Ist so etwas ein Trauma bzw. war es jemals eins?

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7 Antworten

Nein, ein Trauma ist eine ganz andere Kategorie. Traumatisiert sind z.B. Soldaten, KZ-Insassen, missbrauchte/vergewaltigte Menschen, Kinder, die Misshandlungen ausgesetzt waren, Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden...

wir alle erleben Momente, in denen unsere Eltern Fehler machen, die uns auch nachhaltig prägen können. Dazu gehört jede körperliche Gewalt, auch wenn es nur eine Ohrfeige ist, ebenso wie Ablehnung, Strafen und Ignoranz. Durch diese bilden wir Glaubenssätze, wie wir zu sein haben, um gute, liebenswerte Menschen zu sein und so ein verhalten werden wir dann, ohne uns dieser Glaubenssätze bewusst zu sein, ein Leben lang anwenden, wenn wir sie nicht bearbeiten... aber Traumata sind das nicht.

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Kommentar von Jerne79
01.04.2012, 21:49

Ich stimme dir da nicht ganz zu. Auf eine empfindsame Psyche können auch Dinge traumatisierend wirken, die eine andere Person völlig kalt lassen. Was eine Psyche so sehr erschüttert, daß sie davon gezeichnet wird, das ist nunmal nicht in einem Kodex festgeschrieben.

Natürlich sind Traumata durch Misshandlung, Krieg, Vergewaltigung leichter nachvollziehbar, aber auch Erfahrungen des Eingesperrtseins, des plötzlichen Vertrauensverlustes etc. können traumatisieren.

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Hallo,

ja, ein solches Verhalten seitens der Eltern kann definitiv traumatisch auf das Kind wirken.

Ein Trauma liegt dann vor, wenn jemand etwas als traumatisch erlebt.

Ein Trauma hat immer etwas mit einem Autonomieverlust zu tun. Ein traumatisches Erziehungserleben kann dann vorliegen, wenn die Eltern die Abhängigkeit des Kindes gegen dieses verwenden. Ein traumatisches Erleben kann auch dann vorliegen, wenn das Kind keine Angstbereitschaft zeigt. Vielmehr kann in schlimmen Situation Angstempfinden zum Selbstschutz aussetzen, ein Ereignis wird dann völlig von sich abgespalten erlebt.

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Kommentar von silberblick
24.06.2012, 08:46

danke für deine Antwort. Naja....kann ggf. muss aber nicht....dann ist es ja auch bei folgender Situation: Kind schläft im Ehebett, Mutter im Kinderzimmer. Kind wacht nachts auf, Schlafanzugshose unten -Decke weg gezogen bis ungefähr Füße. Der Mann sitzt im Unterhemd auf Knie im Bett, Unten rum frei. Kind erschreckt sich davor.......und sagt: "Das erzähle ich Mama". Er :"Die glaubt dir so oder so nicht". Kind rennt zur Mutter raus (beim losrennen des Kindes springt der Mann auf um sich schnell anzuziehen (windeseile) und weckt sie und erzählt aufgeregt "Papa macht unten rum usw...." Mutter sagt: "geh schlafen, du hast schlecht geträumt, bin müde la la la...." Kind macht Theater, Mutter steht auf und nimmt Kind ins Wohnzimmer zum dort schlafen (Mutter auf großen Sofa, Kind auf kleinem Sofa) . Kind schreit die nacht auf Sofa durch, Mutter sagt nur:"Gib Ruhe, schlaf endlich!" Nach aussagen der Mutter, war sie Kontrollieren. Mann lag schlafend im Bett-Hose an! Nächster Tag: Eltern streiten sich im Flur. Kind wird dazu gerufen. Der Mann sagt" guck mal was deine Mutter da erzählt, die meint ich mache was böses mit dir, hast Angst gehabt-glaubst du dennn was deine Mutter da erzählt. ich als dein dich liebener Vater könnte dir nie was böses tun!" er lächelt wie immer. Kind geht zum Vater auf Arm, weil Kind wollte nicht dass sie sich streiten. Der Mann nimmt Kind mit ins schlafzimmer ! Mutter kontrolliert danach. Vorher: Vater sagt zum Kind: Rutsch nach unten (zum Intimbereich ) und wenn Mama kommt ziehe ich dich hoch, da sie ja glaubt ich tue böses mit dir!" Mutter kommt rein-Vater zieht Kind nach oben. Mutter: "Was hat der gemacht". Kind: "Nichts" Situation wiederholt sich. Kind ist ca. 7 Jahre und schläft weiter bis zum 10. Lbj beim Vater -die Mutter wo anders usw.....vieles mehr ...usw.... Mutter gibt Kind die schuld, weil Kind den Vater umarmt hat im Flur! Mutter versteht nicht, dass ein Kind ein Kind ist! Mutter sagt: "das hast du alles nur geträumt usw...."

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In diesem Fall ist das Kind nicht traumatisiert, da die Erfahrung ja offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Psyche hatte. Wobei sich die Traumatisierung auch mit Bindungs- oder Vertrauensstörungen äußern könnte.

Was aber nicht heißt, daß die gleiche Situation nicht auf eine andere Person traumatisierend wirken könnte.

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Na ja, ein Trauma hat nicht unbedingt etwas mit Angst zu tun. Kann ja auch sein, dass es gerade deswegen mit Rollädern hoch schläft. Traumata beeinflussen Verhaltensweisen. Meine Freundin hat auch mal ein Trauma bei mir verursacht. Sie verspottet mich und überlastet meine Nerven. Und jetzt hab ich ein Trauma! Ich hab zwangsläufig Wut auf sie wenn ich sie nur sehe und verbinde sie mit negativen Erfahrungen, die ich wegen ihr machen musste. Und dabei habe ich keine Angst vor ihr.

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Kommentar von silberblick
01.04.2012, 22:04

Kann ich nachvollziehen. Ich habe auch Angst vor einer "Freundin". Vertrauen gleich null.

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Ein Trauma hinterlässt schwere Neurosen oder Psychosen. Nicht jedes einschneidende Erlebnis ist gleich traumatisch - mit dem Begriff wird heutzutage gerne Schindluder getrieben, weil sich Leute zunehmend mit jedem lächerlichen Frust wichtig tun und damit jene Menschen beleidigen, die wirklich Schlimmes durchmachen mussten.

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Ich frage mich, wie würde diese Person mit ihrem eigenen Kind umgehen, wenn es etwas falsch gemacht hat.

Es auch mit im Bett bleiben bestrafen?

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Kommentar von silberblick
02.04.2012, 05:30

Klar: Alle die etwas schlechtes erlebt haben geben automatisch diese Dinge an ihren eigenen Kindern wieder. Tolle Ausrede der/für Täter, oder?

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Ein Trauma ist das nicht.

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