Ist soziale Phobie eine Form von Autismus?

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5 Antworten

Nein, die beiden Diagnosen haben nichts miteinander zu tun.

Ein Sozialphobiker hat Angst vor Menschen und sozialen Situationen. Die Angststörung tritt irgendwann auf und lässt sich oft wieder heilen.

Ein Autist hat an sich keine Angst, kann aber - wegen einer angeboren schwachen "Theory of Mind" - das Verhalten von Menschen schlecht vorhersehen. Deshalb benimmt er sich oft falsch, bekommt daraufhin gemeine Reaktionen und lernt so, Menschen grundsätzlich zu meiden.

Von außen sieht beides manchmal ähnlich aus. Da meidet halt jemand die Nähe von Menschen. Die Gründe dafür könnten jedoch kaum unterschiedlicher sein.

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Autismus ist ein Komplex aus verschiedenen Symptomen und eine soziale Schwäche oder eine Soziophobie ist ein solches Symptom. Autisten können schlecht soziale Gepflogenheiten erkennen und verstehen und auch schwierig Gefühle anhand von Mimik und Gestik anlesen. Es ist Autisten auch sehr unangenehm anderen Menschen in die Augen zu schauen. Sie nehmen die Welt anders wahr und ihre Interessensgebiete sind vielseitig, besonders für Wissenschaften und materielle Dinge. Bei Menschen fühlen sie sich bedrückt und fremd, was so schlimm werden kann, dass sie Menschen kompletz meiden und nur wenige, ihnen langen bekannte Menschen, zum Beispiel die Eltern, an sich heranlassen. 

Informiere dich über Autismus und besonders den Asperger-Autismus. 

Ich würde sagen zu Autismus gehört eine Soziophobie dazu, aber eine soziale Phobie setzt keinen Autismus vorraus. 

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Kommentar von WPOAS
15.05.2016, 18:02

Es ist zwar richtig, dass bei Autismus soziale Symptome vorhanden sind, aber eine Sozialphobie muss NICHT dabei sein.

Ich habe über 200 Autisten kennen gelernt und von denen hat nur eine Minderheit eine Sozialphobie.

Die häufigsten sozialen Probleme entstehen seitens der Mitmenschen, weil sie sich nicht in Autisten hineindenken können!

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Hey :)  

Autismus und Sozialphobien sind im ICD10 als eigenständige Diagnosen definiert und unterscheiden sich vorallem darin, dass Autismus nicht heilbar ist, Phobien aber schon. Auch ist Autismus bedingt durch eine andere Gehirnstruktur/Funktion und angeboren, wohin gegen man Phobien meist im Jugendalter erwirbt.     

Der soziale Bereich bzw. das Sozialverhalten ist bei Autismus ein Stützpfeiler der Diagnose und es können auch Sozialphobien als Komorbidität auftreten, sie gehören aber nicht zur Diagnose Autismus dazu.  

Also nein: soziale Phobien sind keine Form von Autismus.

Liebe Grüße

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Sozialphobie kann eine Begleiterscheinung des Autismus sein.

Aber FALSCH ist das ein Sozial Phobiker, ein Autist ist.

Autismus ist eine Krankheit -- Sozial Phobie eine Psysische Störung

Beide haben vom Grund her nix miteinander zutun... wäre vom Prinzip das selbe wenn man sagen würde jeder der Krebs hat, ist auch ein Klaustrophobiker.

ps: bin übrigens selbst ein sozial phobiker... abgesehen davon bin ich (leider) nur ein ganz normaler durchschnitts Mensch.

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Autistische Menschen haben meist eine Sozialphobie, allerdings muss nicht jeder Mensch mit sozialen Ängsten, auch ein Autist sein.

Soweit ich mich zurückerinnere, sind soziale Ängste nicht das Hauptmerkmal von Autismus. Also würde ich deine Frage mit Nein beanworten.

Ich lasse mich gerne korrigieren.

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