Ist Taekwondo weiterentwickeltes Karate? BZW Besser für Realität zu gebrauchen?

7 Antworten

Du begehst da grade nen riesigen Fehler ;-)

Vorab: Nein, Taekwondo ist keine "weiterentwicklung" des Karate, auch wenn es viele Koreaner als das sehen, und das sage ich als "eingefleischter" Taekwondoler. Dass, Taekwondo aus dem Karate heraus entstanden ist ist wahr. Choi hong Hi, der begründer des Taekwondo, war einst ein Schüler eines sehr berühmten Shotokan Karate Meisters.

Viele Techniken aus TKD und Karate ähneln sich und auch die Trainingsanzüge sind sogut wie gleich. Jedoch gibt es trotzdem Unterschiede wie zb die Geschichte. Taekwondo gibt es nicht einmal halb so lange wie Karate. Außerdem spezialisiert sich Taekwondo mehr auf Kick bzw Tritttechniken während bei Karate ein 50-50 Verhältnis aus Kick und Schlagtechniken besteht.

Was du sagst war nicht ganz falsch, es gibt Karate schulen bei denen man, wenn man es ganz streng sieht, nur Katas läuft, und nicht sehr viel bezüglich Kontaktkampf lernt. Das liegt daran, dass sich diese Schulen mehr auf die traditionellen Werte des Karate beziehen. Die ganzen Karateka die Vollkontakt bzw Semi oder Leichtkontakt Kämpfe bei der WKF austragen sind alles Sportler. Karate wurde durch Organisationen wie der WKF (World Karate Federation) modernisiert und als Sport Verkauft. Da steht das sportliche Wettkämpfen im Vordergrund.

Ähnlich ist das mit Taekwondo. Ich trainierte drei Jahre lang Traditionelles Taekwondo. Bei und gab es weder Wettkampf noch wirklich realistische Selbstverteidigung. Es ging einzig und allein um die Tradition der Kampfkunst und um die Kräftigung des Körpers, das wird im traditionellen Karate nicht viel anders sein. Auch im chinesischen Kung Fu, wie es zb die Shaolin Mönche zeigen, sieht man, dass es nicht immer allein ums Kämpfen geht. Kampfkunst bedeutet nicht immer einen anderen Menschen schaden zuzufügen, es geht darum den Körper zu festigen und den Geist zu stärken.

Jetzt zu sagen dass Karate völliger Schwachsinn ist wäre falsch. Achte in Zukunft darauf was das für Schulen sind die du besuchen möchtest. Achten sie mehr auf Tradition oder sind sie sportlich orientiert? Nur ein Tipp von mir :-)

LG

Sehr gute Antwort :)

Mache schon lange Taekwondo. Es gibt Übungen die auf Kontakt aussind nur eig. kein Kontakt ist das was weitergegeben wird.

Sich selber zu Schulen ist das Ziel.(Der weg ist das Ziel). Deswegen ist traditionelles Tae-Kwo-Do eine KAMPFKUNST und kein Kampfsport

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Hier wurde schon viel gesagt. Ich formuliere es anders. Wenn die Taekwondo Spaß macht, dann mach es. Etwas "nur" wegen Selbstverteidigung zu trainieren, was nicht richtig Spaß macht, ist es nicht wert.

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kata

 

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