Ist Speed-Dating die letzte Hoffnung heutzutage?

6 Antworten

  • Speed-Dating ist natürlich ein Extrem und man muss es als Spiel sehen. Nichtsdestotrotz sind die Chancen nicht einmal so schlecht, denn es kommt vor allem darauf an, erst einmal ins Gespräch zu kommen, neue Menschen kennenzulernen, die Chance zu haben sie anzusprechen und dabei zu wissen, dass sie auch Single sind und auf Partnersuche. Die Voraussetzungen sind bei Speed-Dating also nicht einmal schlecht.
  • Erfahrungsgemäß passt so etwa jeder Hundertste Mensch als Partner, wenn man passendes Alter und halbwegs passenden sozialen Hintergrund voraussetzt. Bei gut durchgeführten Speed-Dating-Veranstaltungen muss also zumindest der Altersbereich sinnvoll beschränkt sein und möglichst auch eine Vorauswahl nach Hintergrund erfolgen.
  • Wenn Speed-Dating also mit 10 Männern und 10 Frauen durchgeführt wird und alle 10x10 möglichen Paarungen durchgespielt werden, kann statistisch durchaus ein Treffer dabei sein. Bei 20x20-Spielen sollten im Schnitt sogar mehrere Treffer dabei sein. Also keineswegs völlig absurd.
  • Online-Partnerbörsen sind heutzutage gesellschaftlich akzeptiert und keineswegs den "Übriggebliebenden" vorbehalten, sondern gerade für die aktive, viel beschäftigte, gut ausgebildete Mittelschicht attraktiv. Leider mangelt es aber an wirklich guten Partnerbörsen, denn die kostenlosen fangen leider viel Schrott ein, z.B. "nur mal Marktwert testen", "Seitensprung suchen, aber vortäuschen man wäre Single" oder "Profil komplett faken und Kandidaten verarschen". Die kostenpflichtigen Partnerbörsen leiden dagegen an einer wahnsinnig hohen Quote an Karteileichen und Gastmitgliedern, die gar nicht teilnehmen können, und erzeugen dadurch extrem hohen Frust unter den zahlenden Mitgliedern.
  • Nach wie vor stehen aber alle früheren Möglichkeiten ja genau so zur Verfügung und sind immer noch die Top-Empfehlung. Niemand muss sich mit Einsamkeit abfinden, stattdessen kann er genau so aktiv werden, wie dies in der Zeit vor dem Internet üblich war.
  • Die klassischen Tipps sind nach wie vor, möglichst viel zu unternehmen und dabei viele neue Menschen kennenzulernen, sonst ist die Chance auf Zufallstreffer einfach zu gering. Ideal sind Sport, Vereine aller Art und ehrenamtliches Engagement. Zum Beispiel lernt man beim Paartanzen sehr gut Menschen des anderen Geschlechts kennen und kann man Kursen und Tanzpartys gleichzeitig während der Suche Spaß haben, Sport treiben und seine Freizeit unterhaltsam gestalten.

Man kann heute genau so wie früher einen Partner eigentlich überall und zu jeder Gelegenheit kennen lernen. Allerdings wird das irgendwann aufgrund des Alters schwieriger, da das "Angebot" dann sehr viel geringer ist. Das habe ich nach meiner Scheidung mit Mitte 40 feststellen müssen. Dann ist eine (gute) Online-Partnerbörse einer von mehreren Wegen, jemand Gleichgesinntes kennen zu lernen. Ich habe tatsächlich auf diesem Weg meinen jetzigen Ehemann kennen gelernt. Von Speed-Dating halte ich allerdings überhaupt nichts, viel zu flüchtig und oberflächlich.

Ich finde nach wie vor Partnerbörsen überflüssig. Da wird so viel gelogen. Der beste Weg ist die Realität über gemeinsame Interessen, Vereine, Urlaub , gute Freunde, Kollegen...

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