Antworten

Während meiner Abnehmzeit (das ist jetzt gut 3 Jahre her) hab ich auch Kalorien gezählt und mich hat das zumindest überhaupt nicht gestresst. Ich fand es sogar sehr Hilfreich da mir durch das zählen erst einmal bewusst geworden ist wie viele Kalorien in welchen Lebensmitteln stecken und wo es sich um "leere" Kalorien handelt. So konnte ich mein Essverhalten positiv ändern und ernähre mich jetzt seit dem (fast) clean, sprich ich esse (fast) nur noch unverarbeitete Lebensmittel und trinke nur noch Wasser oder ungesüßten Tee einfach weil ich mir durchs zählen eben bewusst machen konnte wie viele Kalorien wirklich in den Lebensmitteln stecken und was ich womit ersetzen kann um mehr zu essen und länger satt zu sein ohne über meinen Gesamtbedarf zu kommen

Habe nach dem Abnehmen noch eine zeit lang weiter gezählt um das ganze noch etwas zu festigen und zähle jetzt seit 2 Jahren überhaupt nicht mehr. Nur ab und an Überschlag ich noch mal die Kalorien im Kopf aber nicht weil ich weiter abnehmen will (halte mein Gewicht ende 2013 konstant) sondern einfach nur aus reinem Interesse (kommt vielleicht alle paar Monate mal vor wenn ich nen neues Rezept ausprobiere). 

Zwingend nötig ist das ganze trotzdem nicht. Man sollte sich nur allgemein mit seinem Essen auseinander setzen und schauen was man ggf. womit ersetzen kann (anstatt Süßigkeiten z.B. Obst/Gemüse essen, anstatt Cola&Co einfach Wasser usw usw). Der Sport sollte dabei aber auch nicht vernachlässigt werden. Regelmäßige Bewegung hilft nicht nur beim Abnehmen sondern hilft auch dabei sich allgemein wohler zu fühlen. Alle 2 Tage für 1 Stunde reicht da schon vollkommen aus.

Das allerwichtigste ist aber immer noch das man seine Ernährung so umstellt, das man sie problemlos sein gesamtes Lebenlang durch halten kann ohne das Gefühl zu haben auf irgend etwas zu verzichten. Zeitlich begrenzte Sachen bringen da überhaupt nichts. 

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Nein, Tracken ist niemals essentiell (auch nicht für spezielle Leistungssportarten), sondern verursacht sogar meist erst richtige Probleme: man stresst sich selbst in Körper und Geist, verliert den Spaß an einer guten, gesunden Ernährung, kann Zwänge und Ängste bezüglich des Essens hervorrufen.
Tracken kann aber durchaus hilfreich sein, wenn es tatsächlich bereits bestehende Ernährungsprobleme gibt und man diese erkennen und verbessern möchte - auch hier sollte jedoch auch das eigene Gefühl wieder trainiert werden und das Tracken nur als vorübergehender Helfer verwendet werden.

Das richtige Maß ist entscheidend für jede Ernährung egal welcher Form und welchen Anspruchs, dennoch (wie du an deinen eigenen Beispielen selbst siehst) kannst du nicht immer den genauen Überblick bewahren, ein paar Faustregeln und Helfer reichen jedoch meist.
Als leichte Helfer kannst du die Ernährungspyramiden in Portionsangaben verwenden - evtl hier auf deinen Abnehmwunsch bei zugleicher Definition im Kraftsport berücksichtigend. Die AiD-Pyramide wäre hier ein Beispiel. Ernährungsberater können dir beim Individualisieren helfen.
Die Portionsangaben beinhalten keine Ge- und Verbote, sie zeigen dir nur wie du die Nährstoff-Balance auch ohne müßiges Kalorienzählen und Foodtracking halten kannst. Der Ernährungsberater kann dir im nächsten Schritt helfen, deine eigenen Grenzen zu erkennen (zB wann noch was essen, wieviele Eier,...) und leichte Faustregeln zu finden wie du dein Ziel besser erreichst sowie weitere Alltagshilfen für dich finden.

Zu deiner Salatfrage: Frage doch mal nach was in eurer Mensa überhaupt an Zutaten verwendet wird - zB was das für ein Salat ist (Herkunft/Anbau, Gütesiegel?), welcher Dressing (zB Fertig oder nicht) und ob er frisch geschnitten oder vorbereitet aus dem Kühlschrank genommen wurde. Diese Details alleine geben dir bereits einen riesigen Aufschluss darüber, wie viele Nährstoffe der Salat da vor dir wirklich enthält. Eine Tabelle, bei denen die Nährstoffe komplett gelistet werden ist selten, noch seltener, dass der Kunde auf den ersten Blick erkennt ob diese Werte jetzt gut oder schlecht für ihn sind, viel zu häufig aber, dass man während dem Nachgrübeln auf noch mehr Nährstoffe verzichtet ;)

Meine Ernährungstipps zum Abnehmen + Muskeldefintion:

