ist sich die Wissenschaft eigentlich schon hundert prozentig sicher dass die Sterne Wasserstoff zu Helium fusionieren, keiner war dort und konnte es vor Ort?

10 Antworten

Der nächste Stern ist 8 Lichtminuten von uns entfernt und dieser nennt sich Sonne.

Durch die Untersuchung der Strahlungsspektren von Sonne sowie der Corona (ja der Virus und das Bier ist danach benannt) kann man zumindest mal sagen, dass die Sonne beinahe nur aus viel Wasserstoff und Helium besteht.

Im Endeffekt wurde die Kernfusion an sich noch nicht direkt nachgewiesen sie wäre aber der einzige Prozess der diese Energiemenge aus Wasserstoff erzeugt und dabei Helium erzeugt. Außerdem stützen auch andere Messungen diese Theorie wie zB die Emission von Neutrinos. Eine Messung der Energieverteilung dieser Neutrinos liefert auch Einblicke darin welche Kernreaktionen genau im Sonneninneren auftreten.

Unsere Sonne ist ein Stern und die ist "nur" 8 Lichtminuten entfernt.

Allerdings gibt es in der Tat keinen eindeutigen Beweis, dass Kernfusion in einem Stern abläuft. Es ist aber die Theorie, die sich mit allem deckt was wir so erkennen können. Es erklärt Dinge wie eine Supernova und die Erzeugung der Elemente unseres Universums. Es erklärt so viele Phänomene und jede alternative Theorie muss das auch können.

NEIN. Da ist man sich in der Wissenschaft schon zu 10000000% sicher, dass es so ist und daran gibt es auch kein Zweifel. Das Licht der Sonne verrät nämlich aus welchen Elementen es besteht. Dazu verwendet man ein Verfahren, welcher in der Chemie sehr häufig verwendet wird um herauszufinden aus welchen Bestandteilen z.b. ein bestimmter Stoff besteht. Dieses Verfahren nennt sich Spektroskopie.

Mit Hilfe des Verfahrens wird das Licht der Sonne in seine Bestandteile Zerlegt und durch ein Spektroskop schicken, wodurch das Licht eben in seine Bestandteile zerlegt wird und herauskommt dann so etwas z.b.

Die Schwarzen Linien sind sogenannte Absorptionslinien und die geben Rückschlüsse darüber um welche Elemente es sich handeln muss, denn ein Element aus dem Periodensystem absorbiert nur einen ganz bestimmten Teil des Spektrums. So lässt sich dann in etwa herausfinden um Welche Elemente es sich bei der Sonne handeln muss.

Heraus kam dann bei der ganzen Sache, dass die Sonne zu 92,1% aus Wasserstoff bestehen muss, 7,8% aus Helium, dann 500ppm (Partikel per Million) aus Sauerstoff 230ppm Kohlenstoff, 100 ppm Neon und 70ppm Stickstoff.

 - (Physik, Astronomie, Astrophysik)

Würdest du denn gerne selber auf die Sonne reisen, um dort mal selber ganz genau nachzuschauen, Proben zu nehmen und auf die Erde zurückzubringen ?

Einfachere Frage: hast du selber schon mal mit deiner Hand ins Feuer gegriffen, um festzustellen, ob es dort wirklich so heiß ist wie die meisten immer wieder behaupten ?

Natürlich weiß man seit langer Zeit, wie z.B. die "Hauptreihensterne" im Detail "funktionieren" - und glücklicherweise muss man für die entsprechenden Erkenntnisse eben nicht Messgeräte ins Innere von Sternen transportieren. Hauptstichwort wäre vielleicht "Köpfchen" oder "intelligente Forschung".

Man macht Modelle und gleicht sie mit der Theorie ab - so funktioniert Wissenschaft nun mal. Dafür, dass in Sternen Kernfusion abläuft, gibt es erdrückende Fakten.

Man war ja beispielsweise auch nie in einem Zellkern, trotzdem wissen wir eine ganze Menge über DNA.

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