Versuche deine pflanzlichen zu tierischen Quellen in einem Portionsverhältnis von mindestens 2 zu 1 zu halten. Die tierischen Produkte sättigen nicht so schnell, enthalten keine wertvollen sekundären Pflanzenstoffe auch wenn sie viele essentielle (aber nicht rein in diesen vorkommenden) Nährstoffe enthalten. Bei einem höheren Anteil t. P. wird schneller ein Nährstoffüberschuss eingenommen.
Pflanzliche Produkte haben auch hohe Nährstoffdichten, sind jedoch häufig vom Körper weniger leicht aufzunehmen - Nachteil: es wird auch mehr durchgeschoben, Vorteil: die Nährstoffe halten länger vor, die Sättigung stellt sich eher ein, die Phytamine unterstützen zusätzlich noch viele Körperprozesse, darunter auch Regeneration und entzündungshemmende Vorgänge.
Da Eiweiß immer ein großes Thema im Muskelaufbau ist: 15% reichen hier in der Gesamternährung meist völlig aus, an wirklich muskelintensiven Tagen kann man zu Lasten der Kohlenhydrate auch mal auf 20% gehen. Mehr nimmt der Körper in der Regel nicht auf.
Würde man die Grundnährstoffe auch in Portionen ausdrücken: 1,5(-2)/10 P. Eiweiß, 2,5-3/10 P. Fette, 5-6/10 Kohlenhydrate
Suche dir einen Ernährungsberater, der dir mitauf dich abgestimmten Rat und Tat zur Seite steht.

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Ist "tracking" (Kalorien zählen) wirklich essentiell und notwendig wenn ich Abnehmen, Aufbauen, Definieren will?

Nein, aber es kann einem weiterhelfen die Lebensmittel besser einschätzen zu können (gerade für Leute geeignet die sich noch nie mit ihrer Ernährung auseinandergesetzt haben). Man erhält auch wieder ein Gespür für eine gesunde Mahlzeitengröße, dass was in unserer Wohlstandsgesellschaft kaum noch vorhanden ist.

Diese Art des Trackings macht allerdings nur Sinn, wenn man für eine gewisse Zeit seine Mahlzeiten alle selbst zubereitet.

MfG
GRULEMUCK

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Ich zähle nix und habe noch nie gezählt. Finde das treibt einen nur in den Wahnsinn und ist demotivierend.

Trainiere anständig, höre auf deinen Körper und verzichte in der Diät einfach weitestgehend auf Kohlenhydrate. Bei mir funktioniert das so recht perfekt seit mehreren Jahren

KFA im Winter ca 15 Prozent, im Sommer 8 Prozent.

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Kommentar von Saisha
22.08.2016, 20:04

Bitte beachtet aber: KFA unter 10% gilt aber auch beim männlichen Geschlecht nicht mehr als gesund - da fehlt Muskeln und Knochen mit jedem Prozent weniger der Schutz und auch die Reserve für den Notfall (Herz ist übrigens auch ein Muskel, in einem solchen Notfall wird es zuerst belastet und nicht die Arme oder Beine)

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Also, das Kalorienzähnen, das habe ich lange Zeit auch gemacht, weil ich abnehmen wollte (warum auch sonst xD). Aber ich rate dir sehr davon ab! Es stresst dich unnötig und das ganze Drama, wenn du mal nicht weisst, was genau du isst (beispielsweise eben in der Mensa), war mir irgendwann auch zu anstrengend. Du kannst sehr gut ohne Tracking abnehmen.

Ich würde dir jetzt gerne noch raten, du sollst essen, was dir schmeckt. Das ist schon mal nicht schlecht, aber kann sehr ungesund sein, je nach dem, was du gerne isst.

Daher empfehle ich dir viel Sport und drei Mahlzeiten am Tag, bei denen du reinhauen kannst. Hunger ist beim Abnehmen nie gut. Dann verlierst du nur Muskelmasse und wiegst zwar viel weniger, bist aber nicht schlanker, und sportlicher schon gar nicht. Als Zwischenmahlzeit Obst und Gemüse, was (meistens) wenige Kalorien enthält und sehr gesund ist.

Hör immer auf dein Hungergefühl. Wenn du hungrig bist, iss was. Wenn es nur Lust auf einen kleinen Happen ist, könnte dir auch ein Kaugummi helfen.

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Also zum Kalorien zählen
Generell ist das keine gute Idee, aber ih lanndir empfehlen, dir etwas Zeit zu nehmen und 1-2 Tage doch die Kalorien zu zählen, damit du weisst, wie viel du ungefähr isst, aber nur essen sollst

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Ich finde es schlecht denn da verschwendet man bur seine Zeit.Iss einfach so viel und was du willst so einfach iste es

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Es reicht ja, wenn du im Kopf überschlägst.

Habe ich heute zu viel gegessen, oder gar ungesunde Kalorienbomben?

